05. 04

infiziert Die Epidemologin Margaret Montoya wird bei der CIA mit einer seltsamen Krankheit konfrontiert. Aufgrund eines unbekannten Erregers verwandeln sich normale Menschen in Psychopathen, die ihre Familien töten und sich dann selbst auf grauenerregende Weise umbringen. Montoya und die US-Regierung glauben zunächst an eine terroristische Attacke mit einer neuartigen Biowaffe, doch die Wahrheit ist noch viel alarmierender…

Hihi, [amazon asin="3453433637"]Infiziert[/amazon] ist schon ein leicht krankes Buch – deshalb hats mir wohl auch so gefallen :P

Die Geschichte ist bis zum Schluss eigentlich zweigeteilt. Einerseits begleitet man Margaret und die CIA, die versuchen der seltsamen Seuche auf die Schliche zu kommen, andererseits bekommt man einen Einblick in das Leben des Ex-Footballers Perry, der sich mit dem Parasiten infiziert hat.

Wo der Margaret Teil teils etwas öde ist, lässt es Sigler bei den Geschehnissen um Perry krachen. Perry hat etwas dagegen, dass sich die Parasiten in seinem Körper breitmachen und geht mir ziemlicher Härte und extremer Selbstverstümmelung gegen den "Feind im Inneren" vor. Sigler knausert bei den Akten der Selbstverstümmelung nicht mit Details, auch die Geflügelschere des Covers darf später im Buch zu einem schmerzhaften Einsatz kommen.

Auch ein gewisser Grad an Humor ist dem Roman nicht abzusprechen. Als Perry anfängt sich mit den Parasiten zu unterhalten, sorgt die ein oder andere Situation doch für ein Grinsen beim Leser – eine willkommene Auflockerung zwischen den blutigen Szenen.

Der Roman kümmert sich nicht sonderlich groß um das warum, wieso, woher der Parasiten – auch das Ende ist so gehalten dass man noch einen zweiten Teil anhängen kann. Aber bis zu eben jenem Enden, legt man das Buch nur ungern aus der Hand. Man empfindet schon Mitleid mit dem armen geschundenen Perry und will wissen wie und ob er als Sieger aus dem Kampf gegen seine Parasiten hervorgeht.

Nix für Zartbeseitete, ein Vertreter der Schnell-Simpel-Blutig  Literatur, und dazu noch ein ziemlich guter. Wer Laymon und Co liest kann ruhigen Gewissens zugreifen.

Achja: Laut Publishers Weekly ein "erschreckend realistischer Horrorthriller" – also dem kann ich jetzt ja überhaupt nicht zustimmen. Denn wer dies hier als "erschreckend realistisch" bezeichnet, muss auch an Marsmenschen und Co glauben :P

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Scott Sigler - Virulent
Überall in Amerika verwandeln mysteriöse Parasiten unschuldige Bürger in wahnsinnige Mörder. Als einziger Mensch überlebt der ehemalige Footballspielder Perry Dawsey die unbekannte Seuche. er ist die letzte Hoffnung, der Bedrohung Herr zu werden und de
Weblog: Tharos' Weblog
Aufgenommen: Apr 17, 15:16

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