18. 02

Gestern war ich nach einer EWIG langen Zeit mal wieder auf einem Konzert: Turisas und Dragonforce spielten in der Röhre in Stuttgart.

Die Röhre ist (wenn man sie denn dann mal gefunden hat...) für einen "alternativen" Schuppen eine ziemlich coole Location. Sie befindet sich in einem Nebentunnel parallel zum Wagenburgtunnel. Der Tunnel wurde aber scheinbar nie fertig gebaut und irgendwann hat jemand wohl gedacht "och, machen wir nen Club draus".

Gestern war also Dragonforce mit Turisas (von denen ich noch nichts gehört hatte) als Support da - das hab ich mir dann doch mal ansehen wollen.

Den Anfang machten Turisas - von denen ich positiv überrascht war. Die Truppe klang echt interessant, ich zitiere einfach mal Wikipedia: Eine genaue Einordnung des Stils ist schwierig, da die Band viele Spielarten des Metal vermischt. Allgemein kann man jedoch sagen, dass Turisas hauptsächlich epischen Viking Metal, vermischt mit finnischem Folk (und auch Humppa), spielen. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als „Battle Metal“. Ich bin ja vor allem für Folk Anteile in Metal offen ;)
Die Besetzung war für Metal recht untypisch - neben den obligatorischen Dingen wie Bass, Gitarre, Schlagzeug gabs ne Violine und ein Akkordeon (mit nett anzusehendem Mädel) - witzige Kombination.
Auch war die Abmischung von Turisas ziemlich gut - nur etwas lauter hätte das ganze sein können. Irgendwie komisches Gefühl, wenn man sich auf deinem Konzert noch ohne Probleme mit dem Nachbarn unterhalten kann. Aber wenigstens war bis auf die Lautstärke alles OK.
Neben dem "normalen" Metal hatten Turisas noch ein stylisches Rasputin Cover dabei, dass ich an der Stelle einfach mal einbauen will ;)


Danach gabs erstmal ne geraume Zeit umbauen und Soundcheck (den hät man sich sparen können... siehe später). Nach einer Zeit ging dann endlich mal Licht aus und bissarl Chiptune-Like Musik (*hier mal kurz http://kohina.com/ einstreut* - tolles 8/16bit Sound Radio) - und irgendwann kam dann auch Dragonforce auf die Bühne.
Eins muss man sagen: Sie waren echt besser als ich gedacht hab. Wer Dragonforce kennt weiß, dass sie vor allem eines auf ihren Alben drauf haben: SPEEED ;) Das bringen sie Live auch auf die Bühne, was ich nicht erwartet hätte - die Gitarren sind schon verdammt schnell und der Keyboarder nudelt sich auch einen ab. Auf Youtube und Co gibt es echt einige grausige Livemitschnitte, die aber alle schon älteren Datums sind. Total aus dem Takt, mehr falsche Töne als richtige - wenn das früher regelmäßig so war haben sich die Jungs wirklich gesteigert und die Bezeichnung Studioforce ging voll in Ordnung. Am Dienstag ging das alles recht gut über die Bühne - die sind live wirklich so schnell wie auf dem Album. Die ein oder andere nicht ganz so passende Bridge oder Stolperer im Solo verzeiht man bei dem Tempo ja auch gerne mal. In so fern war das ganze echt cool. ABER...
Der Sound... gehört hat man die Drums, der Bass hat einen schier erschlagen. Die Gitarren waren meist ein ziemlicher Matsch und den Sänger hat man die halbe Zeit nur etwas oder gar nicht gehört - wer nicht nach vorne guckt, hätte teils nicht gemerkt das er singt. Das man so etwas über ein komplettes Konzert nicht in den Griff bekommt ist schon ärgerlich.
Durch die Soundkulisse klang echt fast jeder Song gleich, aber witzig wars trotzdem ;)

Vielleicht hätte man nach Turisas nix mehr an den Knöpfen drehen - die waren nämlich echt gut gemischt. Einfach lauter drehen und fertig ;)

Aber egal - Spaß hatte ich und jetzt brauch ich ne CD von Turisas ;)

Achja.. Dragonforce:

Nintendo Metal for the win :P
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06. 10

Beim sinnlosen rumsurfen durch das Web bin ich auf die Webseite des Künstlers "Brad Sucks" gestossen. Die Musik einzuordnen ist nicht so einfach, irgendwie Elektro-Gitarren-Pop-Rock-Mischmasch ;)
Das schöne: Man kann sein Album "I Don't Know What I'm Doing" zwar für 10$ kaufen, es aber auch vollkommen legal als 128kbit MP3s runterladen. Für Freaks die unbedingt das ganze Remixen wollen, stehen sogar die wav "Sourcen" zum Download bereit.

Nette Sache - die Musik klingt auch ganz relaxt.

Sein "Please Steal This CD. I would appreciate it if you'd copy I Don't Know What I'm Doing and share with your friends." klingt auch gleich viel freundlicher als ein "We will f*cking sue you if you copy this CD!", was man sonst hört ;)
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27. 06

Wir sind jetzt wieder zurück aus Bonfeld, wo Folk im Schlosshof stattfand, und meine Seminarfolien sind dank einem 20h Tag gestern auch fertig ;)

Zeit über das Festival etwas zu schreiben. Um es kurz zu machen: Es war *verdammt* witzig.
Bis zum Festival wusste ich mit keiner der Bands etwas anzufangen und habe auch sonst nie Folk gehört. Nach dem Festival muss man sagen, das Folk (mit leichten Metal-Anleihen) schon verdammt cool ist, und gute Partystimmung aufkommen lässt. Natürlich haben auch die absolut schrägen Kollegen, welche mit waren, und größere Vorräte an luxemburger Dosenbier einen Beitrag zur guten Stimmung geleistet.
Ich habe mir heute erstmal eine "Enter the Haggis" CD bestellt. Die Jungs sind echt gut und während dem Auftritt hat man eigentlich nur drauf gewartet, dass der Geiger sein Instrument zerlegt, so hat der drauf rumgefidelt. Den Auftritt hat allerdings nicht mehr unsere komplette Gruppe erlebt :P
Diverse Probleme, wie Zelte ohne Zeltstangen, wurden elegant (und mit Hilfe des allmächtigen Pavilions) gelöst, man hatte Fun beim Deutschlandspiel (UUUIIIIIIIHHHH), drumherum (SLAYER!!!) und überhaupt.

Gerne nächstes Jahr wieder :)

Achja, paar Bilder gibt es auch in der Gallerie, allerdings wieder mit Passwort. Einfach mich danach fragen, ich wollte die Bilder doch nicht ganz offen ins Netz stellen.
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21. 05

Bei einem der unzähligen Streifzüge durch das WWW bin ich letzt irgendwie auf die Webpage der Mad Monks gestossen. Die Mad Monks sind eine Ska-Band aus Bremen, die nach eingenem Bekunden Ska-Punk mit Einflüssen aus Folk, Reggae, Rock’n’Roll und Metal spielen.
Das nette: Das komplette Album gibt es zum kostenlosen Download auf der Page. Wer nicht gerade totale Verachtung Ska gegenüber mitbringt, sollte sich das Ganze wirklich mal anhören, klingt echt ganz gut.
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20. 05

Auch wenn manche Konservativen beim Anblick von Lordi gleich mal die "Satanisten!" Keule rausholen mussten, scheint es den Leuten doch gefallen zu haben. Zumindenst heisst der diesjährige Grand Prix Eurovision Songcontest Sieger Lordi mit "Hard Rock Hallelujah".
Die Zeit, wo man mit Friede-Freude-Eierkuchen-Blümchen-Pop gewinnen kann scheint um zu sein, allerdings wohl auch die Zeit, in der der deutsche Beitrag nicht nur "unter ferner liefen" abgehandelt wird. Dabei kann ich den 15. Platz nicht so wirklich verstehen, ich hör eigentlich solchen Kram wie Texas Lightning nicht, aber der Titel gefällt mir irgendwie.

So richtig schämen kann sich aber Malta, ein armseliger Punkt ist schon etwas peinlich ;)
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