01. 11

Story: Zu einer Zeit, als die Yuan, eine starke Mongolenarmee, über China herrscht, lernen sich die Kinder Sullie und Jinha kennen. Sullie ist die Tochter eines mächtigen Mongolenführers, während Jinha aufgrund seiner armen Herkunft gar keinen Nachnamen besitzt. Er kennt nicht mal seine Eltern, die gestorben sind, als er noch ein Baby war. Die Kinder wachsen gemeinsam auf und mit der Zeit verlieben sie sich ineinander. Doch als Sullies Vater seine Tochter nach Korea mitnimmt, bricht für die Liebenden eine Welt zusammen. Zudem erfährt Jinha unter tragischen Umständen von seiner wahren Herkunft - er ist der letzte lebende Nachkomme der Familie Yu, einer berühmten Schwertkämpfer-Dynastie. Getrieben durch die Sehnsucht nach seiner Geliebten und dem Ruf nach Vergeltung, begibt sich Jinha auf die Reise nach Sullies Aufenthaltsort. Als Jinha dort erfährt, wer seine Familie ermordet hat, laufen seine Gefühle Amok: Im Geflecht aus Rache, Mord, Machtintrigen und Verrat droht die Liebe zu ersticken...und mit jeder neuen Bedrohung scheint ein Zusammenkommen von Sullie und Jinha immer unmöglicher. (von amazon.de)

[ofdb film="12125]Bichunmoo[/ofdb] ist Romeo und Julia in swordsplay Atmosphäre. Leider bleibt der Film doch deutlich hinter vergleichbaren asiatischen Filmen zurück.
Der Film dauert fast zwei Stunden, aber trotzdem reicht diese Zeit nicht aus um die Story verständlich zu erzählen. Die Geschichte wird unnötig verworren erzählt und manche Dinge erfährt man einfach überhaupt nicht. Ein Buch spielt eine so wichtige Rolle, dass laufend deswegen Kriege begonnen wurden. Nur leider erfährt der Zuschauer nie, was es mit diesem Buch auf sich hat. Auch klafft zwischendrin einfach mal ein zehnjähriges Plotloch. Plötzlich hat Jinha einen Sohn, gehört einer Anti-Mongolen Bewegung an und wird von schwarzen Schwertkämpfern begleitet. Wie es dazu kam oder wer die schwarzen Schwertkämpfer sind erfährt man leider auch nie. Der Zusammenhang der allerersten Filmkampfszene zum Rest des Filmes hat sich mir leider ebenfalls nie erschlossen. Alles äußerst konfus und unbefriedigend.
Auch die Kampfszenen sind nicht wirklich überzeugend. Der Einsatz von Special Effekts ist zwar begrenzt, da nur Jinha einen besonderen Angriff, eine Art „Luftdruckattacke“, beherrscht, welcher als SFX erstellt wurde. Es wäre also viel Raum für gut choreographierte Schwertkämpfe gewesen. Leider sind die Kämpfe so schnell und hektisch geschnitten, dass man wieder so gut wie gar nichts erkennt. Dafür gibt es zu jeder zweiten Bewegung einen trashigen *wusch* Soundeffekt ;) Schade, Chance vertan. Auch sind die Kämpfe meist mit Hardrock Musik unterlegt, die überhaupt gar nicht zum restlichen atmosphärischen Soundtrack des Filmes passen mag.

Zusammenfassend muss man sagen, dass Bichunmoo wirklich nur mittelmäßiges asiatisches Kino ist. Er kommt in Sachen Story, Kämpfe, Optik oder Atmosphäre zu keiner Zeit an Vertreter wie Hero oder Tiger & Dragon heran. Wirklich nur für Fans, die sonst schon alle asiatischen Swordsplay-Filme gesehen hab.

Die [amazon asin="B0002CDH38"]deutsche DVD[/amazon] wartet mit einem wirklich guten Bild auf. Der deutsche Ton (5.1 und 2.0) ist ein zweischneidiges Schwert. In Sachen Dynamik und Abmischung ist die Spur gut, allerdings sind manche Synchronsprecher eine ziemliche Fehlbesetzung. Ich war kurz davor, auf die koreanische Tonspur (5.1) zu wechseln und den Film mit Untertiteln zu gucken.
Die Extra sind wieder einmal lächerlich: Trailer, Musikvideo unterlegt mit Bilden aus dem Film und ein kurzes TV Special, welches einige (sehr) wenige Szenen vom Dreh zeigt.
Das interessanteste an der Scheibe ist vielleicht die FSK12 Freigabe. Nicht das Bichunmoo extrem brutal wäre, aber einige blutige Szenen hätten in meinen Augen doch eine FSK16 Freigabe nach sich ziehen müssen.
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