04. 08

Jamal, ein Strichjunge aus London, hat eine Mini-Disc mit brisanten Informationen gestohlen. Und das ist schlecht für ihn – denn nun ist "Hammer" hinter ihm her, ein brutaler Killer mit einem saphirblauen Schneidezahn, der seine Opfer auf dem Gnadenthron, einem Folterstuhl, zu Tode quält.
Seine Tre3fferquote: 100 Prozent. Unerwartete Hilfe bekommt Jamal von dem ehemaligen Starjournalisten Joe Donovan, der verzweifelt nach seinem spurlos verschwundenen Sohn sucht. Zusammen dringen die beiden in ein Netz des Schreckens vor, vor dem sie sich keine Vorstellung gemacht hatten…

Gekauft habe ich mir den Gnadenthron, weil der Klappentext recht interessant klingt. Allerdings bin ich nun, nach der Lektüre, doch etwas enttäuscht von dem Buch.Waites liefert hier einen dunklen Krimi, bei dem der titelgebende Gnadenthron nur eine kleine Nebenrolle einnimmt und als Schauplatz für eine Folterungsszene dient.

Auf den Stil des Buches muss man sich erst einmal einstellen. Waites nutzt größtenteils extrem kurze und schnörkellose Sätze, aber daran gewöhnt man sich recht schnell. Trotzdem schafft er es, die Charakteren recht detailliert zu zeichnen und einjedem eine Persönlichkeit einzuhauchen.

Was mich aber so gar nicht begeistert konnte, war die  komplexe (und teils etwas verwirrende) Story. Anfangs hat man einige parallele Erzählstränge, die am Ende aber alle recht sauber zusammengeführt werden. Trotzdem konnte mich der Roman nie in seinen Bann ziehen. Zu lange weiß man nicht, woran man eigentlich ist. Alle Storyfäden plätschern zusammenhangslos vor sich hin – Spannung sieht für mich anders aus.

Im Netz bekommt das Buch meist recht gute Kritiken – trotzdem war es nicht so wirklich mein Fall, bestenfalls mittelmäßig.

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