26. 11
Irgendwie seltsam. Da geht man nach Schweden und erwartet eigentlich auch, dass es hier sowohl früher als auch mehr schneit als in Deutschland. Aber was ist? Nix... Nachdem es in Saarbrücken und Dillingen schon Schnee gab, müssen wir uns hier mit Regen zufrieden geben. Blödes Land ;)17. 11
Fahrradfahren bei -4.5° ist nur beschränkt toll, wie ich heute auf dem Heimweg von der Uni feststellen musste. Gut, dass ich ab Dezember weniger als halb so weit von der Uni entfernt wohne.So ganz nebenbei hab ich noch den letztjährigen Temperaturrekord hier in Linköping entdeckt: -27.8° im März - da kann ich mich ja auf was gefasst machen :)
14. 11
Jetzt da alle Rad-Probleme ja geloest sind, kann ich in Ruhe etwas ueber den Stockholm-Besuch am Samstag erzaehlen.Ich habe den ersten Bus von Linköping nach Stockholm genommen, Abfahrt 5.25 Uhr. Neben dem fruehen Aufstehen brachte das noch das Problem mit sich, dass um diese Zeit noch keine Busse runter in die Innenstadt fahren, Taxi zu teuer ist und ich deshalb mitten in der Nacht mit dem Rad fahren musste (was ja noch aergerliche Folgen hatte *g).
Aber egal - nach etwas ueber 2.5h Busfahrt war ich dann in Stockholm. Das Problem: Zu dieser Zeit ist Stockholm total ausgestorben - vor 10 Uhr macht dort ueberhaupt nix auf und ist auch so gut wie kein Mensch unterwegs, ein Bus spaeter haette es also auch getan.
Stockholm selber hat etwas von Venedig, die Stadt besteht aus mehreren Inseln, weshalb man den Eindruck hat, dass irgendwie ueberall Wasser ist.
Fuer Kulturfreunde hat Stockholm rund 70 Museen zu bieten ob Kust in der Nationalgallerie, Architektur im Architekturmuseum, ein gesunkenes Schiff im Vasamuseum - fuer jeden ist etwas dabei und viele der Museen kosten nicht einmal eintritt.
Historisch hat Stockholm eine tolle Altstadt zu bieten - Gamla Stockholm. Kleine Gassen, kleine Laeden, Kopfsteinpflaster und leider viel zu viele Touristen. Im selben Teil der Stadt liegt auch das Parlament und der schwedische Koenigspalast, der allerdings nicht wirklich toll aussieht, wuerden keine Wachen davorstehen wuerde man ihn wohl nur als ein weiteres altes grosses Gebauede wahrnehmen. Einige Gassen in der Altstadt sind wirklich sehr eng, ein Tourist der die Statur eines von Fastfood lebenden Amerikaners hat muss teilweise schon fast den Bauch einziehen :P
Unter den vielen Laeden, Cafes und Gallerien in der Altstadt findet man auch einige Kuriose Dinge wie den Plattenladen der wirklich Randvoll mit CDs und Platten war oder ein Cafe, welches gerade einmal Platz fuer ca 10 Leute bietet (und es dann schon etwas eng ist).
Wer einmal auf etwas aussergewoehnliche Art uebernachten will, kann sich ein Zimmer in einer Jugendherberge mieten welche sich in einem grossen Segelschiff befindet, das im Hafenbecken vor Anker liegt.
Das "normale" Stockholm mit Einkaufspassegen und Co war nichts wirklich besonderes - eine hektische und nicht wirklich saubere Grossstadt wie jede andere auch.
13. 11
Glaub ich hab ein Problem... Kurzfassung:- war heute im Stockholm
- Bus ging um 5.25, zu der Zeit fährt noch kein Linienbus runter zum Bahnhof
- mit dem Fahrrad gefahren
- Rad abgesperrt
- Abends heimgekommen
- zum Rad gegangen
- Schlüssel ins Schloss und umgedreht
- Abgebrochen :(
Folge: Mein Rad steht, brav an den Fahrradständer gekettet, noch immer am Bahnhof rum - und ich guck dumm aus der Wäsche.
Was macht man da, wenn man keinen Bolzenschneider hat?
Einfach mal zur Polizei gehen und fragen ob die nicht helfen können? Dumme Sache... genau von dem Schloss hab ich nämlich auch nur diesen einen Schlüssel (gehabt).
Update: Ich hab mein Rad wieder :)
Gegenueber dem Busbahnhof ist momentan eine Baustelle, und ich habe dort einfach einem jungen Arbeiter angesprochen, ihm mein Problem erklaert und gefragt ob er mir nicht helfen koennte. Seine erste Reaktion "Natuerlich, genau dass ist mir vor einer Woche auch passiert". Also hat er sich einen monstroesen Bolzenschneider geschnappt (damit haette man auch den kompletten Metall-Fahrradstaender in kleine Stuecke schneiden koennen) und wir sind zum Fahrrad gegangen. Ein Knips und das bloede Schloss war Geschichte und das Rad wieder mein.
Wenn ihr irgendwann ein Rad klauen wollt: Verkleidet euch als Bauarbeiter, es hat keinen der umstehenden Leute auch nur im geringsten Interessiert, dass da zwei Leute mit einem 1m grossen Bolzenschneider Richtung geparkte Fahrraeder marschieren.


