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18. 11

Vor 900 Jahren war der Kontakt zur Antares-Kolonie abgebrochen. Als die Astronauten Adam Wade (Michael Shanks) und Jake Carpenter (Terence Bridgett) hier eine Bruchlandung machen, stellen sie fest, dass nichts so ist, wie sie es erwarten: hier herrscht die atemberaubende Kriegerkönigin Sumuru (Alexandra Kamp), deren Amazonen eine Schlangengöttin verehren. Die Männer in dieser Gesellschaft sind Bettgenossen oder Arbeitssklaven. Adam und Jake haben hier keine Zukunft. Zumal die Raumpiloten schnell erkennen, dass es nicht nur die erzürnte Schlangengottheit ist, die den Planeten am Ende der Galaxis erzittern lässt. Die Tage des Planeten sind gezählt. Schon bald wird er auseinander brechen. Adams einzige Chance ist die Königin Sumuru – nur wenn sie ihm hilft, besteht Aussicht auf Rettung ... Schon bevor man auch nur eine Filmminute gesehen hat, kann man eindeutige Zeichen dafür entdecken, dass es sich hier nur um Trash handeln kann:
  • Der Untertitel „Planet der Frauen“, welcher auf der DVD noch zu „Schiffbruch auf dem Planet der Frauen“ gepimpt wurde.
  • Alexandra Kamp spielt die Hauptrolle
  • Es ist eine RTL2 Co-Produktion
Auch das IMDb Rating von 2.5/10 sollte Hoffnungen auf höhere Filmkunst schnell begraben. Allerdings kann ich schon sagen, dass mir Sumuru definitiv besser gefällt als der Totalausfall Dracula 3000.
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Das der Film in Sachen Qualität kaum über dem Niveau einer Stargate-Folge liegt, wird schon nach wenigen Augenblicken klar. Die gebotenen Weltall und Raumschiff Renderings können ihre Computerherkunft nicht verbergen. Jedes aktuelle PC Spiel hat im Intro bessere Renderings zu bieten. Zum Glück gibt es in Sumuru nicht all zu viele CGI Effekte. Neben den Raumschiffen kommen sie, in größerem Maße, nur noch bei der Animation des großen Schlangengottes zur Verwendung. Dieser Gott sieht relativ solide aus, solange er sich nicht bewegt oder sein Maul öffnet. Dieser Eindruck schwindet aber schnell, WENN er sich denn mal bewegt: ruckelig und springend animiert. Hat etwas Godzilla-StopMotion-Flair das Ganze. Vielleicht sollte man keine großen Schlangengötter ins Drehbuch schreiben, wenn man nicht die Ressourcen hat diesen auch nur halbwegs überzeugend auf die Leinwand zu bringen. Am besten gefallen haben mir allerdings die Raumschiff-Schüttel-Effekte und die Erdbebeneffekte: Wenn wir die Umgebung nicht zum Wackeln bekommen können, wackeln wir halt mit der Kamera. Mag bei geringem Budget ja ein probates Mittel sein, allerdings wirkt es in wenigen Filmen so künstlich wie in Sumuru. Die Erbebeneffekte wären vielleicht etwas überzeugender rüber gekommen, wenn die Schauspieler wegen der "Erschütterung" nicht in lächerlicher, unpassender Art umgefallen wären ;)
Die Schauspieler sind eh ein Fall für sich. Michael Shanks musste sich für seine Rolle als Adam Wade wohl nicht großartig vorbereiten. Er bringt ja schon mehr als genug TV-SciFi-Produktions-Erfahrung aus unzähligen Stargatefolgen mit sich. Das ich beim Anblick von Alexandra Kamp regelmäßig was an mich bekomme, möchte ich auch an dieser Stelle nicht verschweigen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein Knäckebrot besser schauspielern könnte als die Frau... Wobei ich zugeben muss, dass sie sich teilweise ganz passable aus der Affäre zieht, beim Zweikampf gegen Taxan am Ende z.B. (kein Film über Amazonen ohne Catfight). Die wenigen Actionsequenzen leiden neben den Schauspielern aber auch an der Kameraführung. Kämpfe sind meist so geschnitten, dass mehr als nur deutlich zu sehen ist wie die Schläge ins leere gehen. Vielleicht sollte jemand dem Regisseur sagen, dass man versuchen sollte Schläge möglichst echt aussehen zu lassen… Dass das Drehbuch ziemlich dünn und die Dialoge ziemlich dümmlich sind, war ja fast schon zu erwarten - hier wird man auch nicht enttäuscht. Das Beste am Drehbuch ist noch, dass es sich an das typische Amazonen-Völker-Klischee hält: Amazonenvölker haben etwas gegen zu viel Kleidung. Was bei Steinzeit BMovies die obligatorischen kurzen Fellfetzen sind, sind bei Susumu knappe Metallbikinis. So wird dem männlichen Zuschauer wenigstens etwas für das Auge geboten. Da das ganze FSK12 ist, beschränkt sich Susumus Duschszene allerdings auf das Zeigen von nassem Haar und eines nassen Rückens, also nicht zu viel erwarten ;)
  Ist der Film nun Schrott oder nicht? Wenn man Sumuru rein objektiv als SciFi-Film betrachtet, kann die Antwort darauf nur JA lauten. Dünnes Drehbuch, eine Story die von Plotholes zusammengehalten wird, dumme Dialoge, schlechte Schauspieler und noch schlechtere CGIs lassen keine andere Möglichkeit. Wenn man den Film allerdings eher aus einer Trash/BMovie Sicht betrachtet, sieht es schon etwas besser aus. Irgendwie ist Sumuru dann doch recht unterhaltsam. Die Charaktere sind halbwegs glaubhaft und sympatisch, die peinlichen CGI bringen einem zum Schmunzeln und dümmliche Dialoge sind bei BMovies ja eh die Regel. Sumuru ist so ein Film, der so schlecht gemacht ist, dass er wieder unterhaltsam ist. Die deutsche DVD bietet ein recht gutes Bild und einen annehmbaren 5.1 Upmix der deutschen Tonspur (englischen Ton gibt es nur in 2.0). An Extras gibt es einen Audiokommentar, eine Fotogallerie und ein ca. 8 minütiges MakingOf. Fazit: Echte SciFi-Fans machen bitte einen großen Bogen um Sumuru. BMoviefreunde, die sich durch schrottige Filme gut unterhalten fühlen, können einen Blick riskieren. Ich hatte definitiv mehr Spaß als bei Dracula 3000 :)
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Alexandra Kamp Filmographie
Jahr 1994: Alle lieben Julia (Fernsehserie) Jahr 1996: Eine Frau wird gejagt Jahr 1997: Leise Lügen (Fernsehfilm) Küsse niemals Deinen Chef (Fernsehfilm) Jahr 1998: Eine Lüge zuviel (Fernsehfilm) Riches, Belles Et Cruelles * ...
Weblog: Blggr.de
Aufgenommen: Jan 24, 15:40
Sumuru - Planet der Fauen
Ein Film von Darrell Roodt aus dem Jahr 2003, mit Michael Shanks, Terence Bridgett, Alexandra Kamp-Groeneveld und David Lazarus. Die DVD trägt den Untertitel: Schiffbruch auf dem Planeten der FrauenB-Movie nach einem Roman von Sax Rohmer. Es ist nicht
Weblog: Seelennotdurft
Aufgenommen: Mai 23, 05:29
Weblog: www.tom-hengst.de
Aufgenommen: Okt 28, 00:01

Kommentare

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also ich hab mir den film angeguckt und fand ihn nicht so berauschend aber alexadra kamp is ja wohl der wahnsinn so eine attraktive frau habe ich lange nicht mer gesehen respeckt einfach nur der hammer : )
#1 david flebbe am 06.06.2009 16:13 (Antwort)
schiffbruch auf dem PLANET der frauen - wie peinlich, wenigstens bei der gestaltung eines covers könnte man sich doch mal um korrekte grammatik bemühen. danke für die rezension, werde mich in acht nehmen.
#2 guest am 12.01.2010 23:58 (Antwort)
hi ich bin Taxan und bin Taxans größter fan!!!!!
#3 Taxan am 18.01.2010 19:36 (Antwort)
Der Film kam gestern mal wieder bei RTL2 (scheint irgendwie jede Woche zu laufen zurzeit) und ich habe ihn mir gemeinsam mit ein paar Freunden angetan. Eigentlich nur, um uns über Alexandra Kamps Talentfreiheit, das ständige ungymnastische Rumgerenne auf einer Bauschutthalde in Südhessen und die unförmigen Altmetall-BHs zu amüsieren, die diesen Film zum wohl passendsten Projekt für RTL2 machen, das ich seit „Frauentausch“ gesehen habe.
#4 Florian (Homepage) am 24.01.2010 11:07 (Antwort)
Ich wage mich jetzt mal auf sehr dünnes Eis und gebe ein Review zu dem Film “Sumuru – Planet der Frauen” ab, der gestern 23:35Uhr auf dem Privatsender RTLII für Unterhaltung sorgen sollte. Man muss noch erwähnen, dass der Sender den Streifen schon am 13. und 14. Januar zeigte und ihn, um die Quoten auf ein halbwegs erträgliches Maß addieren zu können, auch am Mittwoch um 02:55Uhr nochmals ausstrahlt.

Obwohl ich schon die ersten Teile der Reihe, also die mit den Affen, nicht sonderlich mochte, versuchte ich mich weitestgehend unvoreingenommen ins Fernsehvergnügen zu stürzen. Sicherheitshalber fesselte ich mich mit einem Fußbad vor den Bildschirm und warf die Fernbedienung außer Reichweite (was ich später mit einem nassen Fußboden bezahlen sollte).

Dann ging es also los: Man beobachtet die beiden Astronauten Adam Wade und Jake Carpenter, die eigentlich die Erde retten sollen (Virus gefährdet Menschheit usw. usf…) bei einer Bruchlandung auf einem total heruntergewirtschafteten Planeten (Anspielung? erste Ahnung?). Da dem Navigator bei diesem Vorgang ein riesiges Metallstück in die Brust geraten ist und dieser es nun erstmal ruhig angehen lassen muss, macht sich Adam allein auf, um das Gebiet zu erkunden. Einige Minuten später wird er von Frauen gefangen genommen, die alle in aufreizende, unbequeme Aufmachungen gepresst wurden, über die man sich noch nicht wundert (denn man denkt ja noch: ok, da haben die männlichen Bewohner des Planeten halt was zu gucken)

Nun wird dem Zuschauer verdeutlicht, dass es hier zwei Fronten gibt. Einmal die Königin des Planeten, Sumuru. Und auf der anderen Seite ihre Widersacherin Priesterin Taxan, die, um uns die Sympathiezuordnung zu erleichtern, in schwarzer Lederkriegsrüstung herumschlawenzelt. Ein handfester Zickenkriegsdialog dieser beiden Damen ließ mich meine vorausgegangenen Spekulationen über eine Beteiligung von Alice Schwarzer an Drehbuch oder Produktion komplett verwerfen. Auch die unterbewusste Hoffnung auf einen handlungsschwangeren Erotikthriller wurde jäh enttäuscht (und zwar in beiden Punkten – Handlung und Erotik).

Zumindest befriedigte sich mein immer größer werdendes Verlangen nach der Antwort auf die Frage, wie eine menschliche Rasse 900 Jahre ohne Männer überleben kann, was in keiner Weise chauvinistische Züge offenbaren soll, sondern lediglich aus regem, biologischem Interesse folgt. Die männlichen Zeitgenossen werden von den Frauen zur Sklavenarbeit und Ölförderung angehalten, weil Sie für eine Atomkatastrophe verantwortlich waren und dürfen ab und an mal zur Reproduktion antreten. Das ist also Gesellschaftskritik à la RTLII.

So wäre es auch unserem Adam beschieden, wenn er nicht die Neugier der Planetenkönigin geweckt hätte. Während diese nämlich noch mit Armbrüsten (Anspielung??) unterwegs ist, kann er schon eine Laserpistole vorweisen, deren Auswirkung allerdings auch keine großen Lücken ins Budget der Special-Effects-Verantwortlichen gerissen haben dürfte. Nochmal etwas deutlicher: die Frauen prügeln sich grad durch ihr planetares Mittelalter, während die beiden Männer die Hand des Fortschritts und die Stimme der Moral darstellen (Anspielung???). Wie Männer nunmal so sind, wollen Sie die Frauen von den Vorzügen der Nächstenliebe überzeugen und den Planeten retten, der kurz vorm Zerplatzen steht. Dies kündigt sich durch Erdbeben an, deren Umsetzung der Produzent selbst folgendermaßen beschreibt: “Erdbeben hieß: tüchtig mit der Kamera wackeln!”

Langeweile zwang mich, weitere Sachverhalte zu hinterfragen: Warum gibt es auf diesem Planeten nur Frauen, die mit Idealmaßen aufwarten können? Wieso wird das Thema “Schlange” so oft (Religion, Mordwerkzeug…) thematisiert? Was passiert mit dem ganzen Öl, das die Männer ununterbrochen fördern? Was macht RTLII mit den vielen Einnahmen aus den dauernden Werbepausen, wenn sie schon nicht für sehenswerte Filme ausgegeben werden?

Naja, die Antwort auf die zweite Frage beantwortete folgende Szene: Sumuru verarztet Adam nach einem Schlangenbiss mit einem Antidot, dass sie in ihrer Haarnadel aufbewahrt, begleitet von dem Satz: “Meine Welt ist voll von Schlangen!” (Anspielung!!!) Dieser Fausthieb ins Gesicht des Feminismus war auch mir zuviel und ich zerbrach die Fernbedienung, die ich mir für die Werbeunterbrechung wieder in Reichweite gelegt hatte. Danach sprang ich auf, trat in den Fernseher, packte ihn und warf ihn aus dem geschlossenen Fenster wobei er auf Höhe der zweiten Etage noch effektvoll ex- oder implodierte (ich konnte es nichtmehr genau erkennen). Beim Aufprall erschlug er, völlig zurecht den Produzenten und den Intendanten des Senders, was die wartende Traube von aufgebrachten Frauen mit tosendem Beifall belohnte.

Es kann aber auch sein, dass ich einfach umschaltete, weil mittlerweile “Antikörper” im ZDF lief, der mir zu gut war, um ihn mit einer Filmkritik zu bedenken. Ich kann mich nichtmehr genau erinnern. So oder so, ich verpasste das Ende des Planeten der Frauen. Wenn es bewundernswerterweise jemanden gibt, der den Film bis zum Ende geschaut hat, wäre ich Informationen zu folgenden Punkten nicht abgeneigt (jedoch auch nicht eben zugeneigt). Ist der Planet tatsächlich geplatzt? Wurde auch das mit “tüchtigem Kamerawackeln” dargestellt? Sind die Frauen noch zur Vernunft gekommen? Hat Adam sie mit zur Erde genommen? Sind sie geschlossen zum Islam konvertiert? Gibt es eine Fortsetzung? (Vorschläge: 2013 – Planet der Blamierten; Lafontaine – der rote Planet; Pluto – kein Planet mehr)

Fazit: RTLII hätte es beinahe geschafft, mir eine meiner schönsten Fantasien zu verhageln. Glücklicherweise traten zu viele Ungereimtheiten auf, die jeglichen Realismus im Keim erstickten und mir doch noch den Glauben an einen lebenswerten Planeten der Frauen erhielten.
#5 redewert (Homepage) am 25.01.2010 03:31 (Antwort)
der letzte muell, nicht zu empfehlen
und was alexadra kamp angeht, ich find die häßlich also keine augenweide
#6 Stefan am 27.01.2010 05:36 (Antwort)

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