13. 02
Die Figur des Sherlock Holmes dürfte so ziemlich jedem bekannt sein. Mit dem brillianten Meisterdetektiv mit Pfeife ist es Sir Arthur Conan Doyle wirklich gelungen, einen Charakter zu erfinden, der über Jahrhunderte hinweg bekannt blieb.
Nun hat Holmes, unter Regie von Guy Ritchie, der uns sowohl mit guten als auch mit weniger guten Filmen bedacht hat, den Sprung auf die moderne Kinoleinwand geschafft – und das gar nicht mal schlecht.
Allerdings darf man nicht mit dem Anspruch in den Film gehen, einen Holmes wie in den Originalbüchern zu Gesicht zu bekommen. Wo der literarische Holmes seine Fälle eher ganz ruhig und besonnen mit Pfeife am heimischen Kamin durch scharfe Schlussfolgerungen löst, ist der Homes dieser Verfilmung eher etwas der James Bond der Jahrhundertwende. Es geht alles etwas actionreicher zur Sache, es darf sich geprügelt werden – auch mal in Fight-Club-Manier – und auch Dr. Watson ist nicht nur die analytische rechte Hand sondern darf auch mal feste hinlangen. Allerdings wurde eine gute Mischung gefunden, die gezeigte Action ist nicht total übertrieben sondern gut dosiert. Seien wir ehrlich: Holmes 90 Minuten beim Rauchen und Schlussfolgern zuzusehen wäre fürs Kino auch etwas arg langweilig geworden…
07. 02
Frankreich, Anfang der 70er-Jahre, ein verlassenes Industriegelände. Keine Menschenseele ist zu sehen, als sich die zehnjährige Julie schreiend und blutend durch die staubigen Straßen schleppt, dem Wahnsinn nahe, auf der Flucht vor unbekannten Peinigern. Als sie endlich aufgefunden wird, weist ihr geschundener Körper die Merkmale monatelanger Entbehrungen auf, aber keinerlei Anzeichen sexueller Gewalt. Das Mädchen wird in ein Krankenhaus eingewiesen. Täter und Motiv bleiben im Dunkeln. 15 Jahre später klingelt es an der Tür einer vierköpfigen Familie. Als der Herr des Hauses öffnet, sieht er sich Julie gegenüber – und dem todbringenden Lauf eines Jagdgewehrs.
Martyrs ist ein weiterer Vertreter des französischen Explonation-Kinos, weniger Horror als brutaler Psycho-Thriller.
Wie ach so oft beginnt das Ganze in der Vergangenheit. Mädchen werden in einem Keller gefangen und gefoltert, können aber fliehen. Etliche Jahre später macht eine davon die dafür verantwortlichen Personen ausfindig. Der Film präsentiert uns diese Familie zuerst als ganz normale Durchschnittsfamilie mit den üblichen Familienstreitigkeiten etc. Dieses Idyll erweist sich aber als Schein, denn eben diese normalen Eltern sind für die Folterungen verantwortlich.
Der “Besuch” des ehemaligen Folteropfers mit Jagdgewehr wird in einer selten gezeigten Kaltschnäuzigkeit dargestellt. Egal ob Junge oder Mädchen, Vater oder Mutter, Mitleid ist bei Rachegedanken fehl am Platze, und so findet die ganze Familie recht blutig den Tod. Danach gibt es noch ein paar Einflüsse des Asia-Horros zu sehen, denn das “Ding” welches noch für einigen Ärger sorgt hätte 1a aus The Ring und Co entsprungen sein ;)
"Martyrs – Foltern aus Suche nach Erleuchtung" vollständig lesen


