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Der Mirror schrieb „Cordy wird sein Reputation als Antwort auf Dan Brown auf Dauer festigen können.“. Zum Glück liegt der Mirror hier etwas daneben, denn das was Cordy mit Lucifer
Cordys Roman spielt in einer Welt, in der die Technik einige riesige Neuerungen hervorgebracht hat. Es gibt Quantencomputer mit unglaublicher Rechenleistungen und aus dem Internet wurde das Optinet, welches eine virtuelle Realität erschaffen kann, Chatten ist out – mittendrin statt nur dabei ist das Motto. Dr. Miles Fleming hat einen Neuro-Translator gebaut, der es ermöglicht mittels Gedanken Körperprotesen zu steuern oder zu sprechen. Dr. Soames treibt Forschung in einem ähnlichen Gebiet, allerdings geht es ihm darum, mit der Seele von Verstorbenen zu kommunizieren.
Auch in Sachen Religion hat sich die Situation etwas verändert. Die katholische Kirche existiert zwar noch, aber die „Kirche der Seelenwahrheit“ ist die neue Massenreligion. Gegründet durch den roten Papst, als Reaktion auf mangelnde Reformfähigkeit der katholischen Kirche, macht sie sich die neue Technologie zu nutze, um Millionen Gläubigen die Teilnahme an Gottesdienste über das Optinet zu ermöglichen.
Das Setting ist zwar arg futuristisch, aber Cordy schafft es das ganze recht plausibel zu vermitteln. Anfangs geizt er auch nicht mit ein paar technischen und wissenschaftlichen Details, die sich aber gut in die Handlung einpassen. So erfährt man nebenher noch ein bisschen was über Quantenphysik, das Doppelspaltexperiment und den Welle-Teilchen-Dualismus, aber keine Angst, man benötigt keinen PhysikLK um dem Buch zu folgen 
Das Buch ist in drei Teile unterteilt, spätestens ab dem zweiten Teil, indem die zwei Forschungsprojekte kombiniert werden, ist das Buch sehr fesselnd und lässt sich nur schwer wieder aus der Hand legen. Cordy schafft es, im Gegensatz zu Dan Brown, seinem Buch glaubhafte Charaktere zu verpassen und keine Professoren die zu Superhelden mutieren. So bleibt, trotz des futuristischen Settings und des außergewöhnlichen Themas, der Roman die meiste Zeit über glaubhaft.
Kurz vor Schluss präsentiert Cordy dann noch eine „Enthüllung“, die wohl keiner so vorher sieht – allerdings ist die auch etwas übertrieben
Es ist erstaunlich, wie gut die Kombination aus Technik und Religion funktioniert. Quantenphysik trifft auf Metaphysik, Technik auf Theologie, Forschung auf Philosophie. Auch wenn das Buch in erster Linie ein spannender Thriller ist, wirft es doch ein paar Fragen bezüglich Religion und Wissenschaft auf. Wie weit darf Wissenschaft gehen? Gibt es so etwas wie eine Seele die man sichtbar machen kann? Auch Kritik an der Kirche wird immer wieder laut. Solche Fragen können in einem Thriller von 360 Seiten zwar nicht tiefsinnig erörtert werden, aber angeschnitten und thematisieren kann man sie auch in solch einer Umgebung.
Alles in allen ein spannender Thriller, der Religion und Wissenschaft sehr gelungen verknüpft. Glaubhafte Charaktere, hohes Tempo, kurzum: ein wirklich gut gelungenes Buch.
Leseprobe:
Das Buch ist in drei Teile unterteilt, spätestens ab dem zweiten Teil, indem die zwei Forschungsprojekte kombiniert werden, ist das Buch sehr fesselnd und lässt sich nur schwer wieder aus der Hand legen. Cordy schafft es, im Gegensatz zu Dan Brown, seinem Buch glaubhafte Charaktere zu verpassen und keine Professoren die zu Superhelden mutieren. So bleibt, trotz des futuristischen Settings und des außergewöhnlichen Themas, der Roman die meiste Zeit über glaubhaft.
Kurz vor Schluss präsentiert Cordy dann noch eine „Enthüllung“, die wohl keiner so vorher sieht – allerdings ist die auch etwas übertrieben
Es ist erstaunlich, wie gut die Kombination aus Technik und Religion funktioniert. Quantenphysik trifft auf Metaphysik, Technik auf Theologie, Forschung auf Philosophie. Auch wenn das Buch in erster Linie ein spannender Thriller ist, wirft es doch ein paar Fragen bezüglich Religion und Wissenschaft auf. Wie weit darf Wissenschaft gehen? Gibt es so etwas wie eine Seele die man sichtbar machen kann? Auch Kritik an der Kirche wird immer wieder laut. Solche Fragen können in einem Thriller von 360 Seiten zwar nicht tiefsinnig erörtert werden, aber angeschnitten und thematisieren kann man sie auch in solch einer Umgebung.
Alles in allen ein spannender Thriller, der Religion und Wissenschaft sehr gelungen verknüpft. Glaubhafte Charaktere, hohes Tempo, kurzum: ein wirklich gut gelungenes Buch.
Leseprobe:
Tags für diesen Artikel: michael cordy, thriller








13.09.2009 14:11:44
Michael Cordy – Mutation
Der Wissenschaftlerin Kathy Kerr ist ein Durchbruch gelungen: Mithilfe einfacher Gentherapie kann man ehemalige Verbrecher in friedliche Mutanten verwandeln. Als sie feststellt, dass ihre Erkenntnisse zu einem schier unglaublichen Vorhaben missbraucht w