01. 11
Bichunmoo ist Romeo und Julia in swordsplay Atmosphäre. Leider bleibt der Film doch deutlich hinter vergleichbaren asiatischen Filmen zurück.
Der Film dauert fast zwei Stunden, aber trotzdem reicht diese Zeit nicht aus um die Story verständlich zu erzählen. Die Geschichte wird unnötig verworren erzählt und manche Dinge erfährt man einfach überhaupt nicht. Ein Buch spielt eine so wichtige Rolle, dass laufend deswegen Kriege begonnen wurden. Nur leider erfährt der Zuschauer nie, was es mit diesem Buch auf sich hat. Auch klafft zwischendrin einfach mal ein zehnjähriges Plotloch. Plötzlich hat Jinha einen Sohn, gehört einer Anti-Mongolen Bewegung an und wird von schwarzen Schwertkämpfern begleitet. Wie es dazu kam oder wer die schwarzen Schwertkämpfer sind erfährt man leider auch nie. Der Zusammenhang der allerersten Filmkampfszene zum Rest des Filmes hat sich mir leider ebenfalls nie erschlossen. Alles äußerst konfus und unbefriedigend.
Zusammenfassend muss man sagen, dass Bichunmoo wirklich nur mittelmäßiges asiatisches Kino ist. Er kommt in Sachen Story, Kämpfe, Optik oder Atmosphäre zu keiner Zeit an Vertreter wie Hero oder Tiger & Dragon heran. Wirklich nur für Fans, die sonst schon alle asiatischen Swordsplay-Filme gesehen hab.
Die deutsche DVD wartet mit einem wirklich guten Bild auf. Der deutsche Ton (5.1 und 2.0) ist ein zweischneidiges Schwert. In Sachen Dynamik und Abmischung ist die Spur gut, allerdings sind manche Synchronsprecher eine ziemliche Fehlbesetzung. Ich war kurz davor, auf die koreanische Tonspur (5.1) zu wechseln und den Film mit Untertiteln zu gucken.
Die Extra sind wieder einmal lächerlich: Trailer, Musikvideo unterlegt mit Bilden aus dem Film und ein kurzes TV Special, welches einige (sehr) wenige Szenen vom Dreh zeigt.
Das interessanteste an der Scheibe ist vielleicht die FSK12 Freigabe. Nicht das Bichunmoo extrem brutal wäre, aber einige blutige Szenen hätten in meinen Augen doch eine FSK16 Freigabe nach sich ziehen müssen.



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