22. 08

Edward Wozny ist das Wunderkind der New Yorker Finanzszene. Warum ausgerechnet er von einer exzentrischen englischen Adligen beauftragt wird, einen geheimnisvollen mittelalterlichen Codex zu finden, ist ihm ein Rätsel. Je mehr er jedoch in den Bann des mysteriösen Texts gerät, umso heftiger überkommt ihn das beunruhigende Gefühl, Teil eines ausgeklügelten, für ihn aber undurchschaubaren Plans zu sein. Diese Ahnung steigert sich zum nahezu wahnhaften Fiebertraum, als Edward plötzlich zum in der virtuellen Welt eines Computerspiels immer mehr Parallelen zur Legende des Codex entdeckt...

Die Macht des Codex dürfte ein Buch sein, dass man entweder toll oder bescheiden findet. Man sollte nicht mit falschen Erwartungen an das Buch gehen. Auch wenn der Einband es mit Dan Brown vergleicht und es als Thriller ausgibt: Die Macht des Codex ist kein Thriller und erstrecht keine Geschichte im Dan Brown Style. Es gibt keine Verfolgungsjagten, keine Schusswechsel und keine große Action. Es ist viel eher mit dem Club Dumas vergleichbar, auch hier handelt es sich um eine bibliophil angehauchte Detektivgeschichte; und als solche funktioniert der Roman ziemlich gut.

Auch hier wird man, zusammen mit dem Protagonisten, leicht in die Welt der Bücher gezogen (allerdings nicht so ausschweifend wie im Club Dumas), auch hier steht dem Helden eine leicht mysteriöse Frau zur Seite und es geht ebenfalls darum eine alte verschollene Schrift wieder zu finden.

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21. 08

Mexiko: Sonne, Strand, Meer und … Tequila. Nichts anderes haben sich Jeff und Amy, Eric und Stacy für ihren Urlaub erträumt. Die vier Amerikaner faulenzen am Strand von Cancun, als sie einen jungen Deutschen kennen lernen: Matthias. Dessen Bruder ist einer Archäologin zu einer Ausgrabungsstätte in den Dschungel gefolgt und seitdem spurlos verschwunden. Die vier beschließen, Matthias in den Urwald zu begleiten. Doch dieser Ausflug wird für alle ein Weg in die Hölle….

Das Cover von Dickicht spricht von einem Thriller, genauer handelt es sich aber eher um einen leicht phantastischen Horror-Thriller. Ich werde hier jetzt auch mal leicht die Handlung spoilern, weil man ohne recht schwer über das Buch reden kann. Wer also selber rausfinden will, warum der Ausflug zur Hölle wird sollte aufhören zu lesen.

Der Anfang des Buches ist irgendwie recht hölzern. Die Charaktere werden recht lieblos vorgestellt und die Sprache wirkt arg abgehackt. Auch das Zusammentreffen mit Matthias und den Spaniern passiert arg zwischen Tür und Angel. Am Anfang kommt überhaupt kein Flow auf. Allerdings ändert sich dies, wenn die Gruppe erst einmal im Dschungel angelangt ist. Entweder hat man sich dann an den etwas abgehackten Stil gewöhnt oder es wurde wirklich flüssiger – zumindest fällt einem das ganze nicht mehr negativ auch. Der Anfang ist eigentlich auch relativ irrelevant – warum die fünf zusammen im Dschungel sind interessiert nachher eh keinen mehr ;)

"Scott Smith – Dickicht" vollständig lesen

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16. 08

Kaum zu glauben, aber nach Umfragen seriöser Meinungsforschungsinstitute halten mehr als 54% aller Amerikaner die United States Constitution für ein (erfolgloses) Eishockey-Team. Mit anderen Worten: Kaum ein Amerikaner hat seine Verfassung je gelesen. Obwohl sie ihm doch u.a. das Recht einräumt, unwichtige Post ungeöffnet wegzuschmeißen. Dave Barry dagegen kennt die Verfassung. Und er weiß auch, was es mit der amerikanischen Politik insgesamt auf sich hat: Worum ging es bei der Boston Tea Party wirklich? Was ist der Unterschied zwischen einem Chief Secretary und einem Chief Chief Secretary? Wie wird man Präsident? Und was bestimmt die Geschicke der amerikanischen Nation wirklich?

Aufgrund des Klappentextes habe ich ein Buch in der Art der Bücher von Michael Moore erwartet. Moore ist zwar durch und durch subjektiv, polemisch und polarisiert stark, aber wenigstens machen seine Bücher den Eindruck, dass der Mann sich wenigstens mit dem Auskennt über das er flucht.

Die Achse des Blöden ist aber gänzlich anders. Bereits am Anfang des Buches sagt Barry, dass er für diese Buch nicht recherchiert hat. So macht sich das Buch zwar über Irrungen und Wirrungen im amerikanischen System lustig, aber auf einem ziemlich niedrigen und platten Niveau – mehr Holzhammerhumor als böse Satire.

"Dave Barry – Die Achse des Blöden" vollständig lesen

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14. 08

Dexter Morgan arbeitet als Spezialist für Blutanalysen bei der Polizei von Miami. Seiner Neigung, brutale Killer höchstpersönlich aus dem Weg zu räumen, darf er im Moment jedoch nicht frönen. Denn Sergeant Doakes, sein misstrauischer Kollege, hat ihn im Visier. Also versucht sich Dexter als solider Familienvater und kümmert sich um seine Freundin Rita und ihre beiden Kinder. Kurz bevor er vor Langeweile fast durchdreht, wendet sich das Blatt: Ein besonders gefährlicher Serienmörder macht die Straßen von Miami unsicher. Dexter und sein "dunkler Passagier" stürzen sich in den Kampf....

Wenn beim Lesen des Klappentextes ein RTL2 Zuschauer denkt "Alter, Dexter kenn ich, ist voll krasse Serie" - richtig, die Dexter Romane von Jeff Lindsay standen für die Fernsehserie Pate. Dunkler Dämon ist eigentlich das zweite Dexter-Buch (nach Des Todes dunkler Bruder), ist aber auch ohne Lektüre des ersten Teils lesbar (habe ich nämlich gerade gemacht).

Dunkler Dämon lässt sich nur schwer mit anderen Thrillern vergleichen, was vor allem an seinem Hauptprotagonisten liegt. Dexter arbeitet einerseits als Blutanalytiker für die Polizei von Miami, andererseits hat er eine dunkle Seite die dafür sorgt, dass er in seiner Freizeit brutale Verbrecher ihrer "gerechten Strafe" zuführt - eine Art "guter" Serienkiller. Dazu kommt, dass Dexter nicht in der Lage ist menschliche Gefühle zu empfinden und ein extrem zynisches und sarkastisches Weltbild hat. Das alles führt dazu, dass Dunkler Dämon ein interessanter Mix aus sehr schwarzem Humor und Brutalität ist.

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10. 08

Sie sind die berüchtigsten Ungeheuer aller magischen Welten: Die Orks. Doch diese gefräßigen Ungeheuer sind nicht bloß grausam, einfältig und hinterlistig. Manche Orks sind dazu berufen, die Welt zu retten. In geheimer Mission brechen Balbok und Rammar, zwei ungleiche Ork-Brüder, zum sagenumwobenen Eistempel von Shakara auf und setzen Ereignisse in Gang, die ihre Welt bis in den letzten Schlupfwinkel erschüttert.

Orks, Elfen, Zwerge, Menschen – typische Fantasie die Michael Peinkofer in „Die Rückkehr der Orks“ abliefert. Das Buch hat übrigens gar nichts mit „Die Orks“ von Stan Nicholls zu tun, auch wenn der Name das so suggerieren mag. Da hat sich wohl ein schlauer PRler gedacht „Bauen wir das Wort RÜCKKEHR in den Titel ein, dann kaufen die Leute unser Buch weil sie denken es sei die Fortsetzung“. Schlau schlau ;)

Peinkofer hat hier einen recht einfach zu lesenden, anspruchslosen – aber unterhaltsamen – Fantasyroman abgeliefert. Um etwas Humor in die Sache zu bringen, hat Peinkofer den Orks eine gehörige Portion Slapstick verpasst, was sicher nicht jedermanns Sache ist. Balbok als hagerer, für Orkverhältnisse recht schlauer Ork, und Balrok, als fetter besserwisserischer Ork erinnert schon etwas an Dick&Doof. Die ewigen Streitereien der beiden und die Beschimpfungen Balroks als „dummer Ork“ können einem nach einer Zeit schon etwas auf die Nerven gehen.

"Michael Peinkofer - Die Rückkehr der Orks" vollständig lesen

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04. 08

Jamal, ein Strichjunge aus London, hat eine Mini-Disc mit brisanten Informationen gestohlen. Und das ist schlecht für ihn – denn nun ist "Hammer" hinter ihm her, ein brutaler Killer mit einem saphirblauen Schneidezahn, der seine Opfer auf dem Gnadenthron, einem Folterstuhl, zu Tode quält.
Seine Tre3fferquote: 100 Prozent. Unerwartete Hilfe bekommt Jamal von dem ehemaligen Starjournalisten Joe Donovan, der verzweifelt nach seinem spurlos verschwundenen Sohn sucht. Zusammen dringen die beiden in ein Netz des Schreckens vor, vor dem sie sich keine Vorstellung gemacht hatten…

Gekauft habe ich mir den Gnadenthron, weil der Klappentext recht interessant klingt. Allerdings bin ich nun, nach der Lektüre, doch etwas enttäuscht von dem Buch.Waites liefert hier einen dunklen Krimi, bei dem der titelgebende Gnadenthron nur eine kleine Nebenrolle einnimmt und als Schauplatz für eine Folterungsszene dient.

Auf den Stil des Buches muss man sich erst einmal einstellen. Waites nutzt größtenteils extrem kurze und schnörkellose Sätze, aber daran gewöhnt man sich recht schnell. Trotzdem schafft er es, die Charakteren recht detailliert zu zeichnen und einjedem eine Persönlichkeit einzuhauchen.

Was mich aber so gar nicht begeistert konnte, war die  komplexe (und teils etwas verwirrende) Story. Anfangs hat man einige parallele Erzählstränge, die am Ende aber alle recht sauber zusammengeführt werden. Trotzdem konnte mich der Roman nie in seinen Bann ziehen. Zu lange weiß man nicht, woran man eigentlich ist. Alle Storyfäden plätschern zusammenhangslos vor sich hin – Spannung sieht für mich anders aus.

Im Netz bekommt das Buch meist recht gute Kritiken – trotzdem war es nicht so wirklich mein Fall, bestenfalls mittelmäßig.

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02. 08

In Aberystwyth herrschen Angst und Schrecken. Die Druiden haben alle Macht an sich gerissen, Glücksspiel, Prostitution und geheimnisvolle Holzbauten prägen das Stadtbild. Nicht einmal vor der Schule macht das Verbrechen Halt. Immer mehr Schüler fallen heimtückischen Mordanschlägen zum Opfer oder verschwinden spurlos am hellichten Tag. Louie Knight, Aberystwyth's bester und einziger Privatdetektiv, bekommt von alledem nichts mit. Erst als ihn seine Angebetete, die berühmte Waliser Nachtklub-Chanteuse Myfanwy Montez, bittet, nach ihrem vermissten Cousin zu suchen, macht er sich auf, die Wahrheit zu ergründen.

Meist sind die Klappenzitate auf Büchern recht sinnfrei (ala "Bester XYZ seit langem!"), aber bei Aberystwyth Mon Amour passen zwei Zitate sogar mal ganz gut:

Verbindet Monty Pythons Sinn fürs Absurde mit sicherem Gespür für die vertrackte Welt des Noir…
- Guardian

… mischt Satire, Farce, Fantasy und Comic Strip in einer Welt…
- Times Literary Supplement

Malcolm Pryce führt den Leser in seinem Roman in eine recht abstruse walisische Welt. Die Druiden sollte man sich hier nicht als sicheltragende alte Männer vorstellen, sondern es handelt sich um die "herrschende Klasse" in der Stadt. Warum weshalb und wieso erfährt der Leser allerdings nicht.
Allgemein wird man ziemlich ins kalte Wasser geworfen. Der Autor gestattet dem Leser zur sehr zögerlich Einblick in das abstruse soziale Geflecht des Ortes.

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01. 08

Bei trnd.com registriert bin ich schon ewig, hab aber nie eine Projekteinladung erhalten. Nachdem mein Bruder so tolle Sachen wie Zahnpaste und Scheuermilch ausprobieren durfte, hab ich mein Profil dort mal auf Vordermann gebracht. SIehe da: Dann gibt es auch mal eine Projekteinladung – und gleich was "passendes" ;)

SANY0374Zum testen gibt es Bier, genauer etwas von Schöfferhofer – eine Kiste Schöfferhofer Eis-Kristall.

Bezüglich Weizen, welches man aus Flaschen trinken kann/soll und das dann auch noch in 0.33l Flaschen kommt bin ich ja doch etwas skeptisch.. aber mal testen ;)

Das Bier steht kalt – heute Abend mal probieren wie sich dieses "eisgebraute Weizen" so schlägt.

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