13. 06
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| Titel: | Gier |
| Autor: | Garry Disher |
| ISBN: | 3426618877 |
| Verlag: | Droemer Knaur |
| Seitenzahl: | 256 |
| Preis: | EUR 8,90 |
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Gier von Garry Disher in ein Genre einzuordnen ist gar nicht so einfach. Ein Thriller ist es nicht, aber ein Krimi ist es auch nicht. Nennen wir es einfach einen Gangster-Roman. Es gibt keine "guten" Ermittler oder ähnliches, der komplette Roman bleibt im Gangster-Milieu. Der Coup an sich wird aus Sicht der Gangster beschrieben (also etwas in der Art von Oceans 11) und auch die Gegenspieler sind nicht Polizisten sondern andere Gangster.
Die Gangster in Gier sind allerdings keine coolen Hollywood-Typen, die immer einen witzigen Spruch auf den Lippen haben - Humor fehlt dem Buch fast komplett. Alles ist eher ernst, hart und düster. Wie man es von Bösewichten erwartet, kennen die Akteure im Roman nur selten Skrupel in der Wahl der Mittel.
Allerdings fehlt der Geschichte und den Charakteren das gewisse Etwas. Man wird recht direkt in die Geschichte geworfen und das Ende des Ganzen kommt ebenfalls ziemlich abrupt. Auch die Charaktere haben das Problem der fehlenden Einführung, alle Akteure bleiben blass und es fehlt eine wirkliche Identifikationsfigur. Dadurch leidet das Lesevergnügen doch etwas, man wird einfach nicht so in die Geschichte hineingezogen als wenn man sich mit den Akteuren identifiziert. Auch richtige Spannung kommt im Roman nur ganz selten auf. Etwas Gefahr und höhere Geschwindigkeit finden erst gegen Ende des Romans ihren Weg ins Buch, bis dorthin plätschert die Story ohne größere Überraschungen und Spannungsmomente so vor sich hin.
So vielversprechend das reine Gangstermilieu für einen Roman ist, so durchwachsen ist leider die Umsetzung - schade, ich habe mir mehr erhofft.




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