25. 04

Gnaw CoverEin Wochenendausflug in ein abgelegenes Landhaus und viel Spaß im Gepäck - Das war der Plan der sieben jungen Leute. Doch mit einbruch der Dunkelheit lauert der blanke Terror auf sie. Eine Meute kannibalistischer Psychopaten wartet nämlich sehnsüchtig auf frisches Fleisch und beginnt ein grausames, blutiges Spiel, dass zu einem Kampf auf Leben und Tod wird. Eine höllische, gewalttätige Nacht nimmt ihren Lauf, bei der nur wenige Glückliche das Morgengrauen erblicken werden.

Wenn es für sinnfreie Titel einen Preis gäbe, wäre Gnaw sicher ein Anwärter auf eben diesen - gibt es aber (meines Wissens nach jedenfalls) nicht, also muss man auch Gnaw bezüglich filmischer Kritikpunkte betrachten.

Die Story klingt nach dem üblichen "Teenies fahren in die Wald zum Saufen und V*geln und werden abgeschlachtet" Schema und, um es vorweg zu nehmen, mit mehr weiß Gnaw auch nicht aufzuwarten. Das Cover und Inhalt der DVD enthüllen ja auch direkt, dass die Getöteten zu Burgern etc verwandelt werden. Ein Spoiler ist dies zum Glück nicht, denn auch ohne Cover weiß man recht schnell, wie im Film Leichen entsorgt werden - eine (nicht vorhandene) Schlusspointe wird also nicht vorweg genommen.

Gnaws Problem ist, dass er einfach ein weiterer Teenieslasher ohne neue Ideen ist. Da zusätzlich offensichtlich nur ein geringes Budget zur Verfügung stand, gibt es dazu auch noch schlechte C-Klasse Schauspieler und dümmliche Dialoge. Auch die "Meute" (laut Cover) besteht eigentlich nur aus einer Person (OK, zwei wenn man die Frau mitzählt...). Als letzten Grashalm der Hoffnung gibt es bei Genrefans nun nur noch die Gore-Frage, aber auch hier weiß Gnaw zu enttäuschen. Es gibt weder neue Ideen noch gute Effekte. Eigentlich bekommt man so gut wie nichts zu sehen außer eine ausgerissene Zunge. Der Rest wird nur angedeutet und passiert dann im Off oder im Dunklen. Allein von den Effekten hätte es für Gnaw auch ein 16er Siegel getan.

Während dem Gucken stellt man sich dann die Frage, ob das eh schon geringe Budget kurz vor Schluß auch noch ganz ausging, denn das Ende kommt doch schon sehr plötzlich nach etwas mehr als 70 Minuten. Aber mangels richtigem Unterhaltungswert ist das in der Situation auch egal.

Fassen wir mal zusammen: Story altbekannt und ohne große neue Ideen, Schauspieler und Dialoge auf typisch blödem Teenie-Slasher-Niveau, Gore-Effekte harmlos oder schlichtweg nicht vorhanden... Was kann also nur das Fazit sein? Richtig,... einen Bogen um Gnaw machen und bei dem schönen Wetter das Geld lieber in Eis investieren, da hat man mehr davon ;) 

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