05. 09
Die Uhr tickt für Claudia, Tommy und Karl, die sich völlig fremd sind und doch eins gemeinsam haben: Sie sind im Aufzug eines Mietshauses stecken geblieben – ohne Aussicht auf baldige rettung aus dem nahezu verlassenen Gebäude. Ihre Rettungsversuche scheitern. Und die immer knapper werdende Luft und der enge Raum lassen langsam Panik aufkeimen. Als sich herausstellt, dass einer der drei ein psychopatischer Serienkiller ist, entwickelt sich die ohnehin schon kritische Lage zu einem lebensbedrohlichen Alptraum…
Irgendwie kam mir die Beschreibung des Filmes doch ARG bekannt vor. Nach dem Vorspann war klar das ich richtig vermutet habe: Black Out ist die Verfilmung von Panik.
So mittelmäßig wie das Buch ist aber auch der Film. Vom Stil her ist man relativ nahe am Buch. Auch hier werden die drei im Fahrstuhl eingesperrt und die "Handlung" im Fahrstuhl wird immer wieder von Rückblenden und Gedanken der drei eingesperrten unterbrochen. Allerdings sind die Szenen im Film teils genauso öde wie im Buch ;)
Auch die Charaktere wurden ungefähr aus dem Buch übernommen, nur Claudias Erzählstrang hat etwas mehr "Dramatik" vor dem Fahrstuhlproblem spendiert bekommen – was allerdings den Film auch nicht aufwertet.
Was total geändert wurde ist der Schluss. Was im Buch in einer ziemlich übertriebenen und unglaubwürdigen Erklärung endetet wird hier ganz konventionell zu Ende geführt. Eigentlich schade, das abgedrehte Ende hätte den öden Film vielleicht noch etwas aufgewertet.
So bleibt es ein konventioneller, recht öder "Leute bleiben im Aufzug stecken" Film mit etwas expliziter Gewalt und einigen netten Kamerafahrten durch den Tunnelschacht – aber nichts was man sehen müsste.


