31. 12
Vor Kinostart konnte AvP2 schon mittels bescheuerten Marketings, in der Form eines "alle Gewaltszenen des Trailers werden durch schwarze Blöcke verdeckt" Trailer plus "Unzensiert im Kino!" Hinweises für etwas Aufmerksamkeit sorgen. Der Versuch mit "Gewalt im Kino" zu werben hatte doch schon Pathfinder recht erfolglos unternommen.
Aber wenden wir uns dem Film zu.
Wirklich viel erwartet man von einem Film wie AvP ja nicht wirklich: Action, Action, Action, sich kloppende Aliens und Predatoren und vielleicht eine nicht total dumme Story – mehr nicht. Irgendwie schafft es AvP2 aber nicht, diese nicht wirklich hohen Anforderungen zu befriedigen.
AvP2 spielt in einer Kleinstadt, und selbst wenn die Menschen eigentlich nur arme Opfer sind, wird man mit recht viel (dünner) Story und einigen Personen konfrontiert, die dem Film genau 0 dienen. Es gibt Teenager Liebeleien (mit dem obligatorischen Teen A liebt B, B hat aber Freund C, der A eine auf die Mütze haut), eine Kriegsheimkehrerin, ein etwas unfähiger Sheriff etc. Da alles irgendwie nur halb angerissen wird, hätte man sich hier auf weniger beschränken können und den Monstern mehr Screentime gönnen können.
Stimmt denn wenigstens die Action, wenn man mal nicht gerade mit menschlichen Schicksalen malträtiert wird? Leider auch nicht so wirklich. Leute die auf Gore warten, können eigentlich bei der Trailerversion ohne schwarze Balken bleiben, denn fast alle brutalen Szenen kommen in dem Trailer vor. Fast so wie bei alten 70er Jahre Splatterfilmen, in denen der Trailer fast immer alle (teilweise sogar welche die gar nicht im Film waren) Gewaltszenen enthielt, und der eigentliche Film nur Langeweile um diese Szenen baute. Allgemein haben die Actionszenen zwei riesige Probleme: Die Schnitte und die Dunkelheit. Es ist ja leider modern, Actionszenen so schnell zu schneiden, dass man eigentlich überhaupt nichts mehr erkennt vor lauter Schnittgewitter – AvP2 bildet hier leider keine Ausnahme. Dazu kommen verdammt viele CloseUps, bei denen man oft nur raten kann was man gerade sieht. Selbst wenn der Ausschnitt mal etwas weiter gewählt wurde, und die Szene nicht nach wenigen Zehntelsekunden umblendet, ist es schwer irgendwas zu erkennen. Die meisten Actionszenen sind so verdammt dunkel, dass man außer ein paar wagen Konturen und Lichtblitzen absolut nichts sieht – geschweige denn erkennen kann, wer da grad wen verprügelt.
Wenn dann noch das Predalien, welches eigentlich keine wirklich herausragende Rolle im Film spielt, es ist einfach nur ein größeres Alien das etwas fester zuhaut, ins Spiel kommt, ist die Verwirrung perfekt. Denn in schnellen dunklen Bildern ist es reine Glückssache zu erkennen, welches der zwei dunklen CGI Pixel jetzt Predalien und welcher Predator ist, da sie sich ziemlich ähnlich sehen – wer da also gerade wem gezeigt hat wo der Hammer hängt, lässt sich oft nur mit einer 50%igen Ratechance feststellen – sehr schade.
Chance vertan. Auch wenn das Setting besser war als in Teil eins, weiß auch Teil zwei nicht zu überzeugen. Mit etwas weniger seichen Story, dafür mehr Alien und Predator Geprügel, bei dem man auch mal etwas erkennt, hätte das wohl ganz anders ausgesehen… Vielleicht wird ja Teil drei mal wirklich gut…. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.



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Aufgenommen: Apr 04, 19:36