30. 05
Um es positiv auszudrücken: Ich fand ihn nicht so schlecht wie erwartet, ich fand ihn nicht wirklich schlechter als das Buch - nur genauso schlecht.
>Exkurs: Dan Brown<
Ich frage mich eh, warum Dan Brown momentan so hoch gehandelt wird. Eigentlich ist alles was er schreibt hochgradig trivial, nicht mehr als ein seichter literarischer Snack für zwischendurch. Jemand mal Diabolus, OT: Digital Fortress, gelesen? Jeder, dessen Computerwissen etwas über die Unterscheidung von Maus und Tastatur hinausgeht, wird sich bei dem, was Brown in diesem Roman vom Stapel lässt, gruseln. unentschlüsselbare Codes mittels Mutationsketten... So etwas passiert, wenn man Bücher über Dinge schreibt, von denen man keine Ahnung hat. Ich glaube, dass Buch wurde in Deutschland auch erst nach Sakrileg und Co veröffentlicht, verständlicherweise. Ohne den Brown-Hype hätte sich keiner freiwillig diesem Buch gewidmet. Das folgende Meteor war nicht wirklich besser, Neu war eigentlich nur, dass jetzt auch noch unmotiviert zwischen zwei total verschiedenen Schauplätzen hin und her gesprungen wurde. Dafür konnte man Meteor (wenn man denn wollte) sogar während einer Ampelrotphase weiter lesen. 133 Kapitel auf 588 Seiten, also ca. alle 4 Seiten ein Schauplatzwechsel, das könnte fast für einen Rekord reichen.
Außerdem gilt: Kennst du einen, kennst du alle. Neben abstrusen Themen, einer Priese Weltverschwörung und öder Inszenierung ähneln sich auch sonst die Bücher stark. Erfolgreicher, superschlauer Professor/Forscher und erfolgreiche, hübsche, superschlaue Frau lösen jedes Rätsel, mutieren zu einer Mischung aus Superman und Indiana Jones, jetten um die Welt und retten selbige.
So, genug Frust über Dan Brown abgelassen, zurück zum Film ;)
>/Exkurs<
Warum es im Film geht, dürfte eigentlich jeder nach gefühlten 1000 Galileo-Specials, Berichten in jeder Zeitung etc, eigentlich wissen. Falls nicht, eine Ultrakurzzusammenfassung: Professor Langdon (erfolgreich, superschlau usw), gespielt von Tom Hanks, wird zum Mord des Louvre Direktors gerufen, welcher kurz vorm Sterben noch Lagdons Namen mit Eigenblut auf den Boden schrieb. Dort wird er natürlich gleich zum Verdächtigen, flieht aber mit Sophie Neveu (hübsch, superschlau etc), der Enkelin des Direktors, gespielt von Audrey Tautou (Wunderbare Welt der Amelie). Langsam kommen die beiden dabei dahinter, dass sie sich inmitten einer großen Verschwörung (Weltverschwörung usw) befinden, in der diverse Geheimbünde, die Kirche, und der Gral eine Rolle spielen.
Aus dem Thema könnte man bestimmt einen guten Film, basierend auf einem guten Buch machen. Nur leider kann man eben nur einen schlechten Film drehen, wenn das ganze auf einem schlechten Brown basiert.
Schon Anfangs wird klar, dass der Film einfach zu viel unterbringen muss, alles passiert mit einem höllischen Tempo. Langdon sieht einen scheinbar sinnlosen Satz, erkennt das es ein Anagramm ist und löst es 10sec später. Die davor stehende Zahlenfolge wurde praktischerweise, bevor man sie überhaupt richtig zu Gesicht bekommt, schon von Sophie als Fibonacci-Folge enttarnt. Man folgt also dem ersten Anagramm, findet ein zweites, löst auch dieses in 10sec, folgt dem Hinweis, findet einen Schlüssel, flieht aus dem Louvre - fertig. Alles dauert im Film nicht viel länger als man braucht, um den Satz zu lesen. Alles scheint trivial und wird ohne jede Spannung oder Rätselraten gelöst. Das ganze bekommt den Charakter einer Schnitzeljagd für Superschlaue.
Bei der Flucht darf Ms Neveu dann noch zeigen, dass sie einen Smart rückwärts besser durch den Pariser Verkehr lenken kann, als die gemeine Frau einparkt.
"Heilige Schnitzeljagd - Da Vinci Code" vollständig lesen
Tags für diesen Artikel: thriller
23. 05
In einem Anflug endloser Langeweile hab ich heute mal wieder die DVD Sammlung durchgeblättert und eine der Scheiben zum Status "gesehen" befördert. Auserwählt wurde heute Dead or Alive von Takashi Mike.Bevor ich mich über den Film Auslasse, erst mal der Inhalt vom Cover:
Der skrupellose Ryuichi, Sohn chinesischer Einwanderer, sucht Macht und Geld in der Unterwelt des Tokyoter Vergnügungsdistriktes Shibuya. Als Kopf einer kleinen, schlagkräftigen Gang, deren Morde und Raubüberfälle die alteingesessenen japanischen Yakuza und die chinesischen Triaden provozieren, steht er schnell im Mittelpunkt eines blutigen Bandenkrieges. Der unterbezahlte Cop Jojima soll in diesem Chaos der Kriminalität für Ordnung sorgen. Auch in seinem Privatleben könnte es besser laufen: seine Frau ist ihm fremd geworden, vermutlich weil beider Tochter sterbenskrank ist. Nur noch eine teure Operation kann ihr helfen. Auch Ryuchi hat eine schwache Seite: seinen aus den USA zurückgekehrten Bruder, der erst jetzt realisiert, wie sein Auslandsstudium finanziert wurde.
Der Kampf um Macht und Moral eskaliert, bis der Yakuza und der Cop sich am Ende gegenüberstehen, aber nicht mehr dieselben sind...
Um es vorweg zu nehmen: Der Film ist seltsam. Aber wer hätte bei einem Mike Film schon etwas anderes erwartet. Leider hat der Film auch ein großes Problem: Eine öden, zu lang geratenen Mittelteil. Aber fangen wir vorne an.
Eingeleitet wird das ganze durch einen rasant geschnittenen fünf minütigen Trip durch die Unterwelt Tokyos voller Sex, Gewalt und Drogen. Während diesen fünf Minuten wird auch Mikes Hang zur zelebrierten Gewalt deutlich. Darauf, einem Yakuza durch den aufgeschossenen Bauch die vorher verspeiste Nudelsuppe wieder Richtung Kamera spritzen zu lassen muss man auch erstmal kommen...
Nach diesem fulminanten Anfang folgt leider vieeeel Leerlauf und Langeweile. Mike schildert in einem schnarchend langsamen Tempo sämtliche Probleme der Protagonisten. Charakterentwicklung gut und schön, aber bitte nicht so langsam, vor allem weil Dialoge eh keine Stärke des asiatischen Filmes sind. Während dieser langweiligen Stunde gibt es noch ein paar krasse Bilder wie die Probe für einen Tierporno oder ertränken in eigenen Exkrementen, aber sonst schleppt die Story sich viel zu langsam voran.
Gegen Ende nimmt der Film dann wieder etwas Fahrt auf und präsentiert eine typische Keller-Yakuza-Schießerei, wie man sie von einem solchen Film erwarten kann. Gipfeln tut der Film natürlich im unweigerlichen Duell: Ryuichi gegen Jojima. Hier geizt Mike natürlich wieder nicht mit Blut und als man denkt der Film endet nun beginnt sie: die letzte Filmminute....
Ich will nicht näher sagen was passiert, aber der Schluss ist total comichaft und widerspricht den vorherigen 101 Minuten total. Münden tut das ganze dann in einem der schlechtesten Computereffekte, die ich in einem Film je gesehen habe... Was man sich bei diesem Schluss dachte, kann ich mir beim besten willen nicht erklären.
Fazit: Fängt wirklich gut an und fällt dann in ein riesiges Loch. Der total
Wer den Trailer sehen will: Unter "weiterlesen" findet ihr ihn.
14. 05
Der Inhalt orientiert sich am Spiel und ist deshalb für "normale" Cineasten etwas arg konfus:
Als ihre Tochter Sharon sich durch Schlafwandeln in Lebensgefahr bringt und mehrfach die Stadt Silent Hill erwähnt, bricht Rose mit Sharon gegen den Willen ihres Mannes in die Geisterstadt in West Virginia auf, in der ein unter Tage schwelender Kohlenflözbrand jedes Leben unmöglich gemacht hat.
Auf der Fahrt passiert sie jedoch mitsamt der Polizistin Cybil, die sie verfolgt, eine unsichtbare Grenze und betritt ein anderes "Silent Hill" - eine unter Ascheregen begrabene Totenstadt, in der sich böse Kräfte phasenweise ausbreiten und in der sich ausbreitenden Finsternis die Lebenden vernichten. (ofdb.de)
Relativ gut geraten sind die "Weltwechsel" in Silent Hill, wenn sich die verschlafene Geisterstadt in einen Vorhof der Hölle wandelt und allerlei missgestaltete Kreaturen auftauchen. Hier sehen zwar manche CGI (Käfer) etwas billig aus, aber das lässt sich verkraften. Angesicht dieser kranken Gestalten und einiger relativ blutiger Szenen (Angriff vor der Kirche und die Schlusssequenz) kann man sich über die FSK16 Freigabe des Filmes wirklich nur wundern.
09. 05
Wie ich gerade auf ComingSoon.net gelesen habe, hat sich Warner die Rechte für einen World of Warcraft Kinofilm gesichert.Ob das was wird... Bekommen wir dann in einem riesigen CGI Overkill den Krieg Menschen gegen Orks auf der Leinwand präsentiert? Ich wage zu bezweifeln, dass das so super funktioniert.
Ein gutes gibt es: Die Verfilmung kann gar nicht schlechter werden als die Dungeons&Dragons Verfilmung.
08. 05
Ich hatte gestern nicht wirklich viel zu tun und habe beschlossen meine DVD Sammlung mal bei der ofdb zu katalogisieren.Diese Liste ist dabei herausgekommen.
Beim Betrachten der Anzahl wurde mir klar wo immer mein ganzes Geld hingeht. Euch dürfte bei Betrachten einiger Titel klar werden, warum ich ab und an seltsame Dinge als TVTips aufliste :)


