01. 05

albtraumreich  London, im Jahr 1901: Edward Moon hat seine besten Zeiten als Bühnenzauberer hinter sich. Seine wahre Vorliebe gilt jedoch dem Lösen von Kriminalfällen. Gemeinsam mit seinem Assistenten, einem zwei Meter großen, schlafwandelnden Giganten, wird er von Scotland Yard berufen eine bizarre Mordserie aufzuklären. Die Ermittlungen führen Moon und den Giganten in die Unterwelt des viktorianischen London: ein Reich der Fliegenmenschen, Hellseher und Geheimbünde….

Das Albtraumreich des Edward Moon ist schon ein außergewöhnliches Buch, man bekommt eine skurriles Gemisch aus Krimi- und Horrorgeschichte vorgesetzt, eine Art Kombination aus Sherlock Holmes und Edgar Allan Poe.

Neben den bizarren Figuren (Albinos, mordende Brüder in Schuluniformen, "Zeitreisende", der unzerstörbare Schlafwandler, bärtige Freudenmädchen usw.) ist auch die Handlung nach einer Zeit alles andere als glaubwürdig und normal. Was wie ein normaler Mord anfängt wird mit der Zeit auch immer bizarrer und zieht weitere Kreise. Teilweise übertreibt es Barnes hier aber. Die Stimmung des viktorianischen Londons kommt gut rüber, aber die übertrieben grotesken Einfälle trüben das ganze etwas – es ist einfach alles einen Tick zu übertrieben (hier sei auch das apokalyptische Ende erwähnt).

Trotzdem durch seinen Sprachwitz und die gute Stimmung für Fans des fantastischen einen Blick wert – aber leider kein Überflieger.

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