29. 08

Die Bibel verschweigt ihre Existenz. Jahrhunderte lang war Asha, die Dämonin, in einem Verlies gefangen. Nun aber konnte sie sich befreien – und kennt nur ein Ziel: Sie will die Grenzen zwischen unserer Welt und der Hölle niederreißen. Nur eine junge Frau mit geheimnisvoller Herkunft und ein Junge können sich dem Bösen entgegenstellen – doch werden die beiden ihre Bestimmung erkennen, bevor die Apokalypse über die Menschheit hereinbricht?

Juchu, ein Dämon kommt auf die Erde und will selbige ins Chaos stürzen, welch innovative Idee ;) Das einzig innovative ist wohl, dass die Dämonin ihre Anhänger mit Hilfe von Musik um sich scharrt.
Mit abgedroschenen Szenarien kann man allerdings leben, wenn sie gut umgesetzt wurden. Allerdings ist das in Blood Angel ziemlich daneben gegangen. Der Roman mag zwar das Debütwerk von Justine Wilson sein, aber selbst für ein Debüt ist er arg schwach. Die diversen Charaktere bleiben farblos und es gibt keinen, mit dem man sich auch nur etwas identifizieren könnte. Eigentlich bleiben einem über die komplette Lektüre die Charaktere herzlich egal, kein Mitleid mit ihnen, kein Hoffen mit ihnen, nix.

Dazu kommt, dass die einzelnen parallel laufenden Handlungsstränge irgendwie etwas konfus sind, und sich auch nicht so wirklich auflösen. Zwischendurch verliert man mal den Faden wer jetzt gerade wer ist und warum er was aus welcher Motivation tut. Nicht gerade die super Motivation das Buch zu Ende zu lesen.

Eigentlich lese ich Bücher dieses Genres ja wirklich gerne, aber durch Blood Angel musste ich mich richtig durchquälen. Muss echt nicht sein, da gibt es bessere, düstere Fantasyliteratur. Zum Beispiel Dämon von Matthew Delaney, dessen Thema vergleichbar ist. Auch ein Debütroman mit ein paar Längen, aber um Klassen besser als Blood Angel!

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