09. 06

Allein der Titel verrät wohl schon, dass es sich hier nicht gerade um tiefsinniges Kino für die Intellektuellen unter uns handelt ;) Schon die „Story“ ist etwas abstrus, ich zitiere einfach mal teilweise den Pressetext von Atomik Films:
Eine Welt ganz nahe neben der unseren: Mexikanische Wrestler sind nationale Helden, blutdurstige Zombies machen die Vorstädte unsicher und maskierte Strandschönheiten sonnen sich während eines Schneesturms. Ein rebellischer Wrestler namens Tiki möchte Zombies in eine stählerne Kampfarena stellen und sie gegeneinander antreten lassen. Drei weitere Wrestler, Ulysses, Mercedes und Blue Saint, wollen das verhindern und stoßen dabei auf eine noch viel größere Bedrohung: Immer wieder passieren mysteriöse Massaker, die auf das Konto von Zombie King, Ulysses Erzfeind, zurückzuführen sind.

Wir bekommen also ein etwas groteskes Setting mit Wrestlern gegen Zombies geboten. Zu viel sollte man aber nicht erwarten, denn wir reden hier von einer Independent Produktion, alles kommt doch arg trashig rüber.
Das erste ungewohnte dürften die Wrestler-Charaktere sein. Die Darsteller tragen den ganzen Film über ihre tollen Masken, hatte wohl den Vorteil, dass nicht unbedingt immer derselbe Schauspieler denselben Charakter spielen musste ;) Andererseits macht dies es dem Zuschauer allerdings mehr als nur schwer, sich mit einem der Charaktere zu identifizieren. Die Zombies wurden vom Maskentragen befreit, allerdings gibt es auch sonst kein großes Zombie-Makeup. Ab und an wurde mal ein Schauspieler etwas weißer geschminkt, dass muss dann aber auch reichen um ihn als Zombie zu erkennen. Alternativ sind einfach alle, die komisch durch die Gegend schlurfen, Zombies.

Da die Helden ja alle Wrestler sind, haben natürlich auch alle Kämpfe den typischen Wrestling-Stil – das kann man mögen oder auch nicht (ich mag es nicht). Leute, die bei einem Zombiefilm auf diverse Gore-Einlagen warten, werden wohl auch nicht wirklich befriedigt werden. Anfangs beschränkt sich die Rolle der Zombies darauf, an irgendwelchen billig aussehenden Körperteilen rumzunagen. Da man Zombies am besten durch das entfernen des Kopfes tötet, kann man dann gegen Ende des Filmes diverse „Kopf-Ab“ Szenen betrachten, was allerdings auch durchgehend trashig aussieht ;)

Zwischendrin gibt’s teil dumme, teils tiefgründige Dialoge und man darf sich über das Wetter wundern. Denn laut Protagonisten sind es immer ca. 30°, auch wenn die Landschaft durch Schnee bedeckt ist. Da man bei 30° gut Sonnenbaden kann, wird dies im Film auch mal gemacht – auch ein Weg etwas Surrealismus in einen Trash-Film zu bringen.

Leider fehlt dem Film aber irgendwie der letzte Funke um nicht nur schlecht, sondern trashig-schlecht zu sein. Man langweilt sich über die 77 Minuten Laufzeit zwar nicht wirklich, wird aber das Gefühl nicht los, dass man die Zeit hätte besser nutzen können.
Wer sich vorher gerne den Trailer ansehen würde, kann das hier tun.
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Aufgenommen: Apr 04, 17:36

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