10. 11
Doch bei seinem neuen Projekt läuft alles anders. Eine junge Kunststudentin entdeckt ein makaberes unterirdisches Verlies - und eine entführte Familie. Während Stassler selbst in einem seiner Opfer eine Seelenverwandte zu finden glaubt, die ihn auch erotisch ungemein fasziniert...
Totenstarre ist wieder mal ein etwas krankes Buch, vergleichbar mit Jack Ketchums Evil - auch hier gebt es primär um Gewalt, Folter und Sex.
Nykanen erzählt die Story auf zwei Ebenen. Ein Teil der Geschichte ist aus der Ich-Perspektive Stasslers geschrieben, und beschäftigt sich im Detail mit Stasslers Treiben, der andere Teil erzählt aus Sicht eines außen stehenden Erzählers das Handeln der Kunstdozentin Lauren Reed - dass sich die Stränge am Ende treffen sollte jedem klar sein ;)
Auch wenn der Leser von Anfang an klar weiß, wer gut und wer böse ist, kommt doch Spannung auf, da man doch wissen will, wie weit Stassler das Spiel treibt und wie das ganze Endet.
Während der Erzählstrang von Lauren ein paar Längen hat, die man getrost überblättern kann, fand ich Stasslers Kapitel recht interessant. Letzten Endes ist zwar auch Stassler recht simpel gestrickt, aber Nykanen zeigt einen extremen Charakter, für den sein "Kunst" zu einer krankhaften Obsession geworden ist, der höchst berechnend, brutal und unmenschlich ist.
Wer gerne harte Thriller liest und sich nicht an brutaler Gewalt oder Sex stört, wird Totenstarre mögen. Etwas zarter besaitete machen lieber einen großen Bogen um das Buch ;)
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