25. 12

Flugzeuge fallen vom Himmel, Autos bleiben liegen, Fabriken stehen still, und das rund um den Globus. Eine neuartige Mikrobe hat das Erdöl befallen und macht es unbrauchbar. Seuchenexperte Gerogry Gerard soll helfen dem Erreger auf die Schliche zu kommen, allerdings passt seine Richtung der Ermittlungen dem Pentagon, dass die Schuld bei arabischen Terroristen sucht, nicht in den Plan, und Gerard wird vom Kernteam abgezogen. Während um ihn herum die Welt im Chaos versinkt, begibt sich Gerard eigenmächtig und ohne offiziellen Segen auf die Suche nach den Ursprung des Erregers.

Trotz eher mittelmäßiger Amazon-Rezis schleiche ich schon lange um Black Monday herum, weil die Idee hinter dem Buch gar nicht so schlecht klingt. Als es letzt dann mal auf dem Mängelexemplartisch aufgetauchte, ist es dann auch mal in meinen Besitz übergegangen.
Um es vorweg zu nehmen: Die Grundidee finde ich immer noch gut, die Umsetzung entspricht aber schon den Amazon-Meinungen: eher mittelmäßig.
Reiss stellt in seinem Roman ein ziemliches Schreckenszenario dar: Fast die gesamten Ölvorräte der Erde sind verseucht und somit unbrauchbar gemacht. Das bedeutet kein Sprit für Autos, Flugzeuge, Schiffe, keine gesicherte Energieversorgung, Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung, Plünderungen und Leben nach dem Gesetz des Stärkeren. Auch wenn es sich um ein weltumspannendes Problem handelt, beschränkt sich der Roman größtenteils auf die USA. Wenig von internationalen Problemen, die in so einer Situation mit Sicherheit auftreten würden, der Verfall der Gesellschaft beschränkt sich auf das Verhalten der Bürger der USA. Auch die zuständigen Strategen im Pentagon handeln mit dem typischen Action-Thriller-Denken: Das waren Terroristen, wer was anderes denkt wird ignoriert und weggemobt.
So läuft das Buch auf das typische „keiner hört mir zu also rette ich die Welt auf eigene Faust“ Szenario hinaus.

Wirklich unbefriedigend ist das Ende des Buches. Der Drahtzieher im Hintergrund taucht erstmals 20 Seiten vorm Ende auf, wird Verhaftet, Epidemie besiegt, das Volk jubelt, Ende gut alles gut. Da hätte sich der Autor wirklich etwas besseres einfallen lassen müssen.

Der Weg bist zum Ende ist mal mehr mal weniger spannend, bleibt in Sachen Figuren allerdings immer arg oberflächlich. Als Urlaubslektüre vielleicht gar nicht so verkehrt, liest sich gut durch, wird allerdings wohl recht schnell wieder vergessen sein.
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