05. 02

Raymond hat Pech gehabt. Zuerst wurde er von einem fliegenden Seestern vom Uranus gekidnappt und dann auch noch als Delikatesse auf dem Venusianischen Exoten-Markt verkauft. Doch nun scheint sein Glück sich zu wenden: Er wird von einem Weltraumzirkus gerettet. Allerdings ist es kein normaler Zirkus, den Professor Merlin da führt und der auf einem viktorianischen Dampfschiff zwischen den Sternen laviert. Seine Artisten vollbringen Kunststücke, die eigentlich nicht vollbracht werden können. Und auch für Raymond hat der Professor einen Job: Er soll die Erde retten (was auch sonst), der man die Luft abzudrehen droht, um sie in ihrem eigenen Müll ersticken zu lassen…

Eigentlich bin ich bei Büchern, die auf dem Cover mit Douglas Adams oder Terry Pratchett verglichen werden immer etwas skeptisch, trotzdem habe ich Robert Rankings [amazon asin="3404242106"]Die größte Show jenseits der Welt[/amazon] vom Wühltisch mitgenommen und bereue den Entschluss kein bisschen.

Echt unglaublich wie viele witzige und skurrile Dinge Rankings für dieses Buch eingefallen sind. Neben der Story rund um Raymond, der von der Erde gekidnappt wird und die Welt retten muss (die übrigens nur eine kleine Innenwelt im Bauch einer größeren ist) gibt es noch eine weitere Story rund um seinen Kumpel Simon auf der Erde. Auch auf der Erde passiert allerlei witziges, von einem Buch in dem die Zukunft geschrieben steht über die Verschwörungsgruppe BASTEI, die Satan Saat-Hahn anbeten hin zu drei Männern in Grau die Simon ans Leder wollen.

Diese zwei Stories werden von Ranking teils wirklich super verknüpft, die Perspektive wechselt laufend (meist wenn’s grad spannend ist) mit meist fließenden Übergängen, da eine Handlung auf der Erde auch gerade so ähnlich im Weltall passiert. Zwischendrin gibt es einige Running-Gags, Running-Gags die nicht gemacht werden (Inspektor T’Od), einen sprechenden Elefanten der sich Moses nennt und vom Pharao fordert, dass dieser sein Volk ziehen lassen soll usw – echt unglaublich was Ranking sich alles witziges einfallen gelassen hat.

Witzige Story, die nach einem etwas öden beginn den Leser immer mehr in ihren Bann zieht. Satire gemischt mit Fantasy, durchaus witzig und ziemlich schräg. Mit Pratchett und Adams lässt sich das ganze von der Art zwar nicht wirklich vergleichen, aber wer diese beiden Autoren mag wird auch mit der größten Show jenseits der Welt seine Freude haben.
Ich wird mir jedenfalls mal mehr von Ranking auf meinen Wunschzettel setzen.
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