18. 11
Der Knochendieb ist O'Callaghans erster Roman und eines ist nach Lektüre des Buches deutlich: Da ist noch einiges an Raum für Verbesserungen ;)
Der Klappentext klingt zwar schon etwas übertrieben (Leichen komplett zu entbeinen stell ich mir schon nicht so ganz elementar vor...), verspricht aber doch ein gewisses Maß an Spannung - welche leider nur teilweise eintritt.
Die Ermittlungen plätschern größtenteils nur vor sich hin, auch die Tatsache, dass der Leser von Anfang an den Täter kennt ist der Spannung nicht gerade zuträglich.
Auch die Motivation des Killers wird nicht so recht klar. Es gab zwar (mal wieder...) eine schwere Kindheit, aber das ist nicht wirklich eine befriedigende Erklärung.
Die "Krönung" setzt dem Roman allerdings der Charakter der 14 jährigen Moira - eine gottgleiche Hackerin vor dem Herrn, die es alleine schafft dem Täter auf die Schliche zu kommen.. ahja... was blöderes ist dem Autor wohl nicht eingefallen....
Allen Kritiken zum Trotz, ein gutes hat das Buch: da es größtenteils flach und banal ist, lässt es sich verdammt gut durchlesen. Allerdings habe ich meine Zweifel, dass man sich nach zwei Wochen noch an irgendwelche Details erinnert.
Wenn sonst nix mehr zu lesen da bist einen Blick wert, sonst kann man den Knochendieb getrost links liegen lassen.
Tags für diesen Artikel: thomas o'callaghan, thriller



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