30. 10

Story: Urzeitmensch Tumak (John Richardson) muss nach verlorenem Stammes- und Familienzwist ums Überleben kämpfen, begegnet dabei Weibchen Loana (Raquel Welch) im klasse sitzenden Fellbikini, die ihm beim Überlebenskampf Gesellschaft leistet.

Endlich mal ein Film, bei dem sich die Story in genau einen Satz fassen lässt :) Mehr gibt es echt nicht. Es ist auch nicht so einfach in diesem Film wirklich Story einzubringen, denn die einzig verständlichen Worte kommen von einem Erzähler. Dieser beschreibt Anfangs die unwirkliche Welt und klärt auf, dass Tumak Tumak heißt. Die restliche "Kommunikation" zwischen den Personen im Film besteht aus urzeitlichen Grunzlauten.
Storymässig ist das ganze dann auch so öde wie es klingt. Man guckt 90min lang Urzeitmenschen dazu, wie sie durch die Gegend laufen und sich gegenseitig, oder alternativ Dinosauriern, einen auf die Mütze geben.
Optische Abwechslung bieten zum einen die Urzeitdamen rund um Rachel Welch, die hier ihre erste große Filmrolle hatte. Diese rennen nämlich die Ganze Zeit in knapp geschnittenen Fellbikinis durch die Gegend. Nicht warmhaltent, nicht praktisch - aber hübscn anzusehen. Auch ein Catfight zwischen zwei Urzeitgirls (Blond vs. Brünett) darf natürlich im Programm nicht fehlen.
Neben weiblichen Rundungen sorgen die Stop-Motion Effekte noch für etwas Erheiterung. Nach heutiger Technik sind die ruckeligen Stop-Motion Effekte natürlich total rückständig, versprühen aber dennoch ihren eigenen Charme. Man muss halt bedenken, dass der Film von 1966 ist. 40 Jahre sind in der Tricktechnik eine unendlich lange Zeitspanne. Mit den Stop-Motion Animationen hat man sich wirklich Mühe gegeben. Neben Mensch-Dino Prügeleien gibt es auch Dino-Dino und Flugsaurier-Flugsaurier Auseinandersetzugen. Alles mit viel Liebe umgesetzt (ich möchte nicht wissen wie lang man dafür gebraucht hat).

Trotzdem können weibliche Körper und Dinosaurier nicht drüber hinwegtäuschen, dass der Film ziemlich öde ist. Tumak läuft von A nach B, hat Auseinandersetzung mit Dinosaurier, läuft nach C, hat Auseinandersetzung mit anderen Urzeitmenschen usw. Für 90 Minuten Film ist das einfach zu wenig.
Urzeitmädels und Stop-Motion versprüht einen Trash-Charme, dass mag für Freunde dieser zwei Dinge genug sein. Alle anderen sollten den Film lieber links liegen lassen.

Das Bild der deutschen DVD ist, im Anbetracht des Alter des Filmes, ganz OK. Ab und an rauschen einfarbige Flächen, aber das lässt sich verkraften. Der deutsche Ton ist, alterstypisch, nur Mono. Die englische Spur liegt in Stereo vor und klingt allgemein sauberer. Da bei dem Film eh so gut wie nicht gesprochen wird, rate ich jedem zur englischen Spur.
Das "Extramaterial" ist ziemlich enttäuschend: Ein Trailer und ein paar Bildvergleiche der verschiedenen Restaurationsfassungen. Brauch kein Mensch...
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Aufgenommen: Nov 18, 15:11

Kommentare

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Ich finde Film "Eine Million Jahre vor unsere Zeit" sehr gut. Das ist ein Kunstwerk. Vor allem, sind in diesem Film die Effekte nicht ein Ziel. Es geht um die Liebe. Mann soll einbischen Romantiker sein, um diesen Film zu verstehen...
#1 Anonym am 02.05.2008 20:11 (Antwort)

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