04. 07

Früher ist Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis" gefahren. Jetzt unternimmt er mit dem Zoologen Mark Cawardine eine Reise rund um den Globus, zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten des Planeten Erde, zu der Drachenechse von Komodo, zum größten und fettesten Papagei der Welt auf Neuseeland und zu den hörgeschädigten Delphinen des Yangtse.

Mal ein ganz anderes Buch von Douglas Adams. Eigentlich handelt es sich „nur“ um einen Reisebericht, aber Adams wäre nicht Adams, würde er diesen nicht mit einer gehörigen Prise Humor servieren. Das Thema von „Die Letzten Ihrer Art“ an sich ist ja nicht wirklich witzig, immerhin machen sich Adams und Cawardine auf die Suche nach fast ausgestorbenen Tierarten.
Adams präsentiert das Drumherum allerdings in seiner typischen skurrilen und zynischen Art. Und drum herum gab es genug, von typischen Erfahrungen mit Bürokratien und anderen Hindernissen, alles wirklich sehr witzig aufbereitet.

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25. 02

Wo wir grad bei Büchern sind ;) Eric Idles [amazon asin="3548680054"]„Die Reise zum Mars“[/amazon] habe ich letzte Woche einfach mal blind von einem Mängelexemplarwühltisch erstanden, weil es irgendwie interessant aussah. Nunja, leider stimmen bei diesem Buch die nicht gerade guten Amazon-Rezensionen.

Story: Der Androide Carlton, seines Zeichens Bowie-Klon und begehrter Frauenschwarm, begleitet die beiden Komiker Alex und Lewis auf ihrer Reise zum Mars. Da Carlton ein Roboter ist, bleibt menschlicher Humor für ihn ein Rätsel. Trotzig versucht er in seiner Doktorarbeit "Die Komik im Universum und in der menschlichen Evolution", dem Phänomen auf die Spur zu kommen. Allerdings stolpert er mit Alex und Lewis geradewegs in eine große Verschwörung von Kolonisten, die allen beinahe das Leben kostet.

Der Name Eric Idle dürfte vielleicht einigen bekannt vorkommen, denn er war Gründungsmitglied der britischen Komikertruppe Monty Python. Dass nicht jeder, der Gags schreiben kann, auch gleich einen guten Roman verfassen kann, zeigt sein Buch allerdings recht deutlich.

Grob kann man den Roman in zwei Teile unterteilen:
- die „normale“ Story um Alex, Lewis und Carlton und die große Verschwörung
- Carltons Abhandlung über das Wesen des Humors

Vor allem Carltons versuchte Analysen des Humors sind oft träge und langweilig. Hier handelt es sich wohl um Idles autobiografische philosophische Gedanken bezüglich Humor, Satire und überhaupt. Leider ist das größtenteils weder witzig noch interessant und stört irgendwann nur noch.

Die normale Story ist leider auch nicht viel besser. Man mag sich ja an Klassikern wie Douglas Adams anlehnen für seinen eigenen Roman, was Idle hier tut geht über das aber schon weit hinaus. Alles schreit hier nur so nach Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“. Fahrstühle die sich für die Benutzung bedanken, die sprechende Waschmaschine, Calton als Marvin Kopie (nur halt nicht depressiv) – zu viel des Guten um noch als eigenständig wahrgenommen zu werden.

"Eric Idle - Die Reise zum Mars" vollständig lesen

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