13. 02

Die Figur des Sherlock Holmes dürfte so ziemlich jedem bekannt sein. Mit dem brillianten Meisterdetektiv mit Pfeife ist es Sir Arthur Conan Doyle wirklich gelungen, einen Charakter zu erfinden, der über Jahrhunderte hinweg bekannt blieb.
Nun hat Holmes, unter Regie von Guy Ritchie, der uns sowohl mit guten als auch mit weniger guten Filmen bedacht hat, den Sprung auf die moderne Kinoleinwand geschafft – und das gar nicht mal schlecht.

 

Allerdings darf man nicht mit dem Anspruch in den Film gehen, einen Holmes wie in den Originalbüchern zu Gesicht zu bekommen. Wo der literarische Holmes seine Fälle eher ganz ruhig und besonnen mit Pfeife am heimischen Kamin durch scharfe Schlussfolgerungen löst, ist der Homes dieser Verfilmung eher etwas der James Bond der Jahrhundertwende. Es geht alles etwas actionreicher zur Sache, es darf sich geprügelt werden – auch mal in Fight-Club-Manier – und auch Dr. Watson ist nicht nur die analytische rechte Hand sondern darf auch mal feste hinlangen. Allerdings wurde eine gute Mischung gefunden, die gezeigte Action ist nicht total übertrieben sondern gut dosiert. Seien wir ehrlich: Holmes 90 Minuten beim Rauchen und Schlussfolgern zuzusehen wäre fürs Kino auch etwas arg langweilig geworden…

 

Schauspielerisch weiß vor allem Robert Downey Jr. in der Rolles des Holmes zu gefallen. Er hat schon in Iron Man gezeigt, dass er gut Superheld, Kauz und Komik unter einen Hut bringen kann und zeigt eben dies auch in der Rolle des Sherlock Holmes. Mit Jude Law als Watson konnte ich mich anfangs nicht anfreunden (keine Ahnung warum), aber objektiv betrachtet macht er seine Rolle auch recht ordentlich. Mark Strong mit gestylter Gelfrisur und bösem Ledermantel macht vor allem eines: dämonisch gucken; das dafür aber fast perfekt.

Die Story baut jetzt nicht gerade eine phänomenale Spannung auf, aber als Zuschauer ist man mit Interesse beim Geschehen dabei. Ich persönlich hätte am Ende gerne noch etwas weitergeguckt (der Schluss hält sich einen zweiten Teil ja mehr als nur offen). Auch von der Optik her weiß der Film zu überzeugen. Gelungenes Actionkino.

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