17. 07

Moskito Cover Image
Titel:Moskito
Autor:
ISBN:3442244315
Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seitenzahl:320
Preis:
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Ein Unfall katapultiert den Teenager Sam in eine bizarre Albtraumwelt, die bevölkert ist von gigantischen Wespen, monströsen Ameisen und blutgierigen Hunden. Aurobon wird von dem grausamen Herrscher Odoursin regiert, dessen einziges Ziel die Vernichtung der Menschheit mit Hilfe eines tödlichen Virus ist. Sam begreift bald, dass er nicht zufällig hier ist. Denn nach einer alten Prophezeiung kann nur er den dunklen Herrscher stoppen …

Die Idee des Buches klingt ja ganz vielversprechend: Ein Volk in einer Art Parallelwelt, welches als Piloten von Ameisen, Wespen und Pferdebremsen auch auf der Erde unterwegs ist. Die gute Grundidee hat Steve Voake aber nicht wirklich nutzen können.

Fast das ganze Buch spielt in eben jener Parallelwelt, und die Möglichkeit des Wechsels zwischen den Welten kommt nur ganz am Schluss zum tragen. Deshalb ist die Idee eigentlich ziemlich verschenkt - hier hätte man sich eine viel engere Verwebung der beiden Welten wünschen können. Auch die Erzählweise von Steve Voake reißt einen nicht wirklich vom Hocker, denn dem Buch fehlt irgendwie ein richtiger Spannungsbogen. Die Geschichte bewegt sich zielstrebig auf das (erwartete) Ende hin, und hat auf dem Weg dort hin keine wirklichen Highlights. Größtenteils kann man sich denken was als nächstes passiert - und genau dies passiert dann auch wirklich. Zu dieser recht unspannend erzählten Handlung gesellen sich dann auch noch die arg oberflächlichen Charaktere des Buches, deren Handlungen oft arg naiv und kindisch (ok... es sind noch Kinder im Buch, aber trotzdem...) und somit nicht wirklich glaubhaft sind. 

Nach der Lektüre von Moskito denke ich, dass das Buch sich doch eher an eine jüngere Zielgruppe wenden dürfte. Einerseits sind die Hauptakteure des Buches noch jung, und auch die Idee als Pilot von Wespen, Ameisen oder Moskitos auf der Erde herum zu fliegen bzw laufen, dürfte eher bei jüngeren Lesern gut ankommen. Auch die nicht so recht vorhandene Spannung und Charaktertiefe ist bei einem Jugendbuch wohl eher zweitrangig.

Deshalb würde ich sagen: Für Jugendliche sicher ein interessantes Fantasybuch, volljährige, die auf der Suche nach "erstklassiger Dark Fantasy in der Tradition von Stephen King" sind (so preist der Klappentext Moskito unter anderem an), sollten Moskito besser links liegen lassen. 

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