31. 10

Mirrors [Blu-ray] Cover Image
Titel:Mirrors [Blu-ray]
Regisseur:
Jahr:
Laufzeit:111 min
Freigabe:Freigegeben ab 18 Jahren
Amazon-Preis:EUR 4,99
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Ben Carson muss den Polizeidienst quittieren und in einem verfallenen New Yorker Kaufhaus als Nachtwächter arbeiten. Auf seinen Rundgängen durch die finsteren Hallen und Gänge reflektieren gewaltige Zierspiegel düstere Bilder der Vergangenheit. Sind die geisterhaften Erscheinungen nur Hirngespinste? Schon bald sieht sich Carson einer teuflischen Macht gegenüber, die über Spiegel in unsere Welt tritt und das Leben seiner Frau und Kinder bedroht. Carson muss sich dem schaurigen Geheimnis hinter den Spiegeln stellen, aber die Wahrheit wird ihn bis ins Mark erschüttern....

Mirrors von Alexandre Aja basiert auf dem koreanischen Horrorfilm "Inside the Mirror" – den ich ausnahmsweise mal nicht kenne, so also nichts über irgendwelche Parallelen sagen kann. Beim Namen Alexander Aja dürften ein paar Gorehounds aufhorchen, denn mit "The Hills have Eyes" und "Haute Tension" hat er schon gezeigt, dass er nicht gerade die blutärmsten Filme dreht. Bei Mirrors bekommt man allerdings nicht die große Schlachtplatte serviert, sondern eher einen düsteren Horror-Thriller mit ein paar blutigen Szenen.

Die Geschichte ist allerdings nicht so ganz frei von Stereotypen. Ben Carson, von Kiefer Sutherland in gewohnter Jack Bauer Manier gespielt, ist der typische abgewrackte Cop: Alkoholproblem und Familie weg, aber auf dem Weg der Besserung. Sein neuer Job als Nachtwächter eines ausgebrannten Kaufhauses bringt ihn in den Kontakt mit den Spiegeln, in denen Böses lauert. Atmosphärisch sind die Szenen im Kaufhaus sehr gut in Szene gesetzt, das Gebäude ist auch ziemlich beeindruckend – gute Arbeit Mr. Aja.

Da das Böse aus den Spiegeln (natürlich) auch Bens Familie bedroht, macht er sich auf die Suche nach der Ursache bzw. dem Ding hinter dem Spiegel. Diese Suche kann mit der atmosphärischen Dichte des Filmes leider nicht so recht mithalten, denn diese verläuft relativ gradlinig und vorhersehbar. Noch stärker leidet der Film aber am Show-Down, der mir irgendwie wie ein Bruch vorkam und einfach deplatziert wirkt. Was auch in der Intensität etwas übertrieben wirkt, sind die Gore-Szenen. Von diesen gibt es zwar nicht viele, aber die sind dafür umso blutiger in Szene gesetzt worden. Hier seigt Aja, dass er auch das blutige Handwerk noch gut beherrscht. Allerdings hätte der Film auch gut ohne diese explizite Gewalt funktioniert, denn hier kommt der Schrecken eher durch Stimmung und Atmosphäre als durch das Filmblut. Ich denke, hier hätte weniger des roten Saftes vergossen werden müssen, um den selben Effekt zu erreichen. Immerhin sind die Szenen handwerklich gut inszeniert worden, der Film wird also nicht noch zusätzlich durch billige Goreszenen verschandelt.

Ein Extra-Lob verdient sich noch die Schlussszene. Zwar nichts gänzlich neues, aber in dieser Form, nach dem eher konventionellen und unbefriedigendem Show-Down, doch unerwartet und gut umgesetzt. So sollten mal mehr Filme enden. Das gewählte Ende ist auch eindeutig besser als das alternative Ende, welches man sich in den Extras der Blu-Ray betrachten darf.

Kein Meisterwerk des Gruselfilms, aber ein guter, atmosphärischer Horror-Thriller.

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Derzeitige Beurteilung: 2.60 von 5, 10 Stimme(n) 6254 Klicks

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Kommentare

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Der Film ist bei vielen Kritikern durchgefallen aber mir hat er wirklich gut gefallen, was nicht nur daran liegt, dass ich Kiefer Sutherland mag. Es gibt noch einen zweiten Teil von Mirrors, aber den kann man sich schenken.
#1 Roman (Homepage) am 11.07.2012 09:19

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