27. 06

Eine erfrischende, schwarze, britische Komödie über ein Thema, dass eigentlich gar nicht so witzig ist: Eine Beerdigung.

Eigentlich keine große Sache: Heute soll die Trauerfeier für Daniels verstorbenen Vater stattfinden – aber alles läuft ganz anders als geplant. Angefangen damit, dass der zuerst gebrachte Sarg die „falsche“ Leiche enthält, dass Daniels Bruder sein Geld für ein erster Klasse Flugticket ausgegeben hat und nun die hälfte der Beerdigungskosten nicht mehr zahlen will/kann, dass ein kleinwüchsiger Freund seines Vater prekäre Details ans Tageslicht bringt bis hin zu dem Umstand, dass der Verlobte seiner Cousine versehentlich Drogen genommen hat, und so auf seinem ganz privaten Drogentrip während der Beerdigung ist. Definitiv keine Trauerfeier wie jede andere.

Eine Beerdigungskomödie, kann so etwas gut gehen? Jop, kann es :) Herausgekommen ist eine sehr schwarze, britische Komödie die grandios zu unterhalten weiß. Der Plot ist simpel, die Schauspieler meist unbekannt – macht aber ganz und gar nichts, wenn die Gags sitzen.

"Sterben für Anfänger" vollständig lesen

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27. 06

The Flying Scotsman erzählt die Lebensgeschichte des Schotten Graeme Obree:
Graeme ist in seiner Jugend ein Außenseiter und entdeckt durch ein Weihnachtsgeschenk seiner Eltern den Spaß am Fahrradfahren. Auch als Erwachsener hat Graeme es nicht einfach. Sein Fahrradgeschäft muss er schließen und er tingelt als Fahrradkurier durch die Gegend, nimmt aber nebenher erfolgreich an lokalen Straßenrennen teil. Auf einer seiner Kurierfahrten entdeckt er eine neue Sitzposition, die ihm höhere Geschwindigkeiten erlaubt und beschließt, den schon seit mehreren Jahren bestehenden Bahnrad-Stunden-Weltrekord zu knacken. Für diesen Zweck zimmert er sich selber ein Rad zusammen, von dem er sich den nötigen Erfolg erhofft. Der erste Rekordversuch scheitert zwar, der zweite, nur 20 Stunden später, gelingt aber. Allerdings gerät Obree ins Visier der Funktionäre, denen der Underdog mit der „hässlichen“ Sitzposition auf seinem eigenwilligen Rad ein Dorn im Auge ist.

Eigentlich ein typisches Underdog Biopic. Junger, unbekannter Schotte kommt aus dem Nichts, bringt ein Fahrrad aus Schrott und Waschmaschinenteilen mit und knackt den Stundenweltrekord im Bahnradfahren.
Allerdings wird das ganze recht überzeugend auf die Leinwand gebracht. Nicht allzu viel Pathos, nicht allzu viel Leerlauf. Die Erfolge werden ausführlich geschildert, die Tiefen wie Depression und Alkohol auch angerissen. Das eine Lebensverfilmung nicht mit unglaublicher Action und Spannung aufwarten kann, sollte klar sein.
Schön, dass der „böse“ Funktionär Deutscher war, schon lang keinen Film mit bösen Deutschen mehr gesehen ;)

"The Flying Scotsman" vollständig lesen

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17. 06

Bis jetzt war mir Walter Moers ja nur durch Comic und Film in Form des „kleinen Arschloch“ und „Adolf“, welche beide nicht so wirklich mein Verständnis von Humor treffen, bekannt Etwas überrascht war ich, als ich erfuhrt, dass er auch „normale“ Bücher schreibt, die sogar ganz gut sein sollen. Probieren geht über studieren – also habe ich mir mal „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ zugelegt.

Story: Ein Blaubär entführt die Leser in die Welt Zamonien, wo die Intelligenz eine übertragbare Krankheit ist und die Sandstürme viereckig sind, wo hinter jeder Idylle eine tödliche Gefahr lauert und all jene Wesen hausen, die aus unseren alltäglichen Leben verbannt sind. Er begegnet Zwergpiraten, Klabautergeistern, Tratschwellen, der Berghutze Fredda oder Stollentrollen, durchstreift Zamonien von den Finsterbergen über die Süße Wüste bis Atlantis.

Eigentlich kennt man den Blaubär ja eher aus dem Fernsehen, in Form von Kindergeschichten bei der Sendung mit der Maus, weshalb ich Anfangs etwas skeptisch gegenüber dem Buch war. Im Nachhinein lässt sich aber festhalten, dass der Käptn weniger Kinderbuch als Märchen für Erwachsene ist. Moers erschafft eine komplette Welt, vergleichbar mit der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Auch bei Moers gibt es die seltsamsten und skurrilsten Kreaturen, denen der Blaubär auf seiner Reise durch Zamonien begegnet.

"Walter Moers - Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär" vollständig lesen

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16. 06

Ich habe mir heute mal die Mühe gemacht, so gut wie alle um mich rum stehenden Bücher in meinen LibraryThing-Account einzutragen.

Da ich gerne die richtigen Cover (also die, die ich auch hier habe) im Listing haben wollte, war das leider auch mit relativ viel Scanarbeit verbunden. Vor allem zu den alten Bücher gabs oft kein Cover mehr.

Nunja, immerhin weiß ich jetzt, dass etwas über 250 Bücher hier um mich herum stehen. Immerhin etwas ;)
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09. 06

Ein seltsames Buch. Story: Jay ruft seinen alten Kumpel Ben zu sich ins Hotelzimmer, weil er unbedingt mit ihm reden muss. Als Ben kommt, eröffnet Jay ihm, dass er den Präsidenten der USA, George W. Buch, ermorden möchte. Ben versuch ihm dies auszureden, aber Jay verteidigt seine Absicht.

So ganz weiß ich immer noch nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Schon der Stil, den Baker für dieses Buch gewählt hat ist etwas ungewöhnlich für einen Roman: Der komplette Roman ist ein Dialog zwischen seinen zwei Hauptfiguren Ben und Jay. Nur einmal kommt kurz eine andere Person, in Form eines Zimmermädchens, ins Spiel, ansonsten geht das Gespräch immer zwischen Ben und Jay hin und her.

Auch das Thema, dass eine der Hauptfiguren George W. Bush ermorden möchte, ist nicht gerade der Standard-Romanstoff. Man kann erwarten, dass Baker diese Story für eine breit angelegte Bushkritik nutzt - und genau das tut er auch. Das Buch ist von 2004, Baker bezieht sich also auf relativ aktuelle Ereignisse, die in Folge der Anschläge des 11.09.01 in der Welt passierten. Allerdings beschränkt der sich nicht nur auf Bush, auch Wolfowitz, Rumsfeld oder Cheney kommen nicht gut weg. Sämtliche Verfehlungen werden angerissen: Zwischenfälle an Kontrollposten, ungerechtfertigte Bombardements oder die Gefangenenfotos von Abu Ghraib, alles wird von Baker verwendet. Allerdings beschränkt er sich nicht nur auf kriegerische Missstände, er regt sich auch über die Hässlichkeit von Wal-Mart Filialen auf und geißelt die Abtreibung. Es wird deutlich: Dieser Mann hält vom momentanen Amerika nicht wirklich viel.

"Nicholson Baker - Checkpoint" vollständig lesen

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09. 06

Allein der Titel verrät wohl schon, dass es sich hier nicht gerade um tiefsinniges Kino für die Intellektuellen unter uns handelt ;) Schon die „Story“ ist etwas abstrus, ich zitiere einfach mal teilweise den Pressetext von Atomik Films:
Eine Welt ganz nahe neben der unseren: Mexikanische Wrestler sind nationale Helden, blutdurstige Zombies machen die Vorstädte unsicher und maskierte Strandschönheiten sonnen sich während eines Schneesturms. Ein rebellischer Wrestler namens Tiki möchte Zombies in eine stählerne Kampfarena stellen und sie gegeneinander antreten lassen. Drei weitere Wrestler, Ulysses, Mercedes und Blue Saint, wollen das verhindern und stoßen dabei auf eine noch viel größere Bedrohung: Immer wieder passieren mysteriöse Massaker, die auf das Konto von Zombie King, Ulysses Erzfeind, zurückzuführen sind.

Wir bekommen also ein etwas groteskes Setting mit Wrestlern gegen Zombies geboten. Zu viel sollte man aber nicht erwarten, denn wir reden hier von einer Independent Produktion, alles kommt doch arg trashig rüber.

"Zombie King and the Legion of Doom" vollständig lesen

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07. 06

Der neue Film der "Shaun of the Dead" Leute :)

Story: Nicholas Angel ist wohl der beste Cop Londons, allerdings ist er seinen Vorgesetzten zu gut. Deshalb wird er in das Provinznest Sandford, wo eigentlich gar nichts passiert. Allerdings mehren sich tödliche Unfällen, die in Angels Augen eindeutig Morde waren. Es macht sich also daran, dass ganze genauer zu Untersuchen, obwohl er dabei nicht gerade auf viel Unterstützung stößt.

Frische, unterhaltsame Cop-Film Hommage ganz im Stil von Shaun of the Dead. Der Film schafft es Humor mit Story und ausreichender Charakterzeichnung zu verbinden. Das ganze beginnt recht dialoglastig, aber selbst hier wird genug Wortwitz im britischen Style eingestreut, um den Zuschauer sehr gut zu unterhalten. Auch sitzt fast jeder Joke - Humor funktioniert also auch ohne extreme platte Gags und Fäkalhumor. Gegen Ende bedient man sich dann dem typischen Cop-Actionfilm ala Bad Boys und lässt Angel auch mal etwas richtige Action erleben.

Zwischendrin werden noch einige Gore-Einlagen eingestreut, die Morde sind teils schon etwas blutig (vor allem die Kirchturmaktion), auch hier bleibt sich Regisseur Edgar Wright.

Fazit: Sehenswerter Film mit erfrischend anderem Humor, unbedingt ansehen wär schon bei Shaun of the Dead seinen Spaß hatte (und sich nicht am bescheuerten deutschen Zusatztitel "Zwei abgewichste Profis" stören lassen).
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02. 06

Eigentlich wollte ich ja nur eine kleine Tour mit dem Rad machen, um nicht ganz unttätig den ganzen Tag rumzusitzen.
Aber irgendwie wurde das Ganze wieder länger als geplant, was vorallem damit zu tun hatte, das ich größtenteils mal wieder nicht wusste wo ich überhaupt rauskomme ;)

[slpicture]kP34Fbc[/slpicture]
ganz groß

Dieser komischer Schlenker in Erbringen führte hoch auf den "Höhen-Panoramaweg" - wobei ich mir diesen Schlenker lieber erspart hätte. Das "Höhen" trägt er zu Recht im Namen, der Aufstieg war schon etwas anstrengend. Das frustrierende: Ich bin eindeutig zu spät auf den Weg hoch gefahren, denn kurz hinter Erbringen ging es auch schon direkt wieder runter... *grummel*. Im Profil sieht das dann auch etwas sinnlos aus:



Auch der Rückweg war dann anstrengender als gewollt... Ich dachte "Fahr dem Dillingen Schild nach, dass ist bestimmt der kürzeste Weg". Leider führte dieser Weg erst hoch nach Düppenweiler *grummel*.

Nächstes mal plan ich vorher wo ich hin fahren will ;)

Daten laut Kilometerzähler:
Gesamt: 34.00km
Schnitt: 21.53km/h
Fahrzeit: 1:34:44
Max: 47.7 km/h
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