12. 07

Mieses Karma Cover Image
Titel:Mieses Karma
Autor:
ISBN:3499244551
Verlag:Rowohlt
Seitenzahl:285
Preis:
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Nichts hat sich Moderatorin Kim Lange mehr gewünscht als den Deutschen Filmpreis. Nun hält sie ihn triumphierend in den Händen. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen wird.
Im Jenseits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mieses Karma gesammelt hat. Die Rechnung folgt prompt. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, mit sechs Beinen, Fühlern und einem wirklich dicken Po: Sie ist eine Ameise! Aber Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Was tun? Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit sie auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht.


Das Buch steht bei mir schon ewig im Regal. Letztens ist dann endlich bei der Suche nach etwas „leichtem, witzigem“ endlich mal zum Lesen auserkoren worden.
Ich muss sagen, die zwei Anforderungen witzig und leicht kann Safier mit Mieses Karma wirklich sehr gut erfüllten. Keine kompilierten Formulierungen, verschachtelte Sätze, umfangreiche Personenkonstellationen – alles einfach und straight forward.
Prinzipiell greift Safier eigentlich nur die Buddhistische Lehre von Samsara, der immerwährende Zyklus der Wiedergeburten, und Nirvana auf – schafft es aber, dieses Thema als locker und unverbraucht darzubieten. Auch hält er sich nicht groß mit längeren religiösen Erklärungen auf, Buddha darf zwar das Konzept von Wiedergeburt und Karma in ein paar Worten erklären, dass war es dann aber schon. Alles andere wäre für ein leichtes Buch auch einfach zu viel gewesen.

"Mieses Karma - Mensch -> Ameise und zurück" vollständig lesen

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15. 04

Wiener Totenlieder: Kriminalroman (Ein Carlotta-Fiore-Krimi, Band 1) Cover Image
Titel:Wiener Totenlieder: Kriminalroman (Ein Carlotta-Fiore-Krimi, Band 1)
Autor:
ISBN:3547712092
Verlag:Marion von Schröder
Seitenzahl:384
Preis:
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Carlotta Fiore ist Kaufhausdetektivin, gescheiterte Opernsängerin und ehemalige Polizeianwärterin. Und neuerdings Statistin an der weltberühmten Wiener Oper. Eigentlich ist sie dort Undercoverermittlerin: Die Polizei braucht ihre Hilfe, in der Welt der exzentrischen Künstler ist ein Mörder unterwegs. Ein Sänger nach dem anderen stirbt. Die Aufführungen sind ausverkauft, aber kaum jemand möchte mehr auftreten. Zum Glück bekommt Lotta Hilfe von Ex-Kriminalkommissar Konrad Fürst. Doch auch gemeinsam können sie nicht verhindern, dass jede Vorstellung ein neues Opfer fordert….

Wiener Totenlieder ist das Krimidebüt on Theresa Prammer, die sich im Metier der Oper eigentlich recht gut auskennen müsste, schließlich hatte sie selbst schon Engagements als Schauspielerin an der Wiener Volksoper. Anfangs wusste das Buch auch durchaus Interesse zu wecken – das Setting der Morde an der Oper ist mal etwas nicht ganz alltägliches.

Aber schon am Anfang des Buches, fand ich die Charaktere etwas zu realitätsfremd. Konrad Fürst, ein Ex-Cop, der nicht über den Verlust seiner Tochter hinwegkommt und nun als Clown durch die Lande tingelt. Carlotta Fiore, Tochter einer berühmten Opernsängerin, selbst an der Oper und an der Polizeischule gescheitert und jetzt Kaufhausdetektivin. Dazu noch den nervigen Hang, sich regelmäßig zu betrinken und so ziemlich jeden männlichen Akteur im Buch direkt anzuflirten. Eben jene zwei kaputten Gestalten werden dann auch noch von der Polizei Undercover an die Oper geschickt…

Leider wird das Ganze auch nicht besser – im Gegenteil. Egal was im Laufe des Buches über die Vergangenheit der zwei herauskommt oder wer als neue Personen eingeführt wird: Fast alles ist in seiner Häufung und Ausprägung einfach „zu viel“ um irgendwie glaubhaft zu sein. So verkommen fast alle Personen zu flachen Abziehbildern mit übertriebenen Charakterzügen oder Unmengen an Schicksalsschlägen. Auch die Reaktionen und Handlungen aller Akteure, seien es unsere Hauptdarsteller, die Leitung der Oper oder die Polizei – allzu oft denkt man sich „das macht ihr doch jetzt nur so, damit das Buch weitergeht und nicht weil es realistisch erscheint“. Wirklich logisch wirkt das meiste nicht.

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27. 02

Boneshaker: Roman Cover Image
Titel:Boneshaker: Roman
Autor:
ISBN:
Verlag:Heyne Verlag
Seitenzahl:512
Preis:
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Amerika im 19. Jahrhundert: Er sollte Dr. Leviticus Blues größte Erfindung werden, stattdessen verursachte der "Boneshaker" eine Katastrophe und verwandelte ganz Seattle in eine Geisterstadt, in der es nun vor Gangsterbossen, Luftpiraten und lebenden Toten nur so wimmelt. Sechzehn Jahre später macht sich Briar Wilkes, Dr. Blues Witwe, auf den Weg nach Seattle, um ihren verschwundenen Sohn zu suchen - und das lange gehütete Geheimnis des "Boneshakers" zu lüften.

Boneshaker ist einer der (leider etwas seltenen) Romane der Steampunk-Gattung - dieser leicht kruden Mischung als altem (Viktorianik) und der Moderne. Schon das Cover verspricht Steampunk, und auch im Roman zieht sich dieser Stil durch: Dampfbetriebene Maschinen, Luftschiffe und sonstige technischen Spielzeuge gibt es genügend.

Leider ist der Inhalt des Buches ziemlicher Standard…. Der titelgebende Boneshaker hat eigentlich gar keine große Funktion, außer dass er Schuld an der aktuellen Situation ist. Im Prinzip ist die Geschichte ein ganz gewöhnlicher Ableger der Gattung „Sohn (Zeke) reißt aus und Mutter (Briar) begibt sich auf die Suche nach ihm“.

Durch das kleine „Missgeschick“ mit dem Boneshaker wurde Seattle nahezu unbewohnbar. Neben den umfangreichen Zerstörungen in der Stadt durch die Untertunnelung tritt auch noch ein tödliches Gas aus dem Boden aus (der Fraß) und verwandelt Menschen zu lebenden Toten (die Fresser), die Jagd auf normale Menschen machen. Trotz all der Gefahr und der Abtrennung Seattles durch eine große Mauer, wohnen noch ein paar normale Menschen innerhalb der Mauern, die Zeke und Briar zur Seite stehen.

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25. 02

ÖDLAND Erstes Buch Der Keller Cover Image
Titel:ÖDLAND Erstes Buch Der Keller
Autor:
ISBN:
Verlag:LUCID DREAMS
Seitenzahl:242
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Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Das Kartenhaus Zivilisation brach zusammen. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND.
Die Überlebenden rotteten sich zusammen und zogen sich in abgeschiedene Enklaven zurück, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, versuchten nicht entdeckt zu werden und zu überleben.
Denn durch die verwüsteten Landstriche zogen bewaffnete Banden. Auf der Suche nach Essbarem griffen sie jeden an, der ihnen in die Quere kam und machten das Ödland zu einem Ort, den niemand freiwillig betrat.
Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein und Verstecken entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen.
Erzählt wird Megas Reise durch das ÖDLAND zu den Ursprüngen ihrer Existenz, denn Mega hat nie vergessen, dass sie nicht im Keller geboren wurde.


Bei Ödland: Der Keller handelt es sich um den ersten Teil der auf vier Teile ausgelegten Ödland-Reihe von Christoph Zachariae. Das Setting entspricht der Standard-Endzeit-Umgebung, wie man sie aus Filmen wie Mad Max oder Spielen wie Fallout kennt.

Das Buch teilt sich in zwei verschiedene Erzählstränge, einmal die Geschichte rund um Mega, den Keller und später ihre Reise durch das Ödland und in die Geschichte um Hagen, dem Anführer einer Gruppe Ödlandmänner, die sich nicht ganz so zivilisiert durchs Leben schlagen, sondern eher die Sprache der Gewalt bevorzugen.

Diese zwei Stränge sorgen teilweise doch für einige Verwirrung und haben es mir zeitweise etwas schwer gemacht, das Geschehen zu überblicken. Teilweise sind die Strangwechsel etwas abrupt, und es kommt auch erschwerend hinzu, dass man sich nicht nur räumlich bewegt, sondern auch in der Zeit. Zumindest findet sich irgendwann auch im Hagen Strang eine Mega – sprich wir sind zu einer anderen Zeit. Für mein Empfinden für ein Episodenbuch etwas irritierend, die Erklärung des ganzen folgt nämlich (hoffentlich…) erst in einem anderen Buch und lässt einen auch nach kompletter Lektüre des ersten Teils etwas verwirrt zurück.

Der Plot rund um Hagen spart nicht mit Gewalt, hier wird gefoltert und gemordet ohne Rücksicht auf Verluste. Hagen, als Boss der Bande, muss natürlich der härteste von allen sein und darf keine Schwäche zeigen in einer Gruppe, die Ränge durch Durchsetzungsvermögen, Härte und Brutalität definiert – trotzdem erscheinen einige Nehmer-Qualitäten Hagens doch etwas übertrieben.

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29. 09

Menschen optimieren ihre Körper mit Hilfe von Apps, teilen ihre persönlichen Daten in der Cloud und laufen mit Google Glass durch die Straßen, um ihr Leben als Videoclip mitzuschneiden und für immer abzuspeichern. Sieht so unsere Zukunft aus?

Lifelogging: Wie die digitale Selbstvermessung unsere Gesellschaft verändert Cover Image
Titel:Lifelogging: Wie die digitale Selbstvermessung unsere Gesellschaft verändert
Autor:
ISBN:3430201675
Verlag:Econ
Seitenzahl:368
Preis:
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Eigentlich ist das Thema Lifelogging zu der heutigen Zeit recht interessant und spannend. Dadurch, dass Smartphones mittlerweile zu einem Standard geworden sind, ist die Möglichkeit möglichst viel seines eigenen Lebens in Daten zu fassen nicht mehr Technikfreaks vorbehalten. Neben Smartphones und ihren Logging-Apps, welche man heute schon fast wieder zum alten Eisen zählen kann, kommen auch immer mehr dedizierte Geräte auf den Markt, deren primäres Ziel die Protokollierung unseres Alltags ist. Man denke nur an die ganzen Fitnessarmbänder wie Jawbone, Nike+ oder FitBit, deren einziger Zweck es ist unsere tagsüber unsere Fitness / Bewegung aufzuzeichnen und nachts den Schlaf zu analysieren. Auch die ganzen aufkommenden Smartwatches verfügen fast alle über diese Funktionen – auch Apple will ja nun mit seiner Apple Watch ein Teil dieses (scheinbar) wachsenden Marktes für sich beanspruchen.

Insofern ist es sicher an der Zeit, sich auch mal aus gesellschaftlicher Sicht mit diesem Phänomen des Lifeloggings und seinen Vor- oder Nachteilen zu beschäftigen. Stefan Selke widmet sich in seinem Buch zwar genau diesem Thema, tut dies allerdings so trocken und langatmig, dass er den Leser doch recht schnell die Lust am Thema verleitet.
Schon klar, dass es sich bei Lifelogging primär um ein Sachbuch handelt, und ein Professor für „Gesellschaftlichen Wandel“ vielleicht nicht so locker schreibt wie ein Bestsellerautor – aber Selkes Buch liest sich einfach zu langweilig und trocken und schafft es nicht, den Leser für das Thema zu gewinnen. Wenn alleine 32 Seiten des Buches (fast 10 % des Buche) für die Fußnoten mit Literaturhinweisen draufgehen kann man schon erahnen, dass es sich um einen etwas trockeneren, eher wissenschaftlichen als unterhaltsamen, Text handeln könnte.

Selke hat auch eine eher negative Sicht auf das Thema und warnt vor den gesellschaftlichen Risiken eines möglichen Kontrollwahns und die Abgabe der Kontrolle über sich selbst an Apps und Maschinen. Allerdings weiß ich nicht, ob Selke seine Kritik nicht zu sehr auf die Extreme dieser Selbstvermessung bezieht. Im Buch gibt es viele Beispiele von totaler Selbstvermessung – welche allerdings in der heutigen Zeit wohl nur von ein paar extrem Technophilen praktiziert wird. Auch ist dieser Trend der Extreme eher in Amerika als in Deutschland verbreitet.

Allerdings hat Selke wohl Recht, dass bei unvorsichtiger Nutzung dieser Selbstvermessung ein Verlust der Privatsphäre und damit die Gefahr einer Überwachung steigt. Viele dieser erhobenen Daten könnten für Firmen und Versicherungen interessant sein. Die Krankenkasse hätte Interesse an unseren Fitnessdaten, die KFZ Versicherung an den Telemetrie- und GPS-Daten, der Arbeitgeber an so vielen Daten wie möglich. Hier liegt es an uns und der Gesellschaft, zu versuchen eine gewisse Hoheit über die Daten zu behalten und nicht alles unkontrolliert in die Cloud und die große weite Welt des Internets zu streuen.

Das Thema ist interessant und wirft einige Fragen auf, mit denen man sich beschäftigen sollte, bevor man seine Lebensgeschichte ins Netz pustet. Leider ist Stefan Selkes Beschäftigung mit dem Thema zu trocken und zu wissenschaftliche ausgefallen, als dass es bei der breite Masse eine tiefere Beschäftigung mit dem Thema auslösen könnte.
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27. 08

Die Kannibalen von Candyland: Bizarro Fiction Cover Image
Titel:Die Kannibalen von Candyland: Bizarro Fiction
Autor:
ISBN:3865520952
Verlag:Festa
Seitenzahl:160
Preis:
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Kannibalen aus Zucker - es gibt sie! Sie leben in einer unterirdischen Welt voller Lutscher-Wälder und Gummibonbon-Goblins. Während du auf der Arbeit bist, verlassen sie ihre Welt und durchstreifen unserer Straßen auf der Suche nach Nahrung. Ihre Beute: deine Kinder. Sie locken eure Kleinen mit ihrem süßen Düften und ihrer bunten Zuckerhaut an, um sie dann mit ihren rasiermesserscharfen Zähnen und Klauen in Stücke zu reißen.
Als Junge musste Franklin Pierce mit ansehen, wie seine Geschwister von einer Zuckerfrau mit rosa Zuckerwattehaaren getötet wurden. Seit diesem Tag ist Franklin von den Zuckermenschen besessen. Sein ganzes Leben lang hat er (erfolglos) versucht, der Welt klarzumachen, dass die Zuckermenschen existieren. Als er den Zugang zu ihrer unterirdischen Welt entdeckt, wagt er sich in diese zuckersüße Welt. Sein Plan: Einen Zuckermenschen fangen und an die Oberfläche bringen - tot oder lebendig. Allerdings muss Franklin ziemlich schnell merken, dass bei diesem Plan nicht alles so glatt läuft, wie er sich das vorgestellt hat...


Bevor ich zum Buch an sich komme, muss ich zugeben, dass „The Cannibals of Candyland“ sogar für meine Verhältnisse ein seltsames Buch ist. Das Ganze gehört zu einem literarischen Feld, das seit 2005 unter dem Namen „Bizarro-Literatur“ bekannt ist. Die Autoren, in diesem Falle Carlton Mellick III, bedienen sich oft dem Absurden, der Satire oder dem Groteskem, um eine möglichst abgedrehte Geschichte zu präsentieren. Erlaubt ist im Prinzip alles, Hauptsache es ist extrem grotesk, absurd, radikal, gewalttätig, obszön, eklig, ..., und gnadenlos übertrieben. Das das Ergebnis dann nur selten für die breite Masse geeignet ist, geschweige denn für Jugendliche oder anspruchsvolle Literaturliebhaber liegt damit auf der Hand. Bei vielen dürften die Geschichten eher dazu führen, dass sie an der geistigen Integrität der Autoren zweifel und man sich fragt, ob man solche teils kranken Ideen wirklich zu Papier bringen sollte. Wer kein Problem mit extremer Gewalt, komischen sexuellen Fantasien, seltsamen Welten oder überdrehten Charakteren hat, findet hier allerdings kurzweilige Unterhaltung weit, weit abseits ein jeden Mainstreams.

Mellick präsentiert uns hier also eine unterirdische Welt mit menschenkinderfressenden Zuckermenschen, in welche sich Franklin begibt, um der Welt endlich die Existenz der Zuckermenschen zu zeigen. Franklin ist auch kein ganz normaler Mensch. Außer dass er ein Verlierer ist, von seiner Frau betrogen wird und immer eine kleine Zwergkatze in der Innentasche seiner Jacke mit sich herumträgt, hat er auch noch ein künstliches Gehirn, das ihm ein fotografisches Gedächtnis beschert und ihn schneller als andere Menschen denken lässt. Leider überhitzt das Gehirn ab und an, sodass er ab und an seinen Kopf öffnen muss, um das Gehirn an der Luft zu kühlen.
Als erneut Zeuge wird, wie ein Junge von einem Candyman umgebracht wird, nimmt er die Verfolgung auf, und landet in der unterirdischen Welt der Zuckermenschen. Sein Plan, einen der Bewohner zu fangen und an die Oberfläche zu bringen, kann er aber recht schnell aufgeben, denn Franklin wird seinerseits Gefangener der Candyfrau Jujube.

"The Cannibals of Candyland - Carlton Mellick III" vollständig lesen

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03. 05

Level II: Ego-Thriller Cover Image
Titel:Level II: Ego-Thriller
Autor:
ISBN:
Verlag:Waxmann Verlag GmbH
Seitenzahl:595
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Christian Schilling, Ex-Nierenarzt, Ex-Ehemann, Ex-Vater, Ex-Spaßvogel hockt im Parkhaus des Münsteraner Klinikums und wartet auf den Mörder seiner Familie. Bevor er den geplanten Racheakt ausführen kann, kommt er einer ominösen sechsköpfigen Truppe schießwütiger Soziopathen in die Quere und wird kurzerhand einkassiert. Wie sich schnell herausstellt, spielen diese Personen ein in mehrfacher Hinsicht tödliches aber lukratives Spiel, und Schilling ist dabei. Ob er will oder nicht. Ehe er sich versieht, befindet er sich in einer erstaunlichen Orgie aus Sex und Gewalt, einem bunten Reigen um Geld, Gier und Macht. Die Stationen des Spiels führen von Deutschland nach Dubai, dann nach Kuwait und schließlich ans Tote Meer. Als er am vorläufigen Ende seiner Odyssee vor dem Tor zu Level II steht, ist er nicht mehr der, der er einmal war. Was kann jetzt noch wichtig sein? Das Spiel, das viele Geld, die Vergangenheit, Freundschaft, Intrigen, Verrat? – Oder Anna? Er muss sich entscheiden. Oder hat er das schon getan?

Klingt abgefahren und überdreht? Ist es auch! Was der Autor hier auf den Leser loslässt, ist nur schwer mit “normalen” Thrillern vergleichbar, dafür gibt es zu viele skurrile Szenen und Übertreibungen. Die Story selber erinnert etwas an “The Game” oder “eXistenZ”. Die Truppe wird mit Aufgaben rund um die Welt konfrontiert – die meist in Schießereien ändern. Der Weg führt hier über bluttriefende Geheimparties, schlaue Kampfkatzen bis hin zu eingefrorenen Nazigrößen. Wie es um den Realismusgrad bestellt ist, sollte hier schon klar sein.

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22. 10

Ahoi Polaroid: Roman (Die Paul-Potek-Romane, Band 6) Cover Image
Titel:Ahoi Polaroid: Roman (Die Paul-Potek-Romane, Band 6)
Autor:
ISBN:3453407121
Verlag:Heyne Verlag
Seitenzahl:368
Preis:
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Urlaub machen, Seele baumeln lassen. So haben sich Paul Plotek und sein Kumpel Vinzi das vorgestellt, als sie zu ihrer Reise mit dem Hurtigruten-Schiff in Richtung Nordkap aufbrechen. Aber nichts da. Schon bei der Anreise im Nachtzug werden beide mit einer Leiche im Abteil konfrontiert, und kaum haben sie den Hafen verlassen, verschwinden auf mysteriöse Art und Weise mehrere Mitreisende. Der Urlaub scheint dahin, die beiden fortan mit Nachforschungen beschäftigt. Und dann tauchen auch noch diese Polaroidfotos auf....

Ahoi Polaroid habe ich mir gekauft, weil ich den Vorgängerroman, Kuhdoo, eigentlich ziemlich unterhaltsam fand. Leider kann der sechste Band der Reihe rund um “Zufallsdetektiv” Paul Plotek absolut nicht mit seinem Vorgänger mithalten.

Wo der Vorgänger zwar teils etwas übertrieben war, aber man sich das ganze noch ungefähr vorstellen konnte, tischt Swobodnik in “Ahoi Polaroid” doch etwas zu sehr auf. Die Morde sind arg brutal (was nicht zu dem eher witzigen Grundcharakter des Buches passt), die Charaktere zu überzeichnet und die endgültige Auflösung hinkt ohne Ende (und ergibt auch keinen so richtigen Sinn….). Was Swobodnik sicher kann, sind Wortwitze, sexistische Gedanken und ein paar Zoten – aber für einen unterhaltsamen Krimi reicht das leider nicht.

Auch sind Plotek und Vinzi hier doch arg passiert, sie taumeln eher von Weißbier zu Weißbier – von Kneipe zur Reeling – und die Story geht um sie herum halt weiter. Wirkliche Freude will beim Lesen so überhaupt nicht aufkommen.

Schade – Kuhdoo war vielversprechend, und es sah aus, als ob Swobodnik ein “etwas anderer” Krimischreiber sei. Leider macht Ahoi Polaroid die Hoffnung so ziemlich zunichte.

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