13. 04
Pik Dame hab ich vor einiger Zeit bei der Lesejury gewonnen und mich mal dazu durchgerungen es auch zu lesen. Ums kurz zu sagen: Ein durch und durch mittelmäßiger Krimi.
Das Buch hat es zu keiner Zeit geschafft, mich wirklich in seinen Bann zu ziehen. Martin als depressiver Kommissar ist nicht wirklich eine Sympathiefigur und auch alle anderen Akteure im Buch taugen nur bedingt als Identifikationsfiguren. Irgendwie besitzt das Buch auch keinerlei Spannungsbogen. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven, Ermittler und Mörderin, erzählt, so dass man als Leser immer schon alles weiß und den Protagonisten immer einen Schritt voraus ist. Die Perspektive wechselt auch relativ oft, teils mitten im Kapitel von einen Abschnitt auf den nächsten, was manchmal für etwas Verwirrung sorgt und auch den Lesefluß bremst.
Dazu kommt, dass sich ein Großteil des Buches auch um diverse private Probleme der Akteure dreht, was mich als Leser in der Breite nicht die Bohne interessiert hat ;) Martin hat mit fast jeder im Roman vorkommenden Frau irgendetwas und auch alle anderen schleppen so ihre privaten Probleme durch die Geschichte. Die eigentliche Ermittlungsarbeit tritt da teilweise in den Hintergrund und lebt von einigen "göttlichen Eingebungen" (bzw Intuition).
Irgendwann hat man sich dann durch das Buch durchgewühlt, denkt "schön, fertig", leg es weg und vergisst recht schnell was man da eigentlich gelesen hat. Für ein gewonnenes Buch OK, Geld würde ich dafür allerdings nicht ausgeben.
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