06. 08
Und noch ein Moers, dieser ist mit seinen 250 Seiten (von denen nur 223 die eigentliche Geschichte sind) um einiges dünner als die anderen Geschichten aus Zamonien. Wie der Titel schon erahnen lässt, dient die Geschichte von Hänsel und Gretel als loser Aufhänger. Auch hier gibt es ein verirrtes Geschwisterpaar und eine Hexe - das war es aber im Grunde auch schon mit der Deckungsgleichheit zwischen dem bekannten Märchen und Ensel und Krete.
Die Geschichte selber hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen. Es kommen zwar wieder einige recht witzige und phantasievolle Kreaturen vor (die sprechende Orchidee war gut), aber irgendwie ist die Story recht 0815: Durch den Wald irren, in Gefahr kommen, gerettet werden, weiter irren, in Gefahr kommen....
Nach der eigentlichen Geschichte gibt es noch eine halbe Biographie von Hildegunst von Mythenmetz (wahrscheinlich wäre das Buch ohne diese Biographie doch zu dünn geworden). In dieser Biographie wird das extrovertierte Leben von Mythenmetz beschreiben und auch hier gilt: teils ziemlich langweilig (Biographie eben...) teils mit einigen witzigen Einfällen.
Ensel und Krete ist wohl kein schlechtes Buch, aber primär wohl nur großen Moers Fans wirklich zu empfehlen. Ein Einsteiger der zuerst Ensel und Krete liest, wird wohl eher weniger Lust auf weitere Bücher von Moers verspüren. Im Vergleich zu den anderen Moers Bücher mit Abstand das schlechteste.
Tags für diesen Artikel: fantasy, walter moers



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