17. 06
Story: Ein Blaubär entführt die Leser in die Welt Zamonien, wo die Intelligenz eine übertragbare Krankheit ist und die Sandstürme viereckig sind, wo hinter jeder Idylle eine tödliche Gefahr lauert und all jene Wesen hausen, die aus unseren alltäglichen Leben verbannt sind. Er begegnet Zwergpiraten, Klabautergeistern, Tratschwellen, der Berghutze Fredda oder Stollentrollen, durchstreift Zamonien von den Finsterbergen über die Süße Wüste bis Atlantis.
Eigentlich kennt man den Blaubär ja eher aus dem Fernsehen, in Form von Kindergeschichten bei der Sendung mit der Maus, weshalb ich Anfangs etwas skeptisch gegenüber dem Buch war. Im Nachhinein lässt sich aber festhalten, dass der Käptn weniger Kinderbuch als Märchen für Erwachsene ist. Moers erschafft eine komplette Welt, vergleichbar mit der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Auch bei Moers gibt es die seltsamsten und skurrilsten Kreaturen, denen der Blaubär auf seiner Reise durch Zamonien begegnet.
"Walter Moers - Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär" vollständig lesen
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16. 06
Ich habe mir heute mal die Mühe gemacht, so gut wie alle um mich rum stehenden Bücher in meinen LibraryThing-Account einzutragen.Da ich gerne die richtigen Cover (also die, die ich auch hier habe) im Listing haben wollte, war das leider auch mit relativ viel Scanarbeit verbunden. Vor allem zu den alten Bücher gabs oft kein Cover mehr.
Nunja, immerhin weiß ich jetzt, dass etwas über 250 Bücher hier um mich herum stehen. Immerhin etwas ;)
09. 06
So ganz weiß ich immer noch nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Schon der Stil, den Baker für dieses Buch gewählt hat ist etwas ungewöhnlich für einen Roman: Der komplette Roman ist ein Dialog zwischen seinen zwei Hauptfiguren Ben und Jay. Nur einmal kommt kurz eine andere Person, in Form eines Zimmermädchens, ins Spiel, ansonsten geht das Gespräch immer zwischen Ben und Jay hin und her.
Auch das Thema, dass eine der Hauptfiguren George W. Bush ermorden möchte, ist nicht gerade der Standard-Romanstoff. Man kann erwarten, dass Baker diese Story für eine breit angelegte Bushkritik nutzt - und genau das tut er auch. Das Buch ist von 2004, Baker bezieht sich also auf relativ aktuelle Ereignisse, die in Folge der Anschläge des 11.09.01 in der Welt passierten. Allerdings beschränkt der sich nicht nur auf Bush, auch Wolfowitz, Rumsfeld oder Cheney kommen nicht gut weg. Sämtliche Verfehlungen werden angerissen: Zwischenfälle an Kontrollposten, ungerechtfertigte Bombardements oder die Gefangenenfotos von Abu Ghraib, alles wird von Baker verwendet. Allerdings beschränkt er sich nicht nur auf kriegerische Missstände, er regt sich auch über die Hässlichkeit von Wal-Mart Filialen auf und geißelt die Abtreibung. Es wird deutlich: Dieser Mann hält vom momentanen Amerika nicht wirklich viel.
"Nicholson Baker - Checkpoint" vollständig lesen
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