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10. 01

Ich will diese Frau! Also muss ich sie ansprechen. So einfach ist das. Ich beschließe, bis zehn zu zählen um dann festen Schrittes und mit charismatischem Siegerlächeln den Laden zu betreten. Dann werde ich sie fragen, was sie nach Feierabend vorhat. So was machen täglich Tausende von Männern. Und nicht wenige von ihnen kommen Sekunden später mit ihrer zukünftigen Ehefrau aus Cafes, Supermärkten und Bowlingcentern. Gut, danach gibt es dann oft noch ein paar kleinere Probleme, wie Untreue, Erpressung und Schießereien, aber am Ende ist immer als gut.

Damit es nicht wieder heißt "Du liest auch nur so krankes Zeug", hat sich letzt auch mal ein fast normales Buch zu mir verirrt: Vollidiot von Tommy Jaud. Hier gibt es ausnahmsweise mal keinerlei Gewalt oder ähnliches, sondern es handelt es sich um eine Komödie, bei der man sich "am Sofa festkrallen soll, sonst hüpft man vor Lachen" laut Bild am Sonntag auf dem Klappentext. Allerdings gilt auch hier wieder, dass dieses Zitat grauenvoll übertrieben ist.

Die Gefahr, dass ich vor lachen hüpfend von der Couch gefallen wäre, bestand beim Lesen von Vollidiot zu keiner Zeit, allenfalls ein grinsen in der ein oder anderen Situation war drin. Vollidiot ist flach, wirklich flach. Der Autor war vorher Gagschreiben, vor allem für die Sat1 Wochenshow und Ladykracher – über dieses Niveau kommt auch das Buch nicht hinaus. Leute, die sich über den Humor von Mario Barth und Co zu Tode lachen können, werden auch mit Vollidiot etwas anfangen können.

Der Hauptcharakter ist, wie der Titel sagt, schon ein Vollidiot, gleichzeitig kann man aber fast Mitleid mit ihm als totaler Real-Life-Verlierer haben. Unfähig sein Leben zu managen, stolpert er von Frauengeschichte zu Frauengeschichte, unterbrochen von ein paar Griffen ins Klo im Job. Die Witze infantil, peinlich, prollig oder unter der Gürtellinie – und dazu oft genug einfach nur Rohrkrepierer.

Verfilmt wurde das Buch übrigens auch, mit Oliver Pocher in der Hauptrolle. Die Besetzung war wenigstens mal eine gute Wahl. Pocher ist zwar ein unterirdischer Schauspieler (glaub er würde sogar in einer Soap negativ auffallen), aber den Assicharakter eines Vollidioten nimmt man ihm einfach ab ;) Insofern fand ich den Film hier sogar fast besser als das Buch – was aber nichts daran ändert, dass der Humor so gar nicht meinen Geschmack trifft.

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Derzeitige Beurteilung: 3.67 von 5, 3 Stimme(n) 703 Klicks

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Kommentare

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Wenn Dir "Vollidiot" gefallen hat, wird Dir "Millionär" vermutlich auch gefallen. Ich finde "Millionär" sogar noch besser.
#1 ChristianS (Homepage) am 11.01.2010 10:04 (Antwort)

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