07. 02

Um mit etwas Abstand ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, mietet die junge Studentin Danielle ein abgelegenes viktorianischesLandhaus. Doch das alte Gebäude birgt ein düsteres Geheimnis, das Danielle immer mehr verwirrt. Um ihrer Schwester Anna zu beweisen,dass sie sich die seltsamen Geräusche und Umstände in dem düsteren Gemäuer nicht nur einbildet, beginnt sie damit, sich mit derVergangenheit des Hauses zu beschäftigen. Sie findet heraus, dass dort vormals ein brutaler Kindermörder namens Edgar Crowe seinUnwesen trieb und vermutet, dass dessen untote Seele durch diese Residenz spukt. Doch schon längst hat sich Crowe der jungen Fraubemächtigt und benutzt sie als Gehilfin zum Bau eines grausamen Folterinstruments. Anna sieht sich nun der Herausforderunggegenübergestellt, diesen Horror zu beenden - ohne das Leben ihrer Schwester in Gefahr zu bringen…

Einer meiner importe aus England: The Chair, ein Kanadischer low-budget Horror, der hier am 27.02 in die Läden kommen soll. Auch wenn die DVD ein KJ Siegel verpasst bekommen hat, sollte man keinen Film mit viel Gore erwarten.
The Chair baut auf ruhige Bilder, verbunden mit passender Sounduntermalung und schafft es so, über einen Großteil der Laufzeit eine gruselige Atmosphäre zu erhalten. Der Spannungsbogen ist auch recht gut aufgebaut, was anfangs nach einem typischen Poltergeist-Horror aussieht, entwickelt sich doch anders, wenn "das Böse" Besitz von Danielle ergreift.


Der Film spielt zu 95% im Haus und es gibt eigentlich auch nur fünf Schauspieler (von denen nur zwei wirklich größere Rollen haben). Dafür sind die zwei Schwestern für das männliche Publikum nett anzusehn (und man wird einmal grummeln, weil die Kamera nicht scharf stellt *g). Auch wenn die Schauspieler allesamt keine Oscar-Talente sind, machen sie ihren Job recht überzeugend, da ist man vom Horrorgenre weitaus schlimmeres und unfähigeres gewohnt.

Im ganzen kein Meilenstein, aber er schafft über seine Laufzeit gut zu unterhalten. Ausserdem endlich mal ein Film, der wirklich eine unheimliche Atmosphäre aufbaut - zu Zeiten wo Horrorfilme sich fast nur noch über Gore definieren eine erfreuliche Ausnahme. Wer keinen hochpolieren Film braucht und mal etwas ruhigere Horrorkost sucht sollte mal einen Blick riskieren (die Ausleihgebühr ist der Film sicherlich wert).

Etwas enttäuschend war die englische DVD. Extra gibts keine ausser dem Trailer, der Ton liegt nur in Stereo vor (das es sowas bei einem Film von 2007 noch gibt..), das Bild rauscht vor sich hin und Untertitel gibt es auch keine. Ausserdem sah das Bildformat etwas seltsam aus... das war irgendwie weder 16:9 noch 4:3 *schulterzuck*.
Die deutsche DVD soll aber sowohl deutschen als auch englischen Ton in 5.1 (wie man das ja gewohnt ist) bieten sowie mit einigen Extras wie MakingOf aufwarten.
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