Aug
16
Kaum zu glauben, aber nach Umfragen seriöser Meinungsforschungsinstitute halten mehr als 54% aller Amerikaner die United States Constitution für ein (erfolgloses) Eishockey-Team. Mit anderen Worten: Kaum ein Amerikaner hat seine Verfassung je gelesen. Obwohl sie ihm doch u.a. das Recht einräumt, unwichtige Post ungeöffnet wegzuschmeißen. Dave Barry dagegen kennt die Verfassung. Und er weiß auch, was es mit der amerikanischen Politik insgesamt auf sich hat: Worum ging es bei der Boston Tea Party wirklich? Was ist der Unterschied zwischen einem Chief Secretary und einem Chief Chief Secretary? Wie wird man Präsident? Und was bestimmt die Geschicke der amerikanischen Nation wirklich?
Aufgrund des Klappentextes habe ich ein Buch in der Art der Bücher von Michael Moore erwartet. Moore ist zwar durch und durch subjektiv, polemisch und polarisiert stark, aber wenigstens machen seine Bücher den Eindruck, dass der Mann sich wenigstens mit dem Auskennt über das er flucht.
Die Achse des Blöden ist aber gänzlich anders. Bereits am Anfang des Buches sagt Barry, dass er für diese Buch nicht recherchiert hat. So macht sich das Buch zwar über Irrungen und Wirrungen im amerikanischen System lustig, aber auf einem ziemlich niedrigen und platten Niveau – mehr Holzhammerhumor als böse Satire.
"Dave Barry – Die Achse des Blöden" vollständig lesen
Geschrieben von Tharos
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Feb
5
Raymond hat Pech gehabt. Zuerst wurde er von einem fliegenden Seestern vom Uranus gekidnappt und dann auch noch als Delikatesse auf dem Venusianischen Exoten-Markt verkauft. Doch nun scheint sein Glück sich zu wenden: Er wird von einem Weltraumzirkus gerettet. Allerdings ist es kein normaler Zirkus, den Professor Merlin da führt und der auf einem viktorianischen Dampfschiff zwischen den Sternen laviert. Seine Artisten vollbringen Kunststücke, die eigentlich nicht vollbracht werden können. Und auch für Raymond hat der Professor einen Job: Er soll die Erde retten (was auch sonst), der man die Luft abzudrehen droht, um sie in ihrem eigenen Müll ersticken zu lassen…
Eigentlich bin ich bei Büchern, die auf dem Cover mit Douglas Adams oder Terry Pratchett verglichen werden immer etwas skeptisch, trotzdem habe ich Robert Rankings
Die größte Show jenseits der Welt vom Wühltisch mitgenommen und bereue den Entschluss kein bisschen.
Echt unglaublich wie viele witzige und skurrile Dinge Rankings für dieses Buch eingefallen sind. Neben der Story rund um Raymond, der von der Erde gekidnappt wird und die Welt retten muss (die übrigens nur eine kleine Innenwelt im Bauch einer größeren ist) gibt es noch eine weitere Story rund um seinen Kumpel Simon auf der Erde. Auch auf der Erde passiert allerlei witziges, von einem Buch in dem die Zukunft geschrieben steht über die Verschwörungsgruppe BASTEI, die Satan Saat-Hahn anbeten hin zu drei Männern in Grau die Simon ans Leder wollen.
"Robert Rankin - Die größte Show jenseits der Welt" vollständig lesen
Geschrieben von Tharos
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Sep
18
Es war genau geplant, es war nichts weniger als perfekt. Wäre da nicht dieser knallrote, schreiend ordinäre, alle Aufmerksamkeit auf sich ziehende Alfa Romeo mit seinen breiten Sportreifen, dem lächerlichen Heckflügel, die Karosserie bekleistert mit Werbestickern für deutsche Stoßdämpfer, Schweizer Sessellifte, einen Playboy-Signet und dem obligaten Sylt-Aufkleber. Eine optische Salmonellenvergitung mit Spurverbreiterung. Ekelerregend. Es passt nicht, dachte Rainer, ein solches Auto passt einfach nicht zu einem dezenten Selbstmord.
Das Leben tobt! Von Rolf Silber habe ich bei einem Gewinnspiel gewonnen, sonst wäre ich da wohl nie drauf gestoßen. Aber ich muss sagen: der Gewinn hat sich gelohnt, das Buch ist nämlich wirklich unterhaltsam.
Etwas Sarkasmus sollte man für das Buch schon mitbringen

Ein Buch damit beginnen zu lassen, dass die Hauptperson am versuchten Selbstmord scheitert, weil er sich von einem anderen Auto auf dem Parkplatz gestört fühlt ist schon etwas außergewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Beim gescheiterten Selbstmordversucht lernt Rainer Vera kennen und zusammen geraten die zwei in so einige Probleme.
"Rolf Silber - Das Leben Tobt!" vollständig lesen
Geschrieben von Tharos
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Mär
29

Ohja….
Villa Incognito
. Ich hab schon mehrmals versucht darüber was zu schreiben – bis jetzt ohne Erfolg. Erstanden hab ich das Buch vom Wühltisch wegen des „ausgefallenen“ Covers

Auch wenn es schon eine Zeit her ist, dass ich es gelesen hab, weiß ich immer noch nicht so recht was ich davon halten soll.
Story… na ja, das ist schon mal das erste Problem – so einfach gestaltet sich die nämlich nicht. Beginnen tut das Buch mal mit folgendem Satz: „Es heißt, Tanuki hätte seinen Hodensack als Fallschirm benutzt, als er vom Himmel fiel“. Tanukis (das Vieh auf dem Cover) haben ein tolles Leben. Besaufen sich mit geklautem Sake, können ihre Gestalt ändern, haben ein gar mächtiges Gemächt, trommeln auf ihrem Bauch herum und begatten alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Das Buch beginnt mit eben solch einem Tanuki, der eine der Hauptakteurinnen des Romans zeugt. Aber eigentlich geht es gar nicht um Tanukis…
"Tom Robbins - Villa Incognito" vollständig lesen
Geschrieben von Tharos
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Feb
16
Willkommen im Diner des Grauens, wo Zombie-Angriffe an der Tagesordnung sind und du niemals weißt, was im Kühlschrank lauert! Als die beiden Kumpels Earl und Duke mit ihrem uralten Pickup bei dem Wüstenimbiss Halt machen, treffen sie auf Zombie-Kühe, eine monströse Bardame, singende Yucca-Palmen und liebreizende Friedhofsgeister. Doch Earl und Duke wären nicht der coolste Vampir und der fetteste Wehrwolf der Welt, wenn sie solche Probleme nicht auf ihre ganz eigene Art lösen würden. (Klappentext)
Schon der Klappentext von
Diner des Grauens
wirkt arg absurd – eine Einladung an mich das Buch vom Mängelexemplartisch gleich mal mitzunehmen
"A. Lee Martinez - Diner des Grauens" vollständig lesen
Geschrieben von Tharos
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Aug
31
Armer Jason: Erst ist der Job futsch, dann wird er auch noch sternhagelblau von Außerirdischen entführt! An Bord des Raumschiffs erfährt er Ungeheuerliches: Die interstellar operierende 'Total Trading Corporation' will das gesamte Weltall in die Luft sprengen, um zahlungskräftige Kunden in ihr neues, steuerreduziertes Privatuniversum zu zwingen. Wieso die insektenartigen Kidnapper glauben, dass ausgerechnet Jason und seine Trinkkumpanin Alex dies verhindern können, bleibt ihm allerdings schleierhaft...
„Eine wüste Kneipentour durchs Weltall mit dem literarischen Erben von Douglas Adams“ steht hinten auf Lucas
„Die Bar am Ende der Milchstraße“
, allerdings ist das ganze mehr eine recht dreiste Kopie von Douglas Adams Anhalter. Eigentlich kommt einem so ziemlich alles bekannt vor. Jason und Alex sind Kopien von Arthur und Trillian, Drax ist Zaphod, Jones ist Eddie und Zero Marvin. Das ist schon arg viel kopiert.
"John Lucas - Die Bar am Ende der Milchstraße" vollständig lesen
Geschrieben von Tharos
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Jul
4
Früher ist Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis" gefahren. Jetzt unternimmt er mit dem Zoologen Mark Cawardine eine Reise rund um den Globus, zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten des Planeten Erde, zu der Drachenechse von Komodo, zum größten und fettesten Papagei der Welt auf Neuseeland und zu den hörgeschädigten Delphinen des Yangtse.
Mal ein ganz anderes Buch von Douglas Adams. Eigentlich handelt es sich „nur“ um einen Reisebericht, aber Adams wäre nicht Adams, würde er diesen nicht mit einer gehörigen Prise Humor servieren. Das Thema von „Die Letzten Ihrer Art“ an sich ist ja nicht wirklich witzig, immerhin machen sich Adams und Cawardine auf die Suche nach fast ausgestorbenen Tierarten.
Adams präsentiert das Drumherum allerdings in seiner typischen skurrilen und zynischen Art. Und drum herum gab es genug, von typischen Erfahrungen mit Bürokratien und anderen Hindernissen, alles wirklich sehr witzig aufbereitet.
"Douglas Adams - Die Letzten ihrer Art " vollständig lesen
Geschrieben von Tharos
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Feb
25

Wo wir grad bei Büchern sind

Eric Idles
„Die Reise zum Mars“
habe ich letzte Woche einfach mal blind von einem Mängelexemplarwühltisch erstanden, weil es irgendwie interessant aussah. Nunja, leider stimmen bei diesem Buch die nicht gerade guten Amazon-Rezensionen.
Story:
Der Androide Carlton, seines Zeichens Bowie-Klon und begehrter Frauenschwarm, begleitet die beiden Komiker Alex und Lewis auf ihrer Reise zum Mars. Da Carlton ein Roboter ist, bleibt menschlicher Humor für ihn ein Rätsel. Trotzig versucht er in seiner Doktorarbeit "Die Komik im Universum und in der menschlichen Evolution", dem Phänomen auf die Spur zu kommen. Allerdings stolpert er mit Alex und Lewis geradewegs in eine große Verschwörung von Kolonisten, die allen beinahe das Leben kostet.
Der Name
Eric Idle dürfte vielleicht einigen bekannt vorkommen, denn er war Gründungsmitglied der britischen Komikertruppe Monty Python. Dass nicht jeder, der Gags schreiben kann, auch gleich einen guten Roman verfassen kann, zeigt sein Buch allerdings recht deutlich.
Grob kann man den Roman in zwei Teile unterteilen:
- die „normale“ Story um Alex, Lewis und Carlton und die große Verschwörung
- Carltons Abhandlung über das Wesen des Humors
Vor allem Carltons versuchte Analysen des Humors sind oft träge und langweilig. Hier handelt es sich wohl um Idles autobiografische philosophische Gedanken bezüglich Humor, Satire und überhaupt. Leider ist das größtenteils weder witzig noch interessant und stört irgendwann nur noch.
Die normale Story ist leider auch nicht viel besser. Man mag sich ja an Klassikern wie Douglas Adams anlehnen für seinen eigenen Roman, was Idle hier tut geht über das aber schon weit hinaus. Alles schreit hier nur so nach Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“. Fahrstühle die sich für die Benutzung bedanken, die sprechende Waschmaschine, Calton als Marvin Kopie (nur halt nicht depressiv) – zu viel des Guten um noch als eigenständig wahrgenommen zu werden.
"Eric Idle - Die Reise zum Mars" vollständig lesen
Geschrieben von Tharos
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