01. 09

Platon und Schnabeltier gehen in eine Bar...: Philosophie verstehen durch Witze Cover Image
Titel:Platon und Schnabeltier gehen in eine Bar...: Philosophie verstehen durch Witze
Autor:
ISBN:3442155991
Verlag:Goldmann Verlag
Seitenzahl:240
Preis:
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Eine Einführung in die Philosophie – der witzigste Weg zu philosophischer Weitsicht.

Üblicherweise sind Witze eine Sache, Philosophie eine ganz andere. Hier aber bringen Witze auf den Punkt, worüber sich die großen Denker den Kopf zerbrochen haben, groteske Pointen lassen philosophische Erkenntnisse zum Vorschein kommen. Dieser philosophische Crash-Kurs aktiviert die Lachmuskeln und vermittelt nebenbei tiefe Einblicke in alle wichtigen Denkdisziplinen wie Logik, Metaphysik, Ethik, Sprach- und Staatsphilosophie.

Das Buch habe ich Letzt zufällig in der Bibliothek gesehen und spontan ausgeliehen. Philosophie an sich ist ja ein (von den Fragestellungen her) nicht ganz uninteressantes Thema, hat aber den Ruf doch recht öde zu sein – hier können also ein paar Witze zur Auflockerung nicht schaden.

Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass allzu viel philosophisches nicht hängengeblieben ist. Als eine Einführung in die Philosophie taugt das Buch nur wenig. Die einzelnen Schulen und Disziplinen der Philosophie werden nur kurz angerissen, aber nie wirklich tiefer betrachtet, erklärt oder hinterfragt. Dies ist wohl auch dem geringen Umfang des Buches geschuldet.

Auch die eingestreuten Witze sind so etwas… einige davon sind altbekannt, andere wiederum total unwitzig. Oft haben die Witze auch nur wenig mit dem aktuellen philosophischen Oberbegriff zu tun (oder mir fehlt zur Verbindung zwischen Witz und Disziplinen einfach die philosophische Weisheit…).

Zugutehalten muss man dem Buch allerdings, dass es trotz des nicht ganz einfachen Themas doch recht eingängig und flott geschrieben ist. Auch wenn man nur wenig philosophische Tiefe erfährt, gibt es so doch eine recht gute Strandlektüre mit intellektuellem Touch ab ;)

Eine Sache habe ich aus dem Buch allerdings dann doch mitgenommen: Die Goldene Regel (“Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.”) und der kategorische Imperativ nach Kant (“Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.”) sind nicht immer deckungsgleich, denn:

“Ein Sadist ist ein Masochist, der nach der Goldenen Regel handelt”

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