28. 08
Beim Betrachten des Covers von Crucifix denken die meisten wohl unweigerlich „Aha, ein Kirchen-Verschwörungs-Thriller der auf der Dan Brown Welle mitreiten möchte.” Dachte ich auch zuerst, deshalb stand Crucifix recht lange ungelesen im Regal rum — zu Unrecht wie ich jetzt feststellen musste.
Allerdings weiß Montanari dieses Szenario extrem gut umzusetzen und schreibt, dass man das Buch nur ungern aus der Hand legt. Die Hauptpersonen, Kevin Byrne und Jessica Balzano, sind ziemlich gut charakterisiert und Montanari hält das Tempo und die Spannung das ganze Buch über sehr hoch. Der Leser wird recht oft (ziemlich plump) auf eine falsche Fährte gelockt, hier wäre vielleicht etwas weniger mehr gewesen, denn nach einer gewissen Zeit weiß man einfach, dass die eingestreuten Spuren einen in die Irre locken möchten.
Der Schluss offenbart nach einem sehr spannenden und unterhaltsamen Roman leider kleine Schwächen. Einige Fragen bezüglich Warum und Weshalb bleiben beim präsentierten Mörder leider offen. Auch der Subplot mit Byrne hätte sich der Autor im Endeffekt sparen können, weil dieser keinerlei Auswirkungen hat.
Bis auf den Schluss allerdings ein sehr flüssiger, spannender und unterhaltsamer Roman, den man ziemlich schnell durchlesen wird. Dann warten allerdings mit Mephisto und Lunatic schon die nächsten Bücher mit dem Ermittler-Duo auf den Leser ;)
Tags für diesen Artikel: richard montanari, thriller



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