10. 11
Bei Psychopath handelt es sich um einen Psychothriller, der diesen Namen wirklich verdient hat, denn hier steht ganz klar die Psyche des Mörders im Vordergrund. In diesem Genre kennt sich Ablow natürlich aus, da er, wie seine Romanfigur Frank Clevenger, Psychater ist.
Da sich der Thriller viel mit der Psyche der Protagonisten beschafft, ist das Tempo etwas geruhsamer als in anderen Thrillern. Auch fehlt stellenweise etwas die Spannung, wenn man sich durch längere Abhandlungen über die Abgründe im Menschen wühlt - trotzdem bleibt das Buch immer interessant.
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10. 11
Bis Blondi auftritt, dauert es allerdings einige Seiten. Degens Roman beginnt damit, dass die Jüdin in einer Gaskammer eines KZ zu Tode kommt. Dann folgt ein langer Exkurs durch die Geschichte, bei dem die komplette Verfolgung der Juden durchgeackert wird, von der ägyptischen und babylonischen Gefangenschaft, über mittelalterliche Judenpogrome bis zum zweiten Weltkrieg - verbunden mit Diskussionen mit Gott.
Erst wenn man diesen, teils philosophisch angehauchten, Teil hinter sich gebracht hat, tritt Blondi als Reinkarnation auf.
"Michael Degen - Blondi" vollständig lesen
Tags für diesen Artikel: michael degen, Sonstiges
10. 11
Doch bei seinem neuen Projekt läuft alles anders. Eine junge Kunststudentin entdeckt ein makaberes unterirdisches Verlies - und eine entführte Familie. Während Stassler selbst in einem seiner Opfer eine Seelenverwandte zu finden glaubt, die ihn auch erotisch ungemein fasziniert...
Totenstarre ist wieder mal ein etwas krankes Buch, vergleichbar mit Jack Ketchums Evil - auch hier gebt es primär um Gewalt, Folter und Sex.
Nykanen erzählt die Story auf zwei Ebenen. Ein Teil der Geschichte ist aus der Ich-Perspektive Stasslers geschrieben, und beschäftigt sich im Detail mit Stasslers Treiben, der andere Teil erzählt aus Sicht eines außen stehenden Erzählers das Handeln der Kunstdozentin Lauren Reed - dass sich die Stränge am Ende treffen sollte jedem klar sein ;)
10. 11
Also Goweli - Der letzte Engel von Gian Carlo Ronelli ist schon etwas seltsam, was man anhand des Klappentextes wohl schon erkennen kann. Das ganze ist arg mystisch und esoterisch angehaucht, und durch die Unglaubwürdigkeit der Story schon mehr Science Fiction als Thriller. Es ist schon starker Tobak was Ronelli im Laufe der Story alles auffährt: Das blutende Grabtuch, Jesus als Mordverdächtiger, künstliche Mikro-Organismen, Zeitreisen, einen FBI-Agenten, der immer sein Tomahawk dabei hat, um Gegnern den Schädel zu spalten usw. Allerdings ist das alles so abwegig, dass man von Anfang an nichts für bare Münze nimmt, und sich einfach unterhalten lässt. So etwas ist mir viel lieber, als wenn Autoren versuchen Realistisch zu sein, dann aber doch irgendwann ins total übertriebene Abdriften wie Dan Brown (nein... ich reg mich jetzt nicht nochmal über Brown auf *g)
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