08. 07

Während das Geborgene Land und der Zwerg Tungdil mit seinen Freunden noch den Sieg über den Verräter Nôd'onn feiern, macht sich eine letzte Ork-Armee heimlich auf den Weg nach Norden, um das Zwergenreich der Fünften zu erobern. Das Schwarze Wasser, das Vermächtnis des Toten Landes, hat sie unsterblich werden lassen. [mymore id="12"]Zu allem Unglück endet der Feldzug gegen die Albae, die dunklen Elben in Dsôn Balsur, im Streit zwischen Zwergen und Elben. Tungdil sucht Verbündete bei den geheimnisvollen ausgestoßenen Zwergen und wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert: Er hört von Salfalur, dem Mörder seiner Eltern und Kriegsherr beim Stamm der Dritten, den Zwergentötern. Allerdings benötigt er ihn und dessen Volk ebenfalls als Verbündete. Tungdils Herz geht neue Wege. Bei den Ausgestoßenen findet er eine Zwergin, die seine Liebe zu Balyndis ins Wanken bringt. Da mehren sich die Zeichen, dass eine Bedrohung aus dem Westen tatsächlich an den Grenzen des Geborgenen Landes aufmarschiert, der die Völker nicht gewachsen zu sein scheinen. Denn was unternimmt man gegen göttliche Widersacher? War es ein Fehler gewesen, Nôd\'onn zu vernichten? Die Zwerge bieten den Angreifern dennoch die Stirn, Tungdils Heldenmut ist ein weiteres Mal gefordert.[/mymore]
Nach der Lektüre des ersten Zwergen-Romans habe ich mir also direkt mal den zweiten, [amazon asin="3492700934"]"Der Krieg der Zwerge"[/amazon], vorgenommen.
Das Lesen dieses Teils hat doch einiges länger gedauert als es beim ersten Teil der Fall war, was daran liegt, dass er in meinen Augen doch einiges schwächer und weniger fesselnd als Teil eins ist. Ein großes Problem ist die einfache, kurze Sprache von Heitz. Sie ist zwar dem Lesefluss förderlich, kein Satz muss zweimal gelesen werden, weil er etwas zu kompliziert ist, allerdings total ungeeignet Gefühle oder Emotionen rüberzubringen. Selbige wären allerdings bitter nötig, einerseit für die eingebaute Liebesgeschichte Tungdils, andererseits für die vielen Tode wichtiger Charaktere. Vorallem die Tode sind wirklich sehr schwach umgesetzt. Größtenteils hat man den Eindruck, dass es niemanden so wirklich stört, dass gerade ein guter Freund verstorben ist.
Auch ist die Geschichte arg verworren. Totfeinde werden innerhalb von wenigen Seiten zu den neuen besten Verbündeten. Charaktere wechseln von Gut nach Böse und wieder zurück. Alles sprachlich schlecht in Szene gesetzt.

Kurz gesagt: Ich war doch enttäuscht von der schwachen Fortsetzung des guten ersten Teils. Teil drei bleibt jetzt erstmal in der Warteschleife liegen, genug Zwerge für den Moment.
Tags für diesen Artikel: ,
Derzeitige Beurteilung: 2.40 von 5, 5 Stimme(n) 3270 Klicks

17. 06

Einst bewachten die Zwerge den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land mit seinen Menschen und Elben vor den Heeren des Bösen zu beschützen. Verrat bahnt Orks und Ogern den Weg, und das Tote Land breitet sich mit seinen Schrecken aus.
Der Zwerg Tungdil ist bei dem Magier Lot-Ionan unter Menschen aufgewachsen und kennt die Bräuche seines Volkes nur aus Büchern. Da wird der junge Schmied von seinem väterlichen Freund auf die Reise geschickt. Doch aus dem Botengang wird unverhofft das große Abenteuer. Um die Einheit der fünf Stämme zu bewahren, behauptet der greise Zwergengroßkönig Gundrabur, er sei ein verschollener Königssohn. Und plötzlich steht Tungdil an vorderster Front im Kampf gegen das Böse und muss das Geborgene Land retten.


[amazon asin="3492700764"]Die Zwerge[/amazon] ist Fantasy-Literaturaus deutschen Landen, genauer sogar hier aus dem Saarland (JUCHU, [insert Lokalpatriotismus here] ;)), von Markus Heitz. Die Welt hat alles, was man sich in einer Fantasywelt so vorstellt: Zwerge, Menschen, Orgs, Oger, Zauberer, Elben usw, wobei Heitz hier die Geschichte eines Zwerges erzählt (wer hätte das bei solch einem Titel erwartet...). Das Ganze ist wirklich gut geschrieben, und die Charaktere wachsen einem richtig ans Herz. Vor allem weil jeder Charakter seine eigenen Charakterzüge verpasst bekommen hat: Tungdil, als "Gelehrter" unter den Zwergen, ein Kampfsüchtiger Zwerg, ein ängstlicher Zwerg usw. All das sorgt in der Gruppe natürlich für Konflikte, die mit viel Humor erzählt werden.
Trotz epischem Ausmaß (das Buch hab über 600 Seiten), wird das ganze niemals langweilig. Ich habe das Buch mit mehr Spass gelesen als Tolkins Herr der Ringe (bekomm ich jetzt Schläge, wenn ich zugebe das ich Tolkin stellenweise doch ARG langweilig fand?).

Die Zwerge-Reihe besteht mitlerweile aus drei Romanen, es gibt noch [amazon asin="3492700934"]"Der Krieg der Zwerge"[/amazon] und [amazon asin="1150551277"]"Die Rache der Zwerge"[/amazon]. Da mir der erste Teil wirklich gefallen hat, lese ich momentan grad auch noch den Zweiten.
Tags für diesen Artikel: ,
Derzeitige Beurteilung: 2.40 von 5, 5 Stimme(n) 3931 Klicks

Seite 1 von 1, insgesamt 2 Einträge