29. 03

Drei junge Paare wollen eine Urlaubswoche in einem abgelegenen Ferienhaus an der amerikanischen Ostküste verbringen. Was sie nicht wissen: Die Gegend wird von einer Gruppe Verwahrloster heimgesucht, die unter primitivsten Bedingungen leben und Urlauber nur als Beute betrachten. Die Jagd beginnt... (Klappentext)

Mal wieder ein Kechtum (der andere war Evil) – diesmal mit extra wenig Story ;) Der Klappentext erzählt die komplette Story des Buches, mehr Inhalt gibt es auf den 250 Seiten nicht zu bewundern.

Vom Aufbau der Romane unterscheidet sich [amazon asin="9783453675070"]Beutezeit[/amazon] (Ketchums Erstling) nicht sonderlich von Evil. Erst passiert erstmal 100 Seiten eigentlich gar nichts, wenn man von der „Vorstellung“ der Wilden ganz am Anfang des Buches absieht. Die Gewalt bricht plötzlich von jetzt auf gleich über den Roman herein.
Wenn die Wilden zum Angriff übergehen bleibt keine Auge trocken bzw nur wenige Körperteile am Leib. Was Kechum hier an Gewalt zelebriert und dem Leser vorsetzt, ist nicht gerade wenig, um nicht zu sagen nur schwer zu überbieten. Ausweiden, Schächten, Köpfen, Gliedmaßen abhacken, primäre Geschlechtsteile abbeißen, Hirn verspeisen, Zunge abschneiden usw – keine perverse Form der Gewalt die nicht im Roman verwendet wird. Da in Büchern, im Gegensatz zum Film, nicht mit „nicht wirklich was zeigen, der Zuschauer denkt sich das schon“ gearbeitet werden kann, präsentiert Ketchum die Gewalt auch mit allen Details die man sich vorstellen kann.
Mehr als pure Gewalt hat das Buch allerdings nicht zu bieten. Diverse Fragen, wie „Wie sind die Wilden so geworden?“ erspart man sich besser gleich, mit solchen Details hält sich das Buch nämlich nicht auf. Wenn die Langeweile der ersten 100 Seiten vorbei ist, gibt es nur noch ein blutiges Schlachtfest, sonst nichts.

Etwas wenig für ein Buch wie ich finde. Es wird wohl einige geben, die das Buch nach 110 Seiten angewidert weglegen werden. Andere werden das Buch lesen und sich nachher fragen „Schön, aber warum das ganze?“. Zelebrierte Gewalt der extremen Form in Buchform – kann man lesen, muss man aber nicht. Sicherlich kein „Meilenstein“ in irgendeiner Form wie das Vorwort suggeriert. Achja, das Vorwort: Besser nach dem Buch lesen, denn es enthält eigentlich das komplette Buch in Kurzform ;) Oder nur das Vorwort, reicht eigentlich fast, dass ist ja unten in der Leseprobe komplett enthalten.

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