02. 05
Bologna an einem heißen Sommertag. Im Fahrstuhl eines Apartmenthauses stecken drei Menschen fest: Claudia, eine Studentin, die als Kellnerin jobbt, der junge Tomas, der mit seiner Freundin nach Amsterdam flüchten will, und Aldo, der ein Doppelleben führt: Denn der Familienvater ist ein psychopatischer Mörder. Keiner hört die Rufe der Eingeschlossenen, auch nach Stunden ist noch keine Hilfe in Sicht. Die Luft im Aufzug wird immer stickiger, und die Aggression unter den dreien nimmt zu. Vor allem Aldo kann sich kaum noch beherrschen. Dann geht plötzlich das Licht aus...
Noch einen kleineren Handlungsraum zu finden, als Gianluca Morozzi für sein Buch Panik wählt, dürfte schwierig sein, denn Panik spielt komplett in einem 1,30m x 0,95m x 2,20m großen Fahrstuhl ;) Nun stellt sich allerdings die Frage, ob solch ein beschränkter Raum ausreicht um knapp 190 (wenn auch etwas größer geschriebene) Seiten unterhaltsam zu füllen…
Bevor es in den Fahrstuhl geht, werden die drei Hauptakteure des Buches in eigenen Kapiteln gesondert mit ihrer Vorgeschichte präsentiert. Sonderlich viel erfährt man in diesen Kapiteln aber auch nicht – im Grund nicht viel mehr als schon aus dem Klappentext hervorgeht. Alsos Kapitel wartet noch mit etwas Blut und Ekel auf, denn er kommt direkt von einer "Folterung", Claudia will nach ätzender Arbeit als Kellnerin einfach nur Duschen und Tomas ist in Gedanken schon mit seiner Freundin im Zug nach Amsterdam.
Nach der Vorstellung geht es dann gemeinsam in den Fahrstuhl, der natürlich gleich steckenbleibt. Die Stimmung und steigende Panik im Fahrstuhl wird von Morozzi zwar ganz gut beschrieben, aber so ein Fahrstuhl bietet doch einfach zu wenig Platz um eine große Handlung zu entfalten. So schweifen viele Teile des Buches ab und beschreiben Gedankengänge der Protagonisten, die mit der eigentlich Situation eigentlich nichts zu tun haben, en Detail. Das ist oftmals langweilig und kann auch ohne Probleme überblättert werden ;) Das die Situation im Fahrstuhl mit der Zeit eskaliert ist von vorneherein zu erwarten und auch die daraus entstehenden Geschehnisse kommen nicht wirklich überraschend.
Etwas überraschend ist vielleicht die finale Auflösung – die kommt gleichzeitig aber auch ziemlich abstrus und unglaubwürdig daher…
Ein Buch was man wirklich nicht lesen muss. Es passiert zu wenig, zu wenig Spannung und zu viele Abschweifungen.



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Die Uhr tickt für Claudia, Tommy und Karl, die sich völlig fremd sind und doch eins gemeinsam haben: Sie sind im Aufzug eines Mietshauses stecken geblieben – ohne Aussicht auf baldige rettung aus dem nahezu verlassenen Gebäude. Ihre Rettungsversuche sch
Aufgenommen: Sep 05, 14:13