17. 06

Einst bewachten die Zwerge den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land mit seinen Menschen und Elben vor den Heeren des Bösen zu beschützen. Verrat bahnt Orks und Ogern den Weg, und das Tote Land breitet sich mit seinen Schrecken aus.
Der Zwerg Tungdil ist bei dem Magier Lot-Ionan unter Menschen aufgewachsen und kennt die Bräuche seines Volkes nur aus Büchern. Da wird der junge Schmied von seinem väterlichen Freund auf die Reise geschickt. Doch aus dem Botengang wird unverhofft das große Abenteuer. Um die Einheit der fünf Stämme zu bewahren, behauptet der greise Zwergengroßkönig Gundrabur, er sei ein verschollener Königssohn. Und plötzlich steht Tungdil an vorderster Front im Kampf gegen das Böse und muss das Geborgene Land retten.


Die Zwerge ist Fantasy-Literaturaus deutschen Landen, genauer sogar hier aus dem Saarland (JUCHU, [insert Lokalpatriotismus here] ;)), von Markus Heitz. Die Welt hat alles, was man sich in einer Fantasywelt so vorstellt: Zwerge, Menschen, Orgs, Oger, Zauberer, Elben usw, wobei Heitz hier die Geschichte eines Zwerges erzählt (wer hätte das bei solch einem Titel erwartet...). Das Ganze ist wirklich gut geschrieben, und die Charaktere wachsen einem richtig ans Herz. Vor allem weil jeder Charakter seine eigenen Charakterzüge verpasst bekommen hat: Tungdil, als "Gelehrter" unter den Zwergen, ein Kampfsüchtiger Zwerg, ein ängstlicher Zwerg usw. All das sorgt in der Gruppe natürlich für Konflikte, die mit viel Humor erzählt werden.
Trotz epischem Ausmaß (das Buch hab über 600 Seiten), wird das ganze niemals langweilig. Ich habe das Buch mit mehr Spass gelesen als Tolkins Herr der Ringe (bekomm ich jetzt Schläge, wenn ich zugebe das ich Tolkin stellenweise doch ARG langweilig fand?).

Die Zwerge-Reihe besteht mitlerweile aus drei Romanen, es gibt noch "Der Krieg der Zwerge" und "Die Rache der Zwerge". Da mir der erste Teil wirklich gefallen hat, lese ich momentan grad auch noch den Zweiten.
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02. 06

Amerika 1960: Der Profikiller Tom Jefferson wird von der Mafia auf Fidel Castro angesetzt. Doch dann läuft die Sache völlig aus dem Ruder: Auf einem Tonband erkennt Jefferson die Stimme seiner Frau Mary, die sich mit John F. Kennedy im Bett vergnügt...

Nach dem ziemlich Zähen Die Seelenlosen, mal wieder etwas besseres: Der Tag X von Philip Kerr.
Kerr liefert hier einen soliden Politthriller, mit verdammt vielen Wendungen, ab. Wenn mir jemand sagen würde: "Das Ende habe ich so kommen sehen.", würde ich dies definitiv nicht glauben ;)
Kerr zeigt eine USA der 60er Jahre voller Korruption und Verschwörungen. Mafia, CIA, FBI, Secret Service - irgendwie hat jeder mit jedem etwas, kocht aber dann doch wieder sein eigenes Süppchen. Eben diese verschiedenen Ebenen, eine korrupter als die andere, sorgen für einige unerwartete Wendungen.

Trotzdem fand ich persönlich das Wittgenstein Programm spannender. Teilweise war das Tempo etwas zu geringt, die Weiterentwicklung der Story etwas zäh, was natürlich zwangsweise zu einigen Durchhängern in Sachen Spannung führte. Übrig bleibt aber immernoch ein solider Thriller, wenn auch kein Meisterwerk.

Als nächstes kommt mal wieder etwas Fantasy an die Reihe: Die Zwerge von Markus Heitz.
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