04. 02
Ein Klassiker des Monsterfilmes aus dem Jahre 1953, noch ein Jahr bevor die Japaner mit Godzilla ihre Version einer überdimensionalen Echse auf das Kinopublikum losließen.
Die Story basiert lose auf einer Geschichte von Ray Bradbury (Fahrenheit 451), ist allerdings, aus heutiger Sicht, alles andere als innovativ: Dinosaurier wird von Forschern erweckt, kommt nach New York, macht bissarl Randale und wird dann vernichtet.
Um die Story ging es wohl aber auch nur am Rande, mehr Eindruck haben wohl die Stop-Motion Animationen des Dinosauriers hinterlassen. Verantwortlich für die Stop-Motion Tricks war mit Ray Harryhausen, der auch für die Tricks z.B. bei „Eine Million Jahre vor unserer Zeit“ oder „Kampf der Titanen“ verantwortlich war, eine Koryphäe der Tricktechnik seiner Zeit.
Für die Tricks gilt auch hier wieder: Leute die der Meinung sind, dass Dinosaurieranimationen unter Jurassic Park Niveau ja gar nicht gehen, werden sich an den Kopf fassen und fragen was das ganze soll. Allerdings war dies vor 50 Jahren eben State-of-the-Art, und meiner Meinung nach, auch heute noch beeindruckend, was mit so wenig Technik erreicht werden kann. Stop-Motion hat einfach einen eigenen Charme (was natürlich nicht jeder so sieht).
Trotzdem: Für jeden mit etwas Interesse an alten Filmen, an alter Tricktechnik oder wer einfach mal sehen will, wobei man sich vor 50 Jahren im Kino gruselte, einen Blick wert.
PS: Jeder der den Film gesehen hat, wird erstaunlich viele Parallelen zu Emmerichs Godzilla sehen: Atomversuche als Ursache des Problems, Sichtungen des Monsters durch Fischer, an Land gehen im Hafen, die Hatz durch New York. Da hat Kollege Emmerich sich doch ziemlich viel „inspirieren“ lassen – Godzilla macht eher den Eindruck, als ob hier jemand ein Remake des „Dinosaurier in New York“ gedreht hätte.
Die DVD von Warner kann überzeugen. Das (schwarz-weiß) Bild ist größtenteils wirklich sehr gut restauriert worden. Nur einige Aufnahmen am Anfang in der Arktis sind stark verrauscht, wobei ich hier vermute, dass diese Aufnahmen eigentlich gar nicht extra für den Film gedreht wurden, sondern von anderen Bändern einfach rein geschnitten wurden und so das original Material zum Restaurieren fehlte. Auch der Ton klingt überraschend gut: Weder dumpf noch verrauscht, wie es oftmals bei alten Filmen ist.
Als Extras gibt es ein Interview mit Ray Harryhausen, der etwas über die Entstehung der Tricks erzählt. Auch erfährt man, dass der Film privat finanziert wurde und man mit 250.000$ auskommen musste. Verkauft wurde das fertige Werk dann für 400.000$ an Warner – hätten sie früher gewusst, dass der Film Millionen einspielen würde, hätte man sich wohl nicht mit so wenig abgegeben.
Des Weiteren gibt es ein Gespräch zwischen Harryhausen und Bradbury, die etwas über die „guten alten Zeiten“ Plaudern, was allerdings nur teilweise interessant ist.



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