21. 07
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Orwell beschreibt eine ziemlich dustere Utopie (oder einfacher: eine Dystopie, nur kennt das Wort fast keiner ;)). Totale Überwachung, der "Grosse Bruder", als rein medial auftretendes Oberhaupt, in einer gottähnlichen Stellung, geschützt von der Partei. (Wer Equilibrium gesehen hat, dürfte eine schöne Vorstellung davon haben, wie eine solche Herrschaft aussieht, denn die politische Situation in Equilibrium scheint 1:1 von Orwell übernommen worden zu sein). Krieg eigentlich nur als Selbstzweck von Regierungen, um das Volk zu kontrollieren. Verbot von freiem Denken, Verbot von Liebe, Kontrolle und Veränderung der Vergangenheit durch die Partei.
Was einerseits wie eine düstere Zukunftsaussicht wirkt, kann angesichts des Veröffentlichesjahres auch als Rückblick auf die Zeit der Weltkriege gesehen werden oder auch als Warnung vor der "Gefahr" durch den Kommunismus. Dieser weite Interpretationshorizont führt wohl auch dazu, dass 1984 beliebte Schullektüre ist ;)
Allerdings kann man die ganze Interpretation auch sein lassen, das Buch selber ist auch als Unterhaltungslektüre gut zu gebrauchen.
Tags für diesen Artikel: George Orwell, scifi



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