30. 04
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| Titel: | Blind |
| Autor: | Joe Hill |
| ISBN: | 3453565126 |
| Verlag: | Heyne |
| Seitenzahl: | 432 |
| Preis: | EUR 8,95 |
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Der Rockstar Judas Coyne erwirbt über das Internet einen Geist. Was als vermeintlicher Spaß beginnt, wird bald zum Horrortrip auf der Straße des Todes.
Judas Coyne ist auch nicht der typische Romanheld. Er ist Rockstar, nicht grad ein Charmeur vor dem Herrn und sammelt makabere Dinge. Als sein Assistent auf Ebay den Geist eines kürzlich Verstorbenen entdeckt, zögert Coyne nicht lange und schlägt zu. Was er hier noch nicht wusste ist, dass der Geist im folgenden nach seinem Leben und das seiner jetzigen Freundin trachtet.
So darf der Leser mal einem Anti-Helden zusehen, wie er von einem Geist gejagt wird – und das nicht immer ganz unblutig. Hill schafft es trotzdem, dass die Story (von dem Geist abgesehen) recht glaubhaft rüberkommt. Das liegt vor allem daran, dass die Personen ausnahmsweise mal halbwegs glaubhaft und realistisch handeln, da ist man aus dem Genre ja oftmals anderes gewöhnt. Auch bleiben die Charaktere nicht total flache Abziehbilder. Da das Buch mit sehr wenigen Charakteren auskommt, bleibt zwischendrin immer wieder genug Zeit, etwas über Vorgeschichte und Hintergründe der Hauptakteure zu berichten.
21. 04
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| Titel: | Coma |
| Autor: | John Niven |
| ISBN: | 3453675770 |
| Verlag: | Heyne |
| Seitenzahl: | 400 |
| Preis: | EUR 12,00 |
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Ein ganz spezielles Brüderpaar. Gary ist ein untalentierter Golfer, Lee ein untalentierter Gangster. Der eine wird von einem Golfball am Kopf getroffen und fällt ins Koma. Als er erwacht, spürt er den Drang zur öffentlichen Masturbation und leidet am Tourette Syndrom. Aber er kann plötzlich Golf spielen. Der andere soll eine unschuldige Frau töten, um seine Schulden zu begleichen. Als sich die Wege der beiden kreuzen, kann das nichts Gutes bedeuten.
Mein Interesse für John Nivens Coma wurde durch der Klappentext geweckt, denn das ganze klang schon etwas grotesk. Nach dem Lesen muss ich sagen: Bereut habe ich den Kauf ganz sicher nicht.
Allerdings darf man nicht mit falschen Erwartungen an das Buch herangehen. Es ist oft unter Krimi/Thriller einsortiert – ein solcher ist es aber absolut nicht. Es handelt sich mehr um eine Erzählung rund um Golf, Amateure, Mafia und Frauen. Das es bei Heyne unter der “Hardcore Reihe” erschienen ist, verdankt das Buch sicher nicht übertriebener Gewalt, sondern eher der Teils derben Wortwahl. Vor allem nachdem Gary vom Golfball getroffen wurde, und unter Tourette-Anfällen leidet, kommt wohl fast keine Seite ohne Ficken, Arsch, Titten, Möpse usw aus. Sonst ist das Buch aber zahm, und passt nicht wirklich zu anderen Vertretern der Hardcore Reihe.
14. 04
Nach Watchmen und 300 mal wieder etwas neues von Zack Snyder: Sucker Punch. Hierbei handelt es sich aber mal ausnahmsweise um keine Comicverfilmung, sondern um eine Eigenkreation von Sneyder – auch wenn das ganze von Story und Optik her durchaus als Comicverfilmung durchgehen würde.
Story…. nunja…. das ist so eine Sache bei Sucker Punch… wirklich sinnvoll oder gehaltvoll ist die nämlich so ganz und gar nicht. Alles beginnt damit, dass "Baby Dolls" Mutter stirbt. Ihr Stiefvater, der Baby Doll und ihre Schwester augenscheinlich schon in der Vergangenheit missbraucht hat, gerät über den Umstand in Rage, dass er beim Erbe leer ausgehen soll. Die darauf folgende Auseinandersetzung zwischen Stiefvater und Töchtern führt dazu, dass Baby Dolls Schwester durch einen Irrläufer aus Baby Dolls Waffe ums Leben kommt, und Baby Doll selber daraufhin von ihrem Stiefvater in eine Nervenheilanstalt eingewiesen wird.
So weit so normal – allerdings beginnt sich der Film nun von den normalen Genrefaden abzuwenden. In Baby Dolls Welt wird die Heilanstalt zu einer Art Moulin Rouge, Doktoren zu Tanzlehrern, Aufseher zu Zuhältern und Baby Doll muss für Kunden tanzen. Während sie – den Reaktionen der Zuschauern nach – überragend tanzt, gleitet sie in eine weitere Traumwelt hinab. Hier gibt Scott Glenn – als eine Art David Carradine Verschnitt aus Kill Bill – Aufträge und Tipps zur Flucht aus der Anstalt. Die Szenen aus diesen Traumwelten sind die Szenen, die einem höchstwarscheinlich aus dem Trailer in Erinnerung geblieben sind. Hier verzichtet Sneyder auf jegliche realistischen Szenarien und lässt es richtig krachen.
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