11. 10

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Charlie Ashers Welt ist perfekt, bis seine Frau Rachel bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vatzer, sondern auch Witwer.
Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren - anders kann er sich das Wesen in Mintgrün nicht erklären, das ihm immer wieder erscheint. Dann fallen auch noch wildfremde Menschen tot vor ihm um, und es stellt sich heraus, dass Charlie von ganz oben eine neue Aufgabe zugewiesen bekommen hat: Seelen einzufangen und sicher ins Jenseits zu befördern. Ein todsicherer Job, aber trotzdem sieht Charlie nicht ein, warum ausgerechnet er ihn erledigen soll. Trotzig fordert er den Tod heraus.

Christopher Moore sollten einige von Die Bibel nach Biff kennen (zumindest schon einmal davon gehört haben). Die Bibel nach Biff habe ich auch in meinem Regal rumstehen - allerdings bis jetzt noch nicht gelesen. So war Ein todsicherer Job mein erster Moore, und ich muss sagen, er hat mir ziemlich gut gefallen.

Moore hat hier ein skurilles Setting zu einem unterhaltsamen Roman mit schwarzem Humor gemacht. Vor allem die Charaktere sind Moore wirklich gut gelungen. Diese sind alle mehr oder weniger überdreht - aber liebenswert ;) Sei es Betamännchen Charlie, seine russische und chinesische Klischee-Nachbarinnen, seine Grufti-Mithilfe Lily, der andere Seelensammler Minty Fresh oder der Stadtstreicher "der Kaiser". Alle haben irgendwie einen Hau, was immer wieder zu humorigen Situationen und Handlungen führt - aber alle schließt man ins Herz.
Es dürften auch ein paar Höllenkreaturen mit spielen, die "Gullyhexen" auf der bösen Seite und zwei Höllenhunde auf der Guten (die sich super als Müllschlucker eignen würden).

Das Thema eines Seelensammlers ist nicht so ganz einfach, aber Moore setzt es ziemlich gut um. Das Buch ist primär unterhaltsam, aber man merkt, dass sich Moore auch im Vorfeld mit dem Thema des Sterbens an sich auseinandergesetzt hat. In einigen Situationen tritt der humorige Unterton in den Hintergrund, und ernste Töne werden laut. So schafft Moore eine ziemlich gute Balance und triftet nicht ins alberne ab.

So skurill einige Situationen und die Geschichte an sich auch sind, der Humor ist fein dosiert. Holzhammerwitze gibt es so gut wie nicht, Handlungen, Charaktere und Situationen sorgen allein schon für ein Grinsen im Gesicht.

Ich wurde gut amüsiert, und Die Bibel nach Biff ist auf meinem "muss ich mal lesen" Stapel ein gutes Stück nach vorne gerutscht. 

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Kommentare

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Das klingt super, muss ich mir unbedingt besorgen
#1 Cara (Homepage) am 04.11.2010 11:17

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