22. 03
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| Titel: | Meat |
| Autor: | Joseph D'Lacey |
| ISBN: | 3453433726 |
| Verlag: | Heyne |
| Seitenzahl: | 448 |
| Preis: | EUR 8,95 |
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Eine schreckliche Zukunftsvision: Die Stadt Abyrne ist umgeben von Wildnis. Die Menschen darin brauchen Fleisch zum Überleben. Doch die Kontrolle über die Fleischfabrik hat eine allmächtige, skrupellose Minderheit, die den Rest der Bevölkerung terrorisiert. Das Volk hungert und braucht Nahrung. Der Konflikt zwischen den Herrschenden und Beherrschten bricht offen aus.
D’Lacey Meat habe ich mir aufgrund der fast durchweg positiven Amazon-Rezensionen zugelegt – und musste wieder mal feststellen, dass das alleine noch kein Qualitätskriterium ist. Meiner Meinung nach ist Meat nämlich ziemlicher Mist…
Der Roman baut ein ziemlich seltsames Szenario auf: Die Bevölkerung von Abyrne hat eine eigenwillige Religion: Das ganze Leben baut auf eine Bibel auf, die besagt, dass die Menschen sich “die Auserwählten” – Rinder – halten sollen und sich von ihnen ernähren zu haben. Die Fürsorge mit ihren Pastoren wacht darüber, dass sie dich Bevölkerung an die Traditionen des Abdominalpsalter hält und die MFP, die Organisation des Fleischbarons Rory Magnus, kontrolliert die komplette Fleischproduktion.
Ein kleiner Haufen Eigenbrödler beschließt, sich nicht länger vom Fleisch abhängig zu machen und lebt fortan nur noch von Luft und Licht – und zettelt den Wiederstand gegen den Fleischbaron und die Fürsorge an.
Das Buch krankt vor allem an dem extremen Schwarz/Weiß denken. Es gibt eigentlich fast nur richtig böse und richtig gute Charaktere. Fürsorge und Fleischanhänger: Böse, Aufständler: Gut. Dazwischen ein paar Charaktere wie die Pastorin, die erst Gut dann Böse sind, ohne das der Roman es so wirklich schafft eine glaubhafte Motivation zu präsentieren. Allgemein präsentiert und erklärt das Buch eh recht wenig. Über die Stadt selber erfährt man so gut wie nichts. Warum sie abgeschieden in der Wüste liegt, was es mit den alten Ruinen auf sich hat, was “früher” war, was die normalen Bürger treiben – alles fehlt. Neben Fürsorge, Fleischer und Aufständler gibt es wohl noch ein paar Getreidebarone (das ganze Viehzeug will schließlich was zu futtern haben), aber es kommt nie der Eindruck einer richtigen Stadt auf. Selten ist es einem Autor so misslungen, eine glaubhafte Welt darzustellen.
Die bei Amazon oft genannte “extreme Gewaltdarstellung” konnte ich auch nicht so ganz nachvollziehen… vielleicht hab ich einfach zu viele Laymons und Co gelesen. In Meat geht es eigentlich nur selten brutal zu.
Meat ist einfach nur ein Buch mit einer bescheuerten Story über auserwählte Rinder mit einem seltsamen religiösen Flair das man nicht gelesen haben muss.




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