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27. 09

Da ich ja doch nocht etwas hier wohnen muss, und
- das Fehlen der Deckenlampe
- das Rumlaufen (vorallem ohne Strümpfe) auf staubigem Boden
- das Fehlen einer Ablagefläche (ausser dem chronisch überbelegtem Schreibtisch)
langsam nervig wurde, hab ich doch mal beschlossen etwas dagegen zu tun.

Folge: Kleines Zimmer Version 1.5 ;)

Teppiche: IKEA - 20 Kronen das Stück (jetzt knittrig weil frisch gewaschen)


Tischplatte: Krumm abgesäbeltes Seitenteil von Martins Fahrradverpackung
Beine: Im Kleiderschrank "gefundene" Kisten mit Tapetenresten drin


Lampe: IKEA
Chaos auf dem Tisch: myself ;)


Immerhin etwas angenehmer als vorher - nicht schick aber funktional :).
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27. 09

Kein Kommentar ;)

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25. 09

So ein Erasmus-Studenten-Leben ist schon stressig. Man kommt morgens um 4 heim, schläft etwas, steht auf und guckt sich die Gegend an, kommt um 6 heim und schaufelt schnell etwas Essen in sich hinein, weil man um 7 wieder verabredet ist zum weg gehen....

Naja, wie dem auch sei hab ich mir heute mal die Zeit genommen für eine "kleine" Fahrradtour, deren verlauf ihr auf folgender Karte sehen könnt:

Morgens (um 14 Uhr *g) hab ich mich mit meinem Mitbewohner Martin Richtung Berg aufgemacht, um dort etwas am Roxen (der relativ grosse See mit immerhin 102km²) zu relaxen.
Bis dorthin sind es von unserer Wohnug aus ca. 10km und nach etwas warten kam sogar die Sonne raus und hat das rumgammeln am Roxen noch etwas angehenmer gemacht.

Danach wollten wir eigentlich am Göta-Kanal entlang noch Richtung Ljungsbro fahren, allerdings musste Martin wegen eines Rahmenbruchs am Rad erstmal eine Taxifahr bei unserem Holländer anfordern (erwähnte ich schon das die Räder hier alle Schrott sind?).
Da mich Martin ja wegen Materialversagens verlassen musste, bin ich einfach noch allein etwas ma Götakanal entlangefahren. Der Kanal selber erinnert irgendwie etwas an den Saar-Altarm, nur dass das Wasser hier eine schöne grün/blaue statt braune Farbe hat und es doch einige Schleusen gibt.
Die einzige Abfahrt nach Ljungsbro führte allerdings in Aussenbezirke, und ich mit meinen grossartigen Orientierungssinn hatte wenig Lust auf gut Glück mal irgendwelche Strassen entlangzufahren, in der Hoffnung irgendann auf Ljungsbro-Center zu treffen. Also bin ich einfach noch etwas am Kanal entlang gefahren, mit dem Plan bei der nächsten Schleuse die Seite zu wechseln und zurück zu fahren - leider kam die nächsten 5km keine Schleuse, so dass ich doch lieber einfach mal umdrehte ;)

Zurück in Berg hab ich noch einen Abstecher zum Kloster gemacht, welches direkt neben den Ruinen des alten Kloster erbaut wurde. Das Kloster entsprach von Lage und Umfeld (einem Friedhof *g) so ziemlich dem, was ich mir unter einem Kloster verstehe - war allerdings abgesperrt (es war auch mehr die Klosterkirche als ein "richtiges" Kloster).

Im ganzen war die Tour doch etwas über 30km - für eine Fahrrad-Tour gar nicht mal so wenig, aber trotzdem schön. Schon blöd, dass ich die "schöne" Zeit im Krankenhaus verbringen durfte - Radwege gibts hier genug um die Gegend zu erkunden.
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18. 09

Gestern war "Dra't i Spa't" Tag. Was zum Teufel soll das sein? Eigentlich ist das was ganz simples: ein Seilzieh-Wettbewerb zu dem die verschiedenen Studentengruppen antreten.
Das ganze würde natürlich nicht so zum schwedischen Studentenleben passen, wenn das ganze "seriös" zugehen würde. Erstmal ist das Seilziehen nicht auf dem trockenen, sondern geht über einen Fluss, d.h. verloren hat die Partei, die zuerst im Wasser landet. Ganz Schweden-Like treten die Teams auch in Teils recht schrägen outfits an (mein Favorit: die Lifeguards :P). Damit das ganze dann noch etwas witziger wird gibt es Musik und viel Alkohol.

Morgens um 11Uhr ging es los: In einem halbstündigen Marsch zog die singende, besoffene Horde von Studenten, begleitet von der Uni-Band, quer durch die Stadt zum Turnierplatz. Sowas dürften sich Studenten in Deuschland schonmal nicht erlauben - das würde nur das Bild des total nichtsnutzigen und oft besoffenen Studenten nähren. Auf dem Turnierplatz gingen dann um 12 die "Wettkämpfe" los. Auch die internationalen ESN Studenten hatten ein Team am start, "wir" waren die in den blauen Overrals. Aber am besten blättert ihr euch selbst durch die unzähligen Bilder in der Gallery.
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15. 09

Was hier in Schweden mal wirklich unkompliziert geht, ist das Waschen der Wäsche. Im Viertel gibt es überall kleine rote Baracken, in denen Waschräume sind. Diese kann man sich für bestimmte Zeitslots reservieren und hat dann zwischen 4 und 6 Stunden Zeit, seine Wäsche zu machen.



Ausgestattet sind die Räume recht gut: Zwei Waschmachinen, eine Zentrifuge, ein Trocker, eine Mangel und ein Schrank in dem die Wäsche mittels warmer Luft trocken geblasen wird (ka wie man das Ding nennt *g).

Wir reservieren uns meist den Abend-Slot, von 16 bis 22 Uhr. Hat den Vorteil, dass wir dann zu Hause sind und man auch länger waschen kann. Laut Schild wird zwar um 22 Uhr Strom und Wasser abgestellt, dem ist aber nicht so ;)

Wenigstens kostet das ganze nichts - wir zahlen ja auch genug Miete für unsere Wohnung...
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14. 09

Schweden ist schon komisch... sogar Abends, wenn man mal weggehen will, bleibt man vom Queueing und den unzähligen Regeln nicht verschohnt.
Wir waren heute im Herrgård, einem Studentenpub in Ryd. Zum Glück waren wir relativ früh dort (halb 10), so dass wir vom Schlangestehen verschont geblieben sind. Allerdings hat man im Laufe des Abends gut die sehr strengen Brandschutzverordnungen in Schweden bemerkt. Das Herrgård war weit davon entfernt voll zu sein, man ist noch ohne Probleme überall durchgekommen und es gab sogar noch freie Stühle. Allerdings hat sich zur selben Zeit vor der Tür eine Queue gebildet, in der man ca. 70min stehen musste um in den Club zu kommen. Grund: Die erlaubte Zahl an Leuten war erreicht, d.h. es durfte nur jemand rein wenn jemand rauskommt. Solche Regeln gibt es in Deutschland zwar auch, allerdings lang nicht so streng - den Füllstand des Clubs bei dem hier keiner mehr reingelassen wird, würde man bei uns eher als "gerade mal halb voll" bezeichnen.
Vielleicht sind die Regeln aber auch nur so streng, damit die Schweden auch im Nachtleben ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen können: Schlange stehen.

Die nächste Überraschung kommt dann so gegen halb 2. Zu dieser Zeit werden in Schweden die Clubs nämlich schon geschlossen, d.h. kein Bier mehr, keine Musik mehr und Licht an - und das zu einer Zeit, bei der bei uns noch grosse Randale losbrechen würde wenn das Licht angeht. Das leeren des Clubs geht dann auch sehr schnell über die Bühne. Keine 10min nachdem das Licht angegangen ist steht so gut wie jeder in einer grossen Menschenmenge vor dem Club rum, in der Hoffnung irgendwo die Location einer After-Party aufzuschnappen, wo der Abend langsam (mit vielleicht noch ein oder zwei Bier) ausklingen kann. Laut Schild hat das Herrgår'n allerdings wenigstens am Wochenende immerhin bis 3 Uhr auf - dafür kostet es dann aber auch Eintritt.
Schwedisches Nachtleben ist also definitiv nix für Leute, die gern erst nach 12 im Club auftauchen - die schaffen es wohl grad so noch ein Bier zu bestellen. Die Bierpreise im Herrgård sind noch OK, das teuerste, ein Heineken vom Fass, kostet 27SEK (ca. 3€) für 0.4l. Allerdings darf man keinen Anspruch an die Zapfkünste stellen, Schweden zapfen das Bier wie Engländer, d.h. man bekommt ein Glas das bis zum Rand voll mit Bier ist - aber jede Existenz einer Schaumkrone vermissen lässt. Cocktails gibt es für 40SEK (oder waren es 50... ich hatte keinen, deshalb weiss ich nicht mehr genau). Die Schnapsauswahl der Bar ist dazu sogar mehr als gut, und man darf das Mischungsvolumen selber bestimmen, man wird also gefragt ob man lieber 2 Teile Alkohol, 3 Teile Saft oder umgekehrt hätte. Da das Herrgård der (einzige) Studentenpub in Ryd ist, ist auch das Publikum entsprechend jung, und da eigentlich nur Erasmusstudenten Zeit haben, mitten in der Woche weg zu gehen ist das Publikum auch sehr international - Swedisch gehört zu den selten gehörten Sprachen dort drinnen.

Für alle die in Zukunft noch ein Auslandssemester machen wollten: Passt auf wenn ihr in Gesellschaft von Holländern seid. Gebt einem Holländer drei oder vier Bier und er ist voll wie ein Eimer ;).
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13. 09

Momentan ist nicht viel los ausser Stress an der Uni, da ich die ersten 2 Wochen nachholen muss und deshalb nicht nur ein Lab (pro Fach) zu bearbeiten habe sondert stolze drei Stück :/
In der Gallery gibt es allerdings ein paar neue Bilder von der Stadt und der Uni.




Dafür haben wir jetzt endlich nen Fernseher - nur noch ohne Anschlusskabel ;)
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10. 09

Allen die sich fragen, ob Schwedinnen wirklich alle gross, blond und hübsch sind sei das Blog meines holländischen Mitbewohner ans Herz gelegt: http://womeninsweden.web-log.nl ;)
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