31. 05

9783426503324_190 So richtig leicht hat Vincent es nicht: Sein Bruder nervt, seine Eltern gehören einer merkwürdigen Sekte an – und dann erfährt er auch noch von einem übellaunigen Elf, dass die Vernichtung der Menschheit durch hungrige Dämonen unmittelbar bevorsteht. So etwas kann einem wirklich den Tag versauen! Also muss Vincent sich schleunigst darum kümmern, die Welt zu retten. Falls das überhaupt noch möglich ist…

Zu Timothy Carters "Dämonenhunger " kam ich eher unverhofft. Erscheinen wird das Buch im Juli 2009 und ich habe es vom Verlag zum Testlesen vorab erhalten – da sagt man doch auch nicht nein ;)

Vincent, der unfreiwillige "Held" des Buches, hat es wirklich nicht leicht. Er muss erfahren, dass es in unserer Welt mehr Geschöpfe gibt als wir wissen, welche nur nicht von jedem gesehen werden können. Zuerst begegnet er Elfen, die ihm einen Nasenkäfer, einen Obyon, verpassen, und so Vincen ihren Willen aufzwingen. Jedes Wiedersetzen gegen einen Befehl der Elfen resultiert sonst in starken Schmerzen. Neben Elfen trifft Vincent auch noch auf Feen – die ihm eröffnen dass die Erde demnächst untergehen wird und alle Menschen, die sich nicht durch Portale retten, von Dämonen gefressen werden. Alles andere als rosige Aussichten ;)
So liegt es nun an Vincent, zusammen mit Feen und Elfen, diese Portale zu finden um wenigstens einen Teil der Menschheit zu retten. Diese Unterfangen wird nicht gerade dadurch begünstigt, dass sich schon ein paar Dämonen auf der Erde befinden und freudig der Apokalypse entgegen fiebern – welche für sie ja mit einer üppigen Mahlzeit verbunden ist.

Bücher mit Weltuntergangszenarien gibt es ja genug – aber Dämonenhunger hat trotzdem ein relativ unverbrauchtes Setting. Das Menschen von Dämonen aufgefressen werden wenn das Ende der Welt kommt und kleine Feen und Elfen auf der Erde rumschwirren, hat man doch eher seltener in einer Kombination gelesen. Das Buch legt auch ein ziemliches Tempo an den Tag und ist dadurch auch recht flott durchgelesen. Langeweile kommt eigentlich nie auf, lange Dialoge und Co sucht man vergebens, alles ist auf hohes Tempo ausgelegt. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass das Buch vielleicht doch eine etwas jüngere Zielgruppe anstrebt, denn Sprache und Co sind doch ziemlich simpel gehalten – sehr leichte Kost im Großen und Ganzen. Am Ende packt der Autor noch den kleinen Moralhammer aus, dass die Menschheit die Erde ja gar nicht verdient, weil wir eh alles kaputt machen und verdrecken. Das passt nicht wirklich in den Roman, hält sich zum Glück aber im Rahmen.

Auch mit der Logik hapert es ab und an, ein paar Löcher bezüglich wie, warum, weshalb fallen schon auf – aber darüber sieht man bei eher seichter Unterhaltung ja mal hinweg, vor allem wenn man es eh mit Fantasy zu tun hat.

Alles in allem hat mich Dämonenhunger doch recht gut unterhalten. Witziges Setting, hohes Tempo, aber vielleicht etwas zu simple Sprache. Wohl für Jugendliche am Besten geeignet, taugt aber auf für Ältere mit etwas Gefallen an Fantasy als seichte Bus-Lektüre ;)

Hier gibt es übrigens eine PDF Leseprobe.

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