18. 03
Da soll noch einer sagen durch Bierkonsum könnte man sich nicht kulturell weiterbilden.Beim letzten Systembolagetbesuch habe ich unter anderem zwei Dosen dieses stylisch aussehenden Bellman Bieres eingepackt (welches übrigens sogar relativ gut schmeckt). Bleibt die Frage was das nun mit Kultur zu tun hat? Ziemlich viel sogar.
Benannt wurde das Bier nämlich nach Carl Michael Bellman (1740 - 1795), einem schwedischen Rokokodichter und Komponisten. Er ist der berühmteste Liederdichter Schwedens und gilt in der schwedischen Literatur bis heute als Nationalpoet. Ein Bier nach ihm zu bennenen erscheint gar nicht so abwägig, da Bellman selber dem Alkohol recht zugetan war.
Wenn nach ein paar Dosen dann die 6% Alkohol erste Wirkung zeigen kann es vorkommen, dass man das Verlangen bekommt anwesenden Individuen seine Sangeskünste zu präsentieren. Falls man dann auf Anhieb kein Lied parat hat, welches man zum Besten geben könnte, zeigt sich ein weiteres Feature der Bellman Dose: die Rückseite. Dort kann man nämlich den Text Bellmanscher Kompositionen finden, in diesem Falle Epistel Nummer 6 aus Bellmans Fredmans epistlar, welche insgesamt 82 Epistel enthalten.
Daumen hoch für den Versuch auch ungehobelten Biertrinkern Kultur nahe zu bringen.



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