31. 10

Sneak-Montag = Komödien-Montag. Diesmal lief „Wo ist Fred?“, eine deutsche Komödie mit Til Schweiger.
Story: Bevor Fred deine Freundin Mara heiraten kann, muß er für deren verzogenen Sohn Linus einen signierten Alba-Berlin Ball besorgen. Da diese Bälle nach dem Spiel in die Behindertentribüne geworfen werden, organisiert Fred sich einen Rollstuhl und lässt sich von seinem Kollegen Alex als stummer, gelähmter Behinderter auf die Behindertentribüne fahren – und fängt den Ball. Leider wird zur gleichen Zeit ein Imagefilm für das behindertenfreundliche Alba-Berlin gedreht, in dem Fred jetzt eine tragende Rollen spielen soll. So wird Fred gezwungen, seine Fassade als Behinderter noch länger aufrecht zu erhalten.

Die Worte „deutsche Komödie“ und „Til Schweiger“ laß mich ja immer schon innerlich zusammenzucken – aber „Wo ist Fred?“ ist erfreulich unterhaltsam.
Der Streifen ist hervorragend Besetzt, und vor allem an Anfang folgt Gag auf Gag, so dass das Zwerchfell ziemlich beansprucht wird. Mit längerer Laufzeit wird die Gagdichte etwas dünner, aber die Gags dir kommen zünden fast alle. Durch das nicht ganz einfache Thema sind natürlich einige politisch Inkorrekte Witze dabei, aber wer will schon so kleinlich sein ;)
In Sachen Story ist das ganze ziemlich seicht und steuert gezielt auf das (kitschige) Ende zu, man muß ja den deutschen Fernsehspiel-Wurzeln treu bleiben.

Die Witze entschädigen für die flache Story aber mehr als ausreichend. Eine erfrischend witzige deutsche Komödie.
Kinostart: 16.11.2006
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30. 10

Story: Urzeitmensch Tumak (John Richardson) muss nach verlorenem Stammes- und Familienzwist ums Überleben kämpfen, begegnet dabei Weibchen Loana (Raquel Welch) im klasse sitzenden Fellbikini, die ihm beim Überlebenskampf Gesellschaft leistet.

Endlich mal ein Film, bei dem sich die Story in genau einen Satz fassen lässt :) Mehr gibt es echt nicht. Es ist auch nicht so einfach in diesem Film wirklich Story einzubringen, denn die einzig verständlichen Worte kommen von einem Erzähler. Dieser beschreibt Anfangs die unwirkliche Welt und klärt auf, dass Tumak Tumak heißt. Die restliche "Kommunikation" zwischen den Personen im Film besteht aus urzeitlichen Grunzlauten.
Storymässig ist das ganze dann auch so öde wie es klingt. Man guckt 90min lang Urzeitmenschen dazu, wie sie durch die Gegend laufen und sich gegenseitig, oder alternativ Dinosauriern, einen auf die Mütze geben.
Optische Abwechslung bieten zum einen die Urzeitdamen rund um Rachel Welch, die hier ihre erste große Filmrolle hatte. Diese rennen nämlich die Ganze Zeit in knapp geschnittenen Fellbikinis durch die Gegend. Nicht warmhaltent, nicht praktisch - aber hübscn anzusehen. Auch ein Catfight zwischen zwei Urzeitgirls (Blond vs. Brünett) darf natürlich im Programm nicht fehlen.
Neben weiblichen Rundungen sorgen die Stop-Motion Effekte noch für etwas Erheiterung. Nach heutiger Technik sind die ruckeligen Stop-Motion Effekte natürlich total rückständig, versprühen aber dennoch ihren eigenen Charme. Man muss halt bedenken, dass der Film von 1966 ist. 40 Jahre sind in der Tricktechnik eine unendlich lange Zeitspanne. Mit den Stop-Motion Animationen hat man sich wirklich Mühe gegeben. Neben Mensch-Dino Prügeleien gibt es auch Dino-Dino und Flugsaurier-Flugsaurier Auseinandersetzugen. Alles mit viel Liebe umgesetzt (ich möchte nicht wissen wie lang man dafür gebraucht hat).

"Eine Million Jahre vor unserer Zeit" vollständig lesen

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29. 10

Gestern gabs die „Blutnacht 3“ im Saarbrücker Cinestar. Als ersten Film gab es eine Vorpremiere von Severance.
Story: Der Ausflug der Verkaufsabteilung des Rüstungskonzerns „Palisade Defence“ zu einem Teambildungswochenende stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Erst haut der Busfahrer ab, dann muss man auch noch in einer heruntergekommenen Bruchbude übernachten. Noch ungemütlicher wird es allerdings, als sie feststellen müssen, dass es im Wald von Paramilitärs wimmelt, die Ihnen an die Gurgel wollen. So beginnt für die Sechs ein Kampf ums Überleben.

Die Story ist eigentlich eine ziemliche Farce und klärt sich auch nicht wirklich auf, aber darum geht es in Funslashern ja nicht wirklich. Auch ist der Film ziemlich konventionell gestrickt. Die Gruppe hat die üblichen Verdächtigen wie den Drogenfreak, den liebenswürdigen Trottel oder den Klugscheißer. Diesmal sind es allerdings, im Unterschied zu den typischen amerikanischen Genrevertretern, keine Teenager sondern gestandene Geschäftsleute. Ansonsten folgt aber auch Severance dem typischen 10-kleine-Negerlein Prinzip und dezimiert die Gruppe immer weiter.
Allerdings nimmt Severance sich selber dabei alles andere als ernst. Der Film strotzt nur so von schwarzem Humor und gut sitzenden One-Linern.
Nach einiger Filmzeit gesellt sich zum Humor dann der Gore hinzu. Mit Blut wird zwar nicht gespart, aber dadurch, dass der Humor größtenteils im Vordergrund steht, wirkt das ganze gleich weit weniger hart.
In diesen Szenen macht sich ein weiterer Vorteil der älteren Gruppe bemerktbar: Man wird endlich einmal von hysterischem Rumgeheule und total bescheuerten, selbstmörderischen Entscheidungen verschont, wie es normale Teenie-Gruppe ja so gerne tun. Nützt der Gruppe in Severance zwar auch nichts, schont aber die Zuschauernerven ;)

Severance erfindet das Genre nicht neu, er bedient sich Genrekollegen wie Wrong Turn (Böse Männer im Wald) und Hostel (Folterkeller in Osteuropa), wirft kurz einige Blair Witch Bilder ein und schließt mit einer typischen Chicks with Guns (halbnackte Osteuropäerin mit MP) Hommage in Slow-Motion ab. Dazu skurrilen englischen Humor, wie man ihn aus Shaun of the Dead kennt, und fertig ist der 1a unterhaltende Funslasher.

Nach Severance lief in der Blutnacht übrigens noch Braindead. Schon ein ziemlich krankes Stück Film – aber gleichzeitig schon witzig mal auf der großen Leinwand zu sehen.
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25. 10

Story: 1000 Jahre in der Zukunft und am äußersten Rand des Universums lebt eine schreckliche Bedrohung weiter! Wir schreiben das Jahr 3000 a.D.. Ein interstellarer Rettungskreuzer entdeckt auf einer Routinemission ein seit 100 Jahre als vermisst geltendes Transport-Raumschiff. Schon eine saftige Belohnung vor Augen, besteigen Mina, Van Helsing und der Rest der Crew das verlassene Raumschiff, in der Hoffnung noch etwas von seiner Fracht weiterverkaufen zu können. Doch schon bald entdecken sie ein tödliches Geheimnis. Mina findet 50 lange, schwarze Särge und plötzlich verschwindet ein Crew-Mitglied nach dem anderen, bis kein Zweifel mehr besteht: Sie haben einen uralten Fluch wieder zum Leben erweckt. In der Finsternis des Alls sind die blutgierigen Vampire kaum zu besiegen, also bleibt Mina und Van Helsing nur ein einziger, verzweifelter Plan: Sie rasen mit Lichtgeschwindigkeit geradewegs auf die Zwillingssonnen von Halbron zu, in der Hoffnung, dass sie deren Lichtstrahlen errechen bevor alles zu spät ist... (von amazon.de)

Dracula in die Zukunft verlegen, ob das gut gehen kann? Nunja, der Versuch von Dracula 3000 ist auf jeden Fall aufs Übelste gescheitert. Bei diesem Film passt einfach überhaupt nichts zusammen. Als Anfangs das herrenlose Schiff im „Kaparten-System“ entdeckt wird, Ausschnitte aus den Videotagebücher dieses Schiffes eingespielt werden und die Crew beschließt das Schiff zur Erde zu bringen, musste ich unweigerlich an Event Horizon denken. Ich hätte an dieser Stelle wohl auch besser die Dracula DVD durch Event Horizon ersetzt, aber nun gut.
Schon die Charaktere sind die typischen B-Movie Klischees: der coole Captain (Casper Van Dien), die blöde Praktikantin (Alexandra Kamp – allein als ich die gesehen habe war mir klar, das der Film nicht viel sein kann), ein ständig bekiffter Schwarzer (Coolio), ein Schwarzer mit viel Arm und nicht so viel Hirn (Tommy Lister, der macht seine Sache als „Humvee“ eigentlich noch ganz gut), ein Superhirn im Rollstuhl (Grant Swanby) und eine hübsche Schiffschlampe Offizierin (Erika Eleniak). Um den B-Movie Cast komplett zu machen, darf auch Udo Kier als ehemaliger Captain mit ran.
Dieser tolle Cast darf nun 90 Minuten lang durch ein Raumschiff stolpern und tut dies ohne dass der Zuschauer auch nur im Entferntesten gut unterhalten wird.

"Dracula 3000" vollständig lesen

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25. 10


Diesmal lief mal etwas ganz anderes in der Sneak: das japanische Actiondrama Shinobi: Heart under Blade.
Die Shinobi sind besondere Ninja-Krieger: Menschen mit speziellen Fähigkeiten, die im Japan vergangener Tage für ihre Fürsten kämpften. Als allerdings Frieden in das Land einkehrt, werden die Shinobi als Waffen nutzlos und stellen eine Gefahr für den Shogun dar. Aus diesem Grunde überlegt er sich einen Plan, um die Krieger der verfeindeten Shinobi-Clans Koga und Iga gegeneinander auszuspielen.
Er verpflichtet die Clans, ihre jeweils fünf besten Krieger gegeneinander antreten zu lassen. Abhängig vom Sieger wird entweder der eine oder der andere Sohn des Shoguns zum neuen Shogun. Während die besten Krieger beider Clans mit kämpfen beschäftigt sind, möchte der Shogun die Gelegenheit nutzen und die nun schutzlosen Dörfer beider Clans zerstören. Was die ganze Sache verkompliziert ist die Tatsache, dass Oboro, Enkelin der Anführerin der Igas und Gennosuke, Sohn des Anführeres der Kogas, ineinander verliebt sind.


Ein typischer Vertreter des Eastern-Kinos ganz im Stil von "House of Flying Daggers" und ähnlichem. Auch wenn ein Großteil des Sneakpublikum mit dem Film gar nichts anfangen konnte, hat er mir sehr gut gefallen.
Das ganze ist eine etwas seltsame Mischung aus einer Lovestory im Romeo und Julia Style und X-Men Superhelden. Die Kräfte der Shinobi hätten wirklich gut in einen Film des X-Men Universe gepasst. Die Bandbreite jener Fähigkeiten war ziemlich groß: Gestaltenwandel, (beinahe) Unsterblichkeit, tötlicher Atem, Verlangsamung der Zeit (Bullettime für Ninjas *g) und weitere. Die Fähigkeiten kamen in den gut choreografierten Kämpfen natürlich zum Einsatz, umgesetzt durch solide CGI Effekte.
Auch sonst war die optische Umsetzung 1a, die für japanisches Kino typischen überzeugenden Landschaftsaufnahmen und Kamerafahrten konnte man auch hier bewundert. Auch erwähnen sollte man den orchestralen Soundtrack, der wirklich sehr gut zum Film gepasst hat.

Deutscher Kinostart ist, obwohl der Film schon von 2005 ist, erst am 14.12.2006. Freunde des eher ruhigen asiatischen Kinos sollten sich definitiv einen Kinobesuch gönnen.
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17. 10

Montag = Sneaktag. Es lief ... *trommelwirbel* ... eine Komödie :/ Diesmal gab es Nacho Libre mit Jack Black.
Handlung: Mexiko, in den 70ern: Nacho (Jack Black) ist Koch in einem armen Klosterwaisenhaus irgendwo in der Pampa und sein größter Wunsch ist es, ein berühmter Luchador, ein Wrestler zu werden. Als Koch fehlen ihm die Zutaten, die hübsche Nonne Encarnation (Ana de la Reguera) scheint unerreichbar, also sucht sich Nacho eines Tages einen Partner für einen Nachwuchswettbewerb: seine Wahl fällt auf den dürren und abgrundtief häßlichen Esqueleto (Hector Jimenez), doch das neue Dream Team verliert - und verdient trotzdem Geld. Fortan gibt dies Nacho Aufschwung, doch bald meldet sich sein Ehrgeiz - denn Niederlagen tun weh.
Als er im Kloster mit seiner Nebentätigkeit auffliegt, will er es allen und sich beweisen: er will den größten Luchador, Ramses, schlagen...
(von ofdb.de

Beim Aufleuchten des Titels dachte man erst: Cool, ein Jack Black Film kann eigentlich gar nicht so schlecht sein. Ohgott.. noch nie SOO geirrt.
Zu sehen gab es nämlich eine total trashige Mexiko-Komödie, die höchst selten wirklich witzig war. Viele Szenen waren einfach nur so dumm, dass es schon weh tat.
Mehr Worte will ich über den Film gar nicht verlieren. Mit einem halben Kasten Bier im Kopf mag er der totale Hit sein - für jeden nüchternen Menschen allerdings eine pure Qual. So schnell werde ich mir freiwillig keinen Film unter der Regie von Jared Hess mehr ansehen. Den oftmals hoch gelobten Napoleon Dynamite fand ich nämlich auch verdammt öde.

So im nachhinein wird Der Tierisch verrückte Bauernhof immer besser ;)
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14. 10

Hm... "Die Brut des Bösen"... Typisches Pest Best Entertainment Billig-Cover, typischer bescheidener deutscher Titel, mal sehen worum es geht… *Hülleumdreh*
Ein Wissenschaftler, der an einem menschlichen Fötus experimentiert, entdeckt eine geniale Methode, die den Fötus in ein paar wenigen Tagen zu einem vollentwickelten Erwachsenen heranreifen lässt. Jedoch macht gerade diese rasante Entwicklung den „Erwachsenen-Fötus“ zu einem mörderischen Psychopathen. Dieser sucht nun nach einer Formel, die sein weiteres schnelles Altern zu verhindern…
Klingt ja schon mal toll… Beim letzten Satz habe übrigens nicht ich vergessen etwas abzutippen, nein, der steht so auf dem DVD Cover ;)
Also: Auf einen schlechten Film einstimmen und ab in den Player mit der DVD.

Aber: HALT. Cover und Covertext tun dem Film eigentlich unrecht. Der Film ist bei weitem nicht so schlecht, wie Coverbild und Titel vermittelt und auch der Covertext gibt eine falsche Vorstellung. Im Original heißt der Film „Embryo“, den Titel hätte man besser beibehalten.
Der Film beschäftigt sich mit der Embryonenforschung und wirft einige moralische Fragen auf. Eigentlich ist es schwierig einen wirklich Bösen im Film zu identifizieren, auch die Motive Victorias, dem „Erwachsenen-Fötus“ (gespielt von Sag niemals Nie Bondgirl Barbara Carrera), sind irgendwie verständlich.
Insgesamt ein recht guter Horrorfilm, dem nur im Mittelteil etwas mehr Spannung gut getan hätte.

Ein riesiger Kritikpunkt ist die DVD Umsetzung: Bild und Ton sind teilweise wirklich nur auf VHS Niveau. Das Bild hat Störstreifen und Flecke, der Ton rauscht. Den 5.1 Upmix hätte man sich sparen können. Auch wenn der Film 30 Jahre alt ist, hätte eine etwas bessere Umsetzung möglich sein sollen - die er auch verdient hätte.
Auch scheint in der deutschen DVD einiges zu fehlen: Die UK-Version läuft ca. 10min länger. Deutlich wird das am Ende: Der Besuch (und Ermordung) der Prostituierten durch Victoria ergibt in dieser Fassung keinen Sinn und wird auch nicht zu Ende geführt – schade.
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10. 10

Wer hätte das gedacht.. eine Komödie in der Sneak :/ Diesmal Die Super-Ex.
Story: Unrelevant... Mit Spoilern drin gibts hier allerdings die komplette Handlung in wenigen Sätzen:
>>>more


Um es kurz zu machen: Verdammt mies. Dabei ist der Film mit Uma Thurman, Luke Wilson und Anna Faris (die aus Scary Movie) eigentlich ganz gut besetzt.
Das hilft bei einem solch miesen Drehbuch aber auch nicht mehr weiter. Der Film ist einfach öde und die paar Gags die er hat sind fast alle schon im Trailer zu sehen. Insgesamt sehr belanglose 90 Minuten voller stereotyper Charaktere.

In der total sinnlosen "Weisser Hai" Szene, in der die Super-Ex einen weissen Hai in eine Wohnung wirft, damit dieser Matt frisst / sein bestes Stück abbeist habe ich mich echt gefragt "Warum tust du dir das an...?". Die Szene ist in meinen Augen heisser Anwärter auf den Titel "Sinnloseste CGI Sequenz der letzten Zeit".

Falls sich jemand wirklich den Trailer ansehen will: http://diesuperex.kinowelt.de - ich hatte keine Lust wertvolle Bandbreite an einen Upload zu verschwenden ;)
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